Wenn Hund und Halter unzertrennlich sind: So knuddeln bekannte Schwandorfer ihre Hunde

Am Sonntag ist wieder einer dieser Tage, der vor allem Hundebesitzern gefallen dürfte: der „Knuddel-deinen-Hund-Tag“. Ein perfekter Anlass also, die Fellnasen einmal besonders kräftig zu drücken. Wie innig ihre Beziehung zu ihren Vierbeinern aussieht, zeigten fünf bekannte Schwandorfer Persönlichkeiten der Mittelbayerischen Zeitung.
Ignaz und Ivo erden Rechtsanwältin Sandra Gierl

Sie sind klein, zierlich und haben dennoch das Herz ihres Frauchens im Sturm erobert: Die beiden italienischen Windspiele Ignaz und Ivo begleiten die Rechtsanwältin Sandra Gierl seit Januar 2023 durchs Leben. Die beiden Brüder, die noch diesen November drei Jahre alt werden, sind unzertrennlich – wo der eine ist, ist auch der andere nicht weit. „Sie sind mein absoluter Ausgleich zum Alltag und erden mich an einem stressigen Tag“, schwärmt Gierl, während Ignaz und Ivo mit ihren langen Beinen elegant durchs Wohnzimmer tänzeln.
Sie sind mein absoluter Ausgleich zum Alltag und erden mich an einem stressigen Tag.
Rechtsanwältin Sandra Gierl
Italienische Windspiele gelten als kleinste Windhundrassen der Welt. Und während sie es lieben, draußen bei waghalsigen Sprints ihre Schnelligkeit zu zeigen, verwandeln sie sich drinnen sofort in verschmuste Schoßhunde. Am liebsten kuscheln sie sich eng an ihr Frauchen, genießen die Wärme und zeigen ihre ganze Anhänglichkeit. Für Sandra Gierl sind Ignaz und Ivo längst mehr als Haustiere: „Egal ob im Urlaub oder im Büro, die beiden sind grundsätzlich überall mit dabei – ohne sie wäre unser Zuhause nicht komplett.“
Bei Landwirt Hans Sieß fährt Tinka auf dem Traktor mit

Auf seinem Hof in Klardorf ist Hans Sieß nur selten allein unterwegs – denn stets an seiner Seite ist Tinka, eine acht Jahre alte Parson-Russell-Terrier-Hündin. Sie vereint gleich drei Rollen in einem: Familienhund, Hofhund und Jagdhund. Energiegeladen, neugierig und immer mittendrin, begleitet sie ihr Herrchen durch den Alltag. „Tinka ist kontaktfreudig und gehört einfach mit zur Familie dazu“, so Sieß über seine Hündin, die auch mal mit ihm auf dem Bulldog mitfährt. Nach getaner Arbeit zeigt die kleine Terrier-Dame ihre andere Seite: Dann sucht sie Nähe, kuschelt gern und genießt die Zuwendung ihres Herrchens. Für Hans Sieß steht fest: Seine Tinka ist einfach ein Hund zum Gernhaben.
Nur zum Fußball nimmt Andreas Allacher Sissi und Tiger nicht mit

Auch nach seiner aktiven Zeit als Bezirks-Schiedsrichter-Obmann und vier Jahrzehnten als Redakteur bei der Mittelbayerischen Zeitung ist Andreas Allacher ein echtes Schwandorfer Original. Heute genießt er seinen Ruhestand, betreut noch Jugendspiele als Schiedsrichter und führt Besucher als Gästeführer durch die Felsenkeller. Zuhause aber gehört seine ganze Aufmerksamkeit zwei treuen Vierbeinern – der sechsjährigen Labradordame Sissi und dem drei Jahre alten Altdeutschen Hütehund Tiger. Beide Hunde leben seit der Welpenzeit in der Familie und sind längst feste Mitglieder der Hausgemeinschaft. Sissi ist eigentlich die Hündin seiner Tochter – doch bei Allacher ist sie Dauergast. „Sie fordern ihre Streicheleinheiten ein und bekommen sie auch“, sagt er. Nur zum Fußballspielen, wenn Andreas Allacher ein Spiel pfeifen muss, dürfen sie nicht mit – da wäre die Ablenkung dann doch zu groß.
Dr. Katharina Kiss fährt mit ihrer Chilly auch in Urlaub

Seit mittlerweile acht Jahren begleitet die Labradorhündin Chilly das Leben von Dr. Katharina Kiss – und die beiden sind längst ein eingespieltes Team. Mit acht Wochen kam Chilly zur Familie, heute ist sie in ihren besten Jahren: brav, sonnig und zugleich voller Temperament. „Sie weiß genau, was sie will und gibt gern Gas“, sagt Kiss lachend. In der Natur blüht die Hündin auf, sie liebt lange Spaziergänge bei Wind und Wetter – und ist damit zugleich das „Fitnessgerät“ ihrer Besitzerin. Mit dem Auto reist sie begeistert mit in jeden Urlaub und gilt dabei für ihr Frauchen als die „perfekte Beifahrerin“. Besonders rührend: Bei Spaziergängen mit der ganzen Familie sorgt Chilly dafür, dass sie die gesamte Gruppe beieinander hält und niemand zurückbleibt. „Das letzte Kind“, sagt Katharina Kiss mit einem Augenzwinkern, „hat eben Fell.“
Michael Gradls Rasta war sogar beim Musikfestival dabei

Ob als „Fisch-Michl“ hinter dem Tresen oder als Veranstalter des Zelt-Kultur-Festivals – Michael Gradl ist in Schwandorf bekannt wie ein bunter Hund. Weniger bunt, dafür jedoch umso treuer ist mit seinem Hund Rasta sein verlässlichster Begleiter stets an seiner Seite. Der achteinhalb Jahre alte Mischling aus Labrador und Deutsch Kurzhaar ist ein neugieriger und verspielter Vierbeiner mit einem Herzen so groß wie das seines Herrchens.
Er ist wahnsinnig brav und bringt mir Ruhe und Ausgeglichenheit
Michael Gradl
„Er ist wahnsinnig brav und bringt mir Ruhe und Ausgeglichenheit“, sagt Gradl. Für ihn ist klar: Wenn man einen Hund hat, gehört dieser auch ins Leben integriert. Deshalb ist Rasta fast überall dabei. Selbst beim Zelt-Kultur-Festival, das erst am Sonntag seinen krönenden Abschluss gefunden hatte, war Rasta mehrmals zu Gast – allerdings nur im Biergarten, wo er mit seinem freundlichen Wesen fast genauso viele Herzen gestohlen hat wie die Bands auf der Bühne nebenan.