Wenn sich niemand ans Halteverbot hält: Verwirrung ums Parken im Kasernenviertel

Von Yannick Fürsich · 12. November 2025 um 14:00

Gebaut wird in Regensburg immer. Und überall. Sperrungen sind dabei meist kein größeres Problem, erst recht im eigenen Viertel. Immerhin kennt man dort ja die Schleichwege. Schwierig wird es, wenn in dicht besiedelten Ecken der Stadt deswegen Parkplätze gestrichen werden – und keiner genau weiß, warum.

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Das ist seit über einem halben Jahr im Kasernenviertel der Fall. Ende März tauchten in der Runtingerstraße Halteverbotsschilder auf. Der Grund war einleuchtend: Die Buslinie 18 musste durch den südlichen Teil der ohnehin schon engen Runtingerstraße umgeleitet werden. Die Safferlingstraße, durch die die damals noch mit kleinen Elektrobussen betriebene Linie fahren muss, war halbseitig gesperrt. Sie musste über das Krankenhaus St. Josef und die Plato-Wild-Straße umgeleitet werden. Zum großen Teil hielten sich die Autofahrer damals auch noch an das Halteverbot.

Sperrung aufgehoben, Halteverbot in Runtingerstraße bleibt

Die Sperrung aber wurde wieder aufgehoben, Busse fahren durch die Runtingerstraße überhaupt keine mehr, da die Haltestelle „Runtingerstraße“ auf die Guerickestraße verschoben wurde, seit die Linie 18 den Sportpark Ost anfährt. Das Halteverbot blieb dem ohnehin Parkplatz-umkämpften Viertel aber erhalten. Nur hielt sich ab jetzt niemand mehr daran, wahrscheinlich da es keinen ersichtlichen Grund mehr dafür gab. Wurden die Schilder einfach vergessen? Die Strafzettel, die reihenweise unter den Scheibenwischern kleben, zeugen vom Gegenteil.

Etwas anderes hat sich nämlich geändert: Einige Wochen später wurde die Plato-Wild-Straße an der Kreuzung zur Runtingerstraße vollgesperrt. Grund dafür sind Bauarbeiten, die „der geplanten Erweiterung der baulichen Infrastruktur rund um das Caritas-Krankenhaus St. Josef“ dienen, erklärt Juliane von Roenne-Styra, Pressesprecherin der Stadt.

Die Baustelle in der Plato-Wild-Straße in Regensburg sorgt für eine Vollsperrung der Straße. - Foto: Yannick Fürsich

Sowohl das Halteverbot in der Runtingerstraße als auch das in Teilen der Plato-Wild-Straße bestehen also, „um die Sicherheit und die reibungslose, ungehinderte Führung des Individualverkehrs weiter zu gewährleisten“, so von Roenne-Styra weiter. Ob die Bewohner das verstehen, ist allerdings fraglich, fleißig geparkt wird dort nämlich trotzdem. Immerhin ist an den Halteverbotsschildern auch noch immer „ab 31.03.2025“ zu lesen, der Beginn der Umleitung der Linie 18.

Baustelle in der Plato-Wild-Straße bis Herbst 2026

Bis wann die Sperrung in der Plato-Wild-Straße und damit auch das Halteverbot bestehen werden, konnte die Sprecherin der Stadt noch nicht beantworten. Laut der bauausführenden Firma sollten die Arbeiten – abhängig von Baufortschritt und Witterungsbedingungen – voraussichtlichen bis in den späten Herbst 2026 andauern. „Die bestehende Vollsperrung der Plato-Wild-Straße im Rahmen der Aufstellung eines Baukranes sowie der Einrichtung eines Materiallagers wird nur so lange aufrechterhalten, wie dies aus bautechnischen und sicherheitsrelevanten Gründen zwingend notwendig ist“, so von Roenne-Styra.