Veränderung im Boderwerk: Chamer Friseursalon sucht neuen Weg für seine Zukunft

Von David Salimi · 17. November 2025 um 16:00

Im Boderwerk in der Hafnerstraße in Cham ist vieles im Wandel. Der Chamer Friseursalon denkt offen über einen räumlichen Neustart nach. Grund dafür ist weniger die Lage als die Größe: 260 Quadratmeter – „für unser heutiges Team einfach zu viel“, sagt Saloninhaberin Ursula Gresser. Seit 2020 ist sie mit dem Boderwerk am aktuellen Standort in der Innenstadt vertreten.

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Derzeit arbeiten noch fünf Mitarbeiter im Salon, verteilt auf verschiedene Arbeitszeitmodelle. Früher waren es einmal elf, die meisten in Vollzeit. „Wir konnten unser Team über die Jahre stabil halten, aber wie überall in der Branche spüren wir den Fachkräftemangel deutlich“, erklärt Gresser die Entwicklung.

Eine größere Fläche bedeute ein größeres Team – und genau das sei heute schwer zu besetzen. „Die Hälfte der Fläche würde uns reichen“, sagt sie.

Einige Zeit hat die Friseurmeisterin das Erdgeschoss gleichzeitig als eine Art Concept Store mit Geschenkideen genutzt. Doch das habe sich nicht als rentabel erwiesen. Mittlerweile bieten Gresser und ihr Team keine zusätzlichen Angebote mehr an. „Wir konzentrieren uns komplett auf unser Kerngeschäft“, sagt sie. Gleichzeitig ist die Saloninhaberin aber offen für Kooperationspartner, die sich mit ihr die Fläche im Parterre teilen – „ob Café, Concept Store oder etwas Kreatives in diese Richtung“. Ursula Gresser ist für Vorschläge offen.

Wir prüfen verschiedene Optionen. Am Ende hängt alles davon ab, ob wir einen Nachmieter finden.Saloninhaberin Ursula Gresser

Anfragen habe es bislang durchaus gegeben, aber keine ernsthaften. „Da war nichts dabei, das wirklich konkret wurde“, sagt sie. Deshalb strecke sie ihre Fühler parallel nach mögliche Alternativen in Cham aus. Fix ist aber noch nichts. „Wir prüfen verschiedene Optionen. Am Ende hängt alles davon ab, ob wir einen Nachmieter finden.“

Die Richtung ist damit klar: Das Boderwerk bleibt – nur wie viel Raum es künftig einnimmt, ist noch offen. Bis sich daran etwas ändert, bleibt alles beim Alten. „Unser Mietvertrag läuft noch fünf Jahre – wenn sich niemand findet, bleiben wir in den Räumen“, stellt Ursula Gresser mit einem kleinen Seitenblick auf die jüngsten Gerüchte klar.