Geringere Kosten für Neustädter - Stadtwerke senken Strompreise zum dritten Mal

Von Jochen Dannenberg · 18. November 2025 um 05:00

Und wieder sinken die Strompreise: Zum dritten Mal in Folge senken die Stadtwerke ihre Bezugspreise. Allerdings fällt die Preissenkung heuer eher gering aus.

„Für einen durchschnittlichen Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh und konventionellem Zähler ergibt sich eine jährliche Kostenersparnis von circa 20,90 Euro“, verkündete Sven Thirmeyer, stellvertretender Leiter der Stadtwerke, in der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Zum Vergleich: Als vor einem Jahr die neuen Preise bekannt gegeben wurden, errechnete sich für den durchschnittlichen Familienhaushalt eine Einsparung von 54,60 Euro und noch ein Jahr früher waren es sogar 119,70 Euro, was einem Rückgang um rund zehn Prozent entsprach.

Ein Grund für die Preissenkungen ist die gestiegene Anzahl von Kunden, was Bürgermeister Thomas Memmel freut, wie er in der Stadtratssitzung erklärte. Allerdings geht es bei den Preisen nicht nur um Angebot und Nachfrage auf der Kundenseite.

„Die Energiekosten, die über die Einkaufsgemeinschaft KOV nach einer mehrjährigen Beschaffungsstrategie bezogen werden, machen derzeit rund 30,7 Prozent der gesamten Stromkosten aus. Für das Lieferjahr 2026 erhöhen sich die Stromeinkaufspreise um etwas 15 Prozent. Ebenso steigen die Kosten für Herkunftsnachweise im Bereich Ökostrom leicht an“, erklärte Sven Thirmeyer.

Konkret sieht es für Kunden im Raum Neustadt a.d. Donau damit so aus: Die vorläufigen Nutzungsentgelte des Netzbetreibers Stadtwerke Neustadt sinken von 6,69 Cent/kWh auf 5,59 Cent/kWh. Die jährliche Grundgebühr bleibt unverändert bei 50 Euro. Beim Bayernwerk sinken die Entgelte von 7,35 auf 4,72 Cent/kWh, die Grundgebühr bleibt bei 98,55 Euro.

Die Werkleitung der Stadtwerke hatte deshalb dem Stadtrat vorgeschlagen, die Tarifkundenpreise für die Grundversorgung und die Ortsteile entsprechend anzupassen. „Zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit“, wie es in der Sitzungsvorlage hieß, wurde ein Preissenkung um 2,28 Cent/kWh empfohlen, wobei zur Absicherung der Fixkosten der Grundpreis für Tarifkunden von aktuell 9,99 Euro auf 14,90 Euro angehoben wird. Hierdurch könne ein niedriger Arbeitspreis garantiert werden. Der Stadtrat hatte keine Einwendungen und stimmte der Empfehlung einstimmig zu.

Ebenfalls einstimmig fiel ein anderer Beschluss des Stadtrats aus. Danach werden die Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser steigen,. Künftig werden 1,81 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser (bisher 1,45 Euro) und eine Niederschlagswassergebühr von 0,33 Euro pro Quadratmeter (bisher: 0,29 Euro) gezahlt werden müssen. Damit, so der Bürgermeister, liege Neustadt a.d. Donau „aber immer noch sehr günstig“, was aber auch auf die Strompreise zutrifft. Die Erhöhung der Preise für Schmutz- und Niederschlagswasser war, wie in dieser Zeitung zu lesen war, auch aufgrund der anstehenden Sanierung der Kläranlage erforderlich geworden.