Jungs wollen Regensburger Bus aus dem Graben schieben: Instagram-Video geht durch die Decke

Von Jonas Raab · 26. November 2025 um 15:44

Die packen noch mit an! Bei Instagram kursiert derzeit ein Reel, das ein paar Jungs dabei zeigt, wie sie einen Regensburger Bus aus dem Straßengraben schieben wollen. Mehr als 260.000 Menschen haben sich das Video schon angeschaut. Entstanden ist es am Montag bei Bach. Dort war der Bus im Schneetreiben auf Abwege geraten.

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Mit voller Kraft stemmen sich die Jungs gegen das Heck, während der Fahrer Gas gibt. Ein paar Mal wippt das tonnenschwere Gefährt hin und her, aber es nützt nichts. Die Reifen drehen im Schnee durch. „Ich glaub, Schule entfällt“, schreibt der Junge, der den Clip gepostet hat.

In den zahlreichen Kommentaren wundern sich ein paar Leute, warum die Kinder denn unbedingt in die Schule wollen. Auch die Erfolgsaussichten werden diskutiert. Ein Nutzer meint, beim Freischaukeln helfe nicht selten schon ein klein bisschen Schub. „Allerdings finde ich es absolut verantwortungslos, das mit Kindern zu versuchen. Die Risiken dabei sind unabwägbar“, gibt er zu bedenken.

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Verletzt wurde niemand, weder bei dem „Kleinunfall“ noch bei der Bergungsaktion. Das sagt ein Sprecher der Wörther Polizei. Eine Streife sei kurz vor Ort gewesen.

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„Es geht natürlich nicht, dass Kinder den Bus anschieben“, stellt Josef Weigl klar. Er ist Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs (GFN) und bricht eine Lanze für seine Busfahrer. Es hätten widrigste Bedingungen geherrscht am Montag. Zwischen Demling und Bach werde der Busverkehr derzeit ohnehin schon über den Donauradweg umgeleitet. Dort sei der Bus in den Graben gerutscht. „Die Kinder haben wohl versucht, ihn wieder flott zu machen“, sagt Weigl. Keine gute Idee, wiederholt er. „Sicherheit hat oberste Priorität.“

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Rund 10.000 Kinder – auch die aus dem Instagram-Video – seien am Montag sicher in ihre Schulen gekommen, bekräftigt Weigl. „Es war ein Kraftakt.“ Laut Hans Fichtl, Sprecher des Landratsamtes, habe an allen Schulen der Unterricht stattgefunden, vereinzelt mit Verzögerung.

Der festgefahrene Bus wurde übrigens abgeschleppt. Scheinbar kein leichtes Unterfangen. Bis in die Mittagsstunden musste der Busverkehr zwischen Wörth und Donaustauf über die A3 abgewickelt werden.