Trotz Defizit: Stadt Nittenau hält am Freibad fest

Von Cornelia Lorenz · 12. November 2025 um 17:00

Die Stadt Nittenau will trotz schwieriger Haushaltslage weiterhin am Freibad festhalten – darüber waren sich die Mitglieder des Hauptausschusses bei der Sitzung am Dienstagabend einig. Für die Arbeit des Seniorenbeirats gab es darüber hinaus viel Lob.

Schwimmmeister Andreas Hanka berichtete den Räten über die Freibadsaison 2025. Heuer hatte das Bad an 117 Tagen geöffnet und lockte 34.060 Besucher an. Das bedeutet einen Durchschnitt von 291 Besuchern pro Tag.

Hohe Heiz- und Stromkosten

Auch die Finanzen kamen auf den Tisch: Wie Hanka erläuterte, betrugen die Einnahmen des Nittenauer Freibads knapp 84.300 Euro. Den größten Anteil daran hatten Tageskarten für Erwachsene mit 18.300 Euro und Familien-Saisonkarten mit 14.950 Euro.

Dem gegenüber standen Ausgaben in Höhe von 191.400 Euro. Der größte Posten war hier das Personal mit 64.140 Euro. Auch die Heizkosten für die Becken mit 28.700 Euro und Stromkosten von 2540 Euro waren ein wichtiger Kostenfaktor. 2025 habe man aber auch einiges verbessert, sagte Hanka. Unter anderem habe man die Hebeanlage auf Vordermann gebracht, die Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt, die alten Toilettenspülungen ausgetauscht und mit einer neuen Treppe einen barrierefreien Zugang zum Schwimmerbecken geschaffen.

Stimme der älteren Bürger

Der Schwimmmeister hatte auch ein paar Verbesserungsvorschläge: Es sei zum Beispiel wichtig, den Parkplatz zu vergrößern, weil die 100 Stellplätze viel zu wenig seien. Auch eine Klimaanlage für den Kassen- und Aufsichtsraum sei wünschenswert. „Wir werden als Kommune unser Freibad niemals ohne Defizit betreiben können. Aber unser Freibad ist es wert, daran festzuhalten“, sagte Boml.

Dorit Schwarzfischer (l.) – hier im Bild mit ihren Kollegen (v. l.) Reinhard Hahn, Heidemarie Ernst, Elisabeth Beinhölzl, Eduard Kochherr, Alois Jehl und Monika Jehl – informierte die Räte über die Aktivitäten des Seniorenbeirats. - Foto: Oppitz

Für den Seniorenbeirat zog dessen Vorsitzende, die CSU-Stadträtin Dorit Schwarzfischer, Bilanz. Das achtköpfige Gremium ist seit Sommer 2022 im Amt. Man wolle die Stimme der älteren Bürger in Nittenau sein, ihre Wünsche und Forderungen bündeln und diese auch dem Stadtrat und der Verwaltung vermitteln, erklärte Schwarzfischer.

Das Gremium habe in den vergangenen Monaten zahlreiche Veranstaltungen auf die Beine gestellt, zum Beispiel Filmnachmittage, Vorträge, Ausflüge oder Betriebsbesichtigungen. Einmal im Monat gebe es eine Sitzung. Auch für die kommenden Monate habe man eine Menge geplant, zum Beispiel die Veranstaltung „Senioren fragen den Bürgermeister“ am 26. November.

Boml erklärte, es sei beeindruckend, welches Programm der Seniorenbeirat, den es seit 2006 gibt, auf die Beine stelle. „Wenn man an allen Veranstaltungen teilnehmen würde, würde das in Stress ausarten. Einen so aktiven Seniorenbeirat wie in Nittenau gibt es selten“, lobte er.