Das Warten auf die neue Brücke in Mühlthal beginnt: Arbeiten können bis zu drei Jahren andauern

Von Theresa Baumann · 28. November 2025 um 15:00

Über ein Jahrhundert ist die Brücke alt, die in Mühlthal über den Perlbach führt. Vor ein paar Wochen ist diese plötzlich baufällig geworden. Warum es nun drei Jahre dauern könnte, bis die neue Brücke steht, erklärt Stefan Huber vom Staatlichen Bauamt Regensburg.

Seit mehreren Wochen können ist die Fahrbahn im Bereich der Brücke verengt. Zwei Autos können derzeit nicht mehr gleichzeitig darüber fahren. Doch wo hat die plötzliche Maßnahme ihren Ursprung?

Der Leiter der Abteilung Konstruktiver Ingenieurbau erklärt: „Trotz regelmäßiger Überwachung und laufendem baulichen Unterhalt können an besonders alten Bauwerken Schäden innerhalb kurzer Zeit schnell voranschreiten und ein umgehendes Handeln erforderlich machen.“

Bei der letzten Bauwerksprüfung seien an den Randbereichen der Brücke zunehmende Betonabplatzungen mit korrodierter und geschwächter Bewehrung festgestellt worden. Statische Nachuntersuchungen machten klar: „Eine volle Tragfähigkeit der Brücke in den geschädigten Randbereichen kann nicht mehr gewährleistet werden“, sagt Huber.

Die Brücke zu sanieren sei also „nicht mehr zielführend“. Weil die Brücke im Jahr 1900 erbaut wurde und die Verkehrsbelastung allgemein gestiegen sei, sei es sinnvoller, eine neue zu bauen. Doch das erfordert Zeit und einige Gutachten. Huber erklärt: „Wann die Umsetzung tatsächlich möglich sein wird, hängt von der Dauer der Voruntersuchungen und eventuell notwendiger Genehmigungsverfahren ab.“ Bis zu drei Jahre könne es dauern, bis die neue Brücke fertiggestellt werden könnte.

Bis die Arbeiten beginnen, bleibt die Fahrbahn eingeengt, um die Verkehrslasten von den Randbereichen auf die Bauwerkmitte zu verlagern. Huber gibt Entwarnung: „Unter diesen Maßnahmen ist die Brücke für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr weiterhin standsicher und befahrbar.“ Es bestehe kein Grund zur Sorge, dass Verkehrsteilnehmer durch den Zustand des Bauwerks gefährdet seien.

Wenn die Arbeiten für den Ersatzbau beginnen, muss die Staatsstraße 2148, auf der die Brücke liegt, voraussichtlich gesperrt werden, sagt Huber. Solange die neue Brücke noch nicht steht, werde der Verkehr umgeleitet. „Eine Behelfsbrücke wird bei der vergleichsweise geringen Verkehrsbelastung wirtschaftlich nicht vertretbar sein“, erklärt Huber. Dennoch werde diese Lösung bei der Bauvorbereitung noch einmal geprüft.

Das ist aber nicht die einzige Maßnahme, die das Staatliche Bauamt Regensburg in den drei Jahren angehen will: Auch die benachbarte Brücke weiter nördlich soll im Rahmen eines Erhaltungsloses erneuert werden. Anhand von Referenzplanungen plane das Bauamt derzeit mit Kosten von etwa 750 000 Euro für das Einzelbauwerk.