Erneute Störung am Bahnübergang Klardorf – Nun schaltet sich Bundestagsabgeordnete ein

Der beschrankte Bahnübergang im Schwandorfer Ortsteil Klardorf ist offenbar störungsanfällig. Einige Anwohner sagen gar, er sei schlichtweg unzuverlässig. Auch am Dienstagmorgen kam es über Stunden zu einem Ausfall der Anlage. Auf MZ-Anfrage äußerte sich eine Bahnsprecherin zu den Gründen – und den Folgen.
Erst Mitte September war die Anlage aus den 80er Jahren von einer Störung betroffen. Damals stand die Signalanlage dauerhaft auf Rot, obwohl weit und breit kein Zug zu sehen war. Zudem war ständig eine Fußgängerschranke geschlossen. Sobald sich ein Zug näherte, senkten sich dann die restlichen Schranken. Sie gingen auch wieder korrekt auf, nachdem die Bahn den Übergang passiert hatte. Nur die Fußgängerschranke blieb unten, und das Signal leuchtete weiter rot. Die Polizei war im Einsatz, um für Sicherheit zu sorgen.
Störung am Bahnübergang Klardorf dauerte über Stunden an
Ein ähnliches Bild sollte es ein paar Wochen später erneut geben. Auch am Dienstagmorgen zeigte die Signalanlage dauerhaft bei ungeschlossenen Schranken rot und die Polizei war vor Ort. Laut einer Bahnsprecherin dauerte die Störung stundenlang. Konkret soll der Fehler im Zeitraum zwischen 4 und 8.30 Uhr aufgetreten sein. Ursache soll ein technisches Problem gewesen sein.
„Wir bedauern die Störung und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten“, kommentierte die Vertreterin der Bahn. Im genannten Zeitraum sei es zu Zugverspätungen gekommen.
Bahn: Grundlegende Erneuerung des Bahnübergangs nicht geplant
Der Bahnübergang in Klardorf werde „regelmäßig im Rahmen der vorgesehenen Instandhaltungsmaßnahmen überprüft und gewartet“. Eine grundlegende Erneuerung des Bahnübergangs sei derzeit nicht geplant. „Allerdings wurde im Zuge der Umleitersanierung der Strecke Regensburg–Schwandorf im Bereich des Bahnübergangs der Belag erneuert“, berichtete die Bahnsprecherin.
Die parlamentarische Staatssekretärin und Schwandorfer Bundestagsabgeordnete Martina Englhardt-Kopf (CSU) hatte sich indes nach der erneuten Störung eingeschaltet und die Bahn kontaktiert. Laut der CSU-Politikerin sei der Schrankenantrieb fehlerhaft gewesen. „Dieser wurde erstmal repariert, soll aber zeitnah ausgetauscht werden“, erklärte Englhardt-Kopf. Dadurch sollen künftig Störungen vermieden werden. „Natürlich gibt es keine 100-prozentige Sicherheit. Das sind technische Anlagen und Geräte“, stellte die CSU-Abgeordnete fest.
Das sind unhaltbare Zustände.Martina Englhardt-Kopf, CSU-Bundestagsabgeordnete
Die Schwandorfer Bundespolitikerin fand nach der erneuten Störung des Bahnübergangs in Klardorf deutliche Worte. „Das sind unhaltbare Zustände“, konstatierte Englhardt-Kopf. Sie werde die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.