Neunburger Freibad verzeichnete Rückgang bei Besucherzahlen – 30 Vierbeiner bei Hundeschwimmen

Der Sommer 2025 zählt in der offiziellen Bilanz zu einem der zehn wärmsten seit Beginn der Messungen, von einem „Rekordsommer“ ist er dennoch weit entfernt. Mit einem Temperaturmittel von 18,4 Grad Celsius lag er nur knapp über dem Wert des Vorjahres mit 15,8 Grad Celsius.
Er startete mit einer Hitzewelle im Juni, kühlte im Juli deutlich ab und lieferte in der zweiten Augustdekade, laut Deutschem Wetterdienst für Bayern, noch einmal eine Hitzewelle. Im Juli regnete es zudem um mehr als das Zweieinhalbfache der vergangenen Jahre. „Die Zahlen mögen interessant sein, der diesjährigen Freibadesaison bescherte der Sommer damit allerdings ein mehr als ernüchterndes Ergebnis“, stellte Peter Fleischmann, Geschäftsführer der Freizeit GmbH, im Gespräch mit der Mittelbayerischen fest.
Rückgang von 25 Prozent
Die Besucherzahlen ergaben sich aus der Öffnungszeit vom 17. Mai bis zum 5. September. Im Juni konnten, laut Fleischmann noch über 1000 Besucher mehr als im Vorjahr notiert werden, aber dann sei der Einbruch gekommen, der sich bis zum Schluss durchgezogen habe.
In dem kühlen, aber dafür niederschlagreichen Juli hätten nur an wenigen Tagen Temperaturen über 25 Grad geherrscht. Im darauf folgenden August, bei dem es zu keinen länger anhaltenden Schönwetterperioden, mit entsprechend hohen Temperaturen gekommen sei, setzten sich die geringen Besucherzahlen weiter fort. Dazu trugen unter anderem, die zum Ende hin bereits deutlich kühler werdenden Nachtemperaturen, zusätzlich bei.
„Das Ganze hat heuer für einen Rückgang von 25 Prozent, auf rund 25.000 Besucher gesorgt“, stellte der Geschäftsführer nüchtern fest. Im Vorjahr konnten 33.500 Badegäste gezählte werden. Das bedeute für Neunburg dennoch schon fast einen Rekord, leider aber im negativen Sinn.
Die langanhaltende Schlechtwetterphase schlägt sich natürlich auch auf den Energieeinsatz nieder.
Peter Fleischmann, Geschäftsführer der Freizeit GmbH
Nicht unwesentlich für die Erfolgsbilanz der städtischen Einrichtung sei natürlich nicht nur die Summe der Eintrittsgelder. Sie seien mit dem gesamtwirtschaftlichen Aufwand zu verrechnen. „Die langanhaltende Schlechtwetterphase schlägt sich natürlich auch auf den Energieeinsatz nieder“, erklärt Fleischmann. So seien zur Temperierung des Wassers in den Schwimm- und Erlebnisbecken rund 270.000 Kilowattstunden (kWh) eingesetzt worden. Das seien rund neun Prozent mehr als die rund 245.000 kWh vom Vorjahr.
Hier zahlten sich dennoch die Investitionen der Vorjahre in Photovoltaik und die Versorgung mit Flusswärme aus der Schwarzach aus. Der ständig hochgehaltene Stand der Technik in der gesamten Anlage mache solche Verluste etwas leichter verkraftbar. „Wenn da jetzt noch ein Sanierungstau hinzukommen würde, kann ich die Entscheidungen jener Kommunen nachvollziehen, die an Schließungen denken oder sie sogar vollziehen“, meinte er.
Hallenbetrieb ab 23. Oktober
Das Ende der Freibadesaison bedeutet immer auch einen Ausblick auf die Hallensaison. „Nach umfangreichen energetischen Sanierungsmaßnahmen der Lüftungsanlagen für das Hallenbad und die Turnhalle der Mittelschule, öffnen wir dort den Badebetrieb ab dem 23. Oktober“, lautete die gute Nachricht.
Einen kleinen positiven Rekord gab es dennoch. Zum zweiten mal wurde das Erlebnisbecken zum „Hundeschwimmen“ freigegeben. Der Anregung aus dem Vorjahr wurde stattgegeben und die Aktion auf den Freitagnachmittag verlegt. Fast 30 Hunde der unterschiedlichsten Rassen nahmen daran teil, gut zehn mehr als 2024.

Dafür, dass alles in geordneten Bahnen ablief zeichneten wieder Mitglieder der Rettungshundestaffel der Feuerwehr Schwarzhofen, unter der Leitung von Tina Giewald, verantwortlich. Das Wasser war bereits seit 5. September nicht mehr beheizt und die Chlorung ausgesetzt worden. Deshalb ergaben sich daraus auch keine Zusatzkosten.
Es konnte aber auch kein Eintritt verlangt werden, weil der Kassenautomat wegen eines Unwetterschadens, außer Betrieb war. Den Badespaß überließen Herrchen und Frauchen, wegen der erneut kühlen Temperaturen, lieber ihren Schützlingen.
