Feuerwerksverbot und Co.: Das gilt an Silvester 2025 in Regensburg – Absage an Veranstaltung

Silvester 2025 in Regensburg: Feuerwerk bleibt in der Altstadt tabu. Polizei und Krankenhäuser rüsten sich für eine arbeitsreiche Nacht. Die Oberbürgermeisterin erteilt indes einer städtischen Veranstaltung eine Absage.
„Wie sieht’s mit den Regelungen zum Thema Silvesterfeuerwerk aus?“, wollte Grünen-Stadtrat Stefan Christoph kürzlich von der Oberbürgermeisterin wissen. Alles beim Alten – das war der Antwort von Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) im Verwaltungsausschuss zu entnehmen. Auch in diesem Jahr gilt wieder eine Allgemeinverfügung, die nun im Amtsblatt veröffentlich wurde. Sie untersagt an Silvester das Zünden von Feuerwerkskörpern innerhalb des Aleengürtels und auf den Wöhrden.
Seit dem Jahreswechsel 2020/2021 gibt es das Böller-Verbot in der Altstadt. Als Gründe wurden und werden der große Andrang, die Enge, das damit verbundene Verletzungsrisiko und der Schutz der Welterbestadt ins Feld geführt. Auch die Steinerne Brücke ist zum Jahreswechsel (22 bis 2 Uhr) tabu. Das ist schon seit der Jahrtausendwende so. Ebenfalls gesperrt ist der Fußweg entlang der Donau zwischen der Eisernen Brücke und der Weinlände.
Silvester 2025: Absage an große Veranstaltung in Regensburg
Große, städtische Silvester-Veranstaltungen wird es nicht geben. „Zum einen sind die Kapazitäten im Kulturamt wirklich erschöpft“, erklärte Maltz-Schwarzfischer Christoph im Verwaltungsausschuss. Die Mitarbeiter bräuchten „wenigstens ein bisschen Zeit“, um ihre Überstunden aus dem Sommer abzubauen. Zum anderen sieht die Oberbürgermeisterin keine Notwendigkeit für zusätzliche Veranstaltungen, schließlich könne ja gefeiert werden. „Es gibt keinen Grund, da noch irgendwie Menschenmassen in die Altstadt zu ziehen.“
Ruhestörungen, Körperverletzungen, Unfälle: Die Polizei wird rund um den Jahreswechsel mit „hoher Präsenz“ im Einsatz sein, sagt Corinna Wild, Sprecherin der Oberpfälzer Polizei. Die allgemeine Sicherheitslage habe man im Blick – und werde „entsprechende Maßnahmen“ treffen. Was den Umgang mit Feuerwerkskörpern angeht, da appelliert Wild an einen besonnenen Umgang und die Einhaltung von Vorschriften.
Silvester in Regensburg: Arbeitsreichste Nacht für Krankenhäuser
In den Krankenhäusern stellt man sich auf die arbeitsreichste Nacht des Jahres ein. „An kaum einem anderen Tag verletzen sich so viele Menschen. Vor allem ab Mitternacht steigen die Patientenzahlen bis in den frühen Morgen deutlich an“, sagt Dr. Andreas Hüfner, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme im Caritas-Krankenhaus St. Josef.
Vor allem mit Alkoholvergiftungen und Stürzen, die häufig ebenfalls von zu viel Alkohol herrühren, werden es Hüfner und seine Kollegen zu tun haben. Auch Platz-, Stich- und Schnittwunden seien klassische Silvesterverletzungen – genau wie Brandwunden an den Händen, verursacht durch unachtsamen Umgang mit Feuerwerkskörpern. Aber davor sollten die Altstadtbesucher ja durch das Böller-Verbot geschützt sein.