Große Mehrheit im Bauausschuss: Fußball-Areal am Lanzenanger erhält Flutlicht

Von Thomas Rieke · 26. November 2025 um 19:00

Die Fußballabteilung des ASV Burglengenfeld erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Was die Funktionäre einerseits freut und mit Stolz erfüllt, führt andererseits zu Problemen. Gerade im Kinder- und Jugendbereich ist der Zulauf so stark, dass es schwierig geworden ist, ausreichend Trainingsmöglichkeiten zu bieten. Nun deutet sich eine Verbesserung der Situation an.

Zur Erinnerung: Wegen des Interesses im Nachwuchsbereich hatten die Vereinsführung und die Fraktionsgemeinschaft von SPD, Grünen und Die Linke schon 2023 darauf gedrungen, die Stadt möge den Verein beim Bau eines zusätzlichen Kunstrasenplatzes im Naabtalpark unterstützen. 50 Prozent der Kosten sollte die Kommune beisteuern.

Die Forderung war Teil eines vier Punkte umfassenden Antrags der SPD und ihrer Verbündeten, von dem sie 2023 die Zustimmung zum Haushaltsentwurf abhängig machte. Der Plan schien aufzugehen: Trotz teils starker Bedenken, unterstützte die Mehrheit im Rat den Wunsch der Fraktionsgemeinschaft und des ASV. Der Haushalt konnte im Gegenzug verabschiedet werden. Aber: Der zweite Kunstrasenplatz wurde nie angelegt. Bei näherer Betrachtung, so hieß es, habe sich herausgestellt, dass das Vorhaben teurer als erwartet geworden wäre und trotzdem nicht die ideale Lösung dargestellt hätte.

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Jetzt freilich gibt es eine neue Idee: Am Lanzenanger, den der ASV bereits seit ein paar Jahren für Trainingseinheiten nutzt, soll die Infrastruktur sukzessive verbessert werden. Damit auch im Herbst abends regelmäßiger Betrieb möglich ist, will die Stadt in einem ersten Schritt für eines der drei existierenden Spielfelder eine Flutlichtanlage installieren.

Nach Rücksprache mit dem Wasserwirtschaftsamt wurde die Errichtung von sechs Masten beantragt, hieß es kürzlich im Bauausschuss. Bürgermeister Thomas Gesche (CSU) bestätigte, dass es auf dem Gelände schon einmal Flutlicht gegeben hat. Vor etlichen Jahren sei die Anlage aber nach Teublitz abgegeben worden.

Bereits 2026 sollen die Masten stehen

Die neuen Masten sollen 2026 aufgestellt werden. Die Kosten belaufen sich laut Verwaltung auf 60 000 bis 80 000 Euro. Zur Finanzierung könnten die 50 000 Euro, die im aktuellen Haushalt für den Kunstrasenplatz reserviert waren, eingesetzt werden. Die breite Mehrheit des Ausschusses konnte sich mit der Investition anfreunden. Gregor Glötzl (BWG) etwa sprach von einer sinnvollen Sache. Je mehr Gruppen den Lanzenanger nutzten, umso besser, meinte der Bürgermeisterkandidat.

Hofmann (CSU) kontert Glatzl (BFB)

Einzig Hans-Edmund Glatz (Bürgerforum) legte sich quer. Der Grund: Werde der Lanzenanger dauerhaft zum zweiten Trainingsgelände des ASV etabliert, ziehe dies weitere Maßnahmen nach sich – und das im Hochwassereinzugsgebiet. Auch die Parkplätze reichten nicht aus, mahnte Glatzl. Schon heute klagten Landwirte, dass ihnen der Zugang zu ihren Feldern nicht selten versperrt sei.

Thomas Hofmann (CSU) brachte diese Haltung doch etwas in Rage. Mit spöttischem Unterton konterte er: „Ja, da wird noch was dazukommen, Toiletten und Duschen! Hans, du wirst es erleben!“