CSU Arnschwang schickt Alois Heitzer ins Rennen um das Bürgermeisteramt

Von Alexander Frimberger · 11. November 2025 um 05:00

Die CSU Arnschwang hat ihren Bürgermeisterkandidaten. Sie wird zur Kommunalwahl am 8. März 2026 wohl Gemeinderatsmitglied Alois Heitzer ins Rennen schicken. Das hat der CSU-Ortsvorsitzende Dr. Stefan Enderlein im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigt. Außerdem spricht er über eine weitere Personalie.

Notwendig wird die Neuorientierung, weil bekanntlich der amtierende Rathauschef, Michael Multerer, nicht mehr zur Verfügung steht. Er bewirbt sich um das Amt des Landrats, will Franz Löffler nachfolgen.

Positive Stimmung

„Mich freut es, dass sich jemand bereiterklärt hat. Es geht bestimmt gut weiter in Arnschwang“, sagt Multerer auf Nachfrage unserer Zeitung und stell sich gleichzeitig selbst und seiner Gemeinderatsmannschaft ein gutes Zeugnis seiner 18-jährigen Amtszeit aus: „Mein Nachfolger findet beste Voraussetzungen vor, wir haben keine Leichen im Keller.“

Das sieht auch Enderlein so: „Wir stehen super da, es ist für Multerer die letzten 18 Jahre super gut gelaufen.“ Dementsprechend finde sein Nachfolger hervorragende Startbedingungen vor. Arnschwang sei schuldenfrei, habe ein florierendes Gewerbegebiet, Wasser und Kanal seien in Ordnung. Auch eine funktionierende Pflegeeinrichtung hat man im Ortskern geschaffen.

Die sogenannte Bärenhöhle ist eines der Leuchtturmprojekte, auf die Multerer besonders stolz ist. Zwölf Wohneinheiten für ältere Menschen mit Pflegebedarf wurden geschaffen. Darüber hinaus stehen im Erdgeschoss verschiedene Räume zur allgemeinen Nutzung zur Verfügung.

Jetzt soll für die CSU also Alois Heitzer die „Heimat des Waldschrazels“, wie sich die Gemeinde selbst bezeichnet, in die Zukunft führen. Am Montagabend hat man sich zur Listenbesprechung getroffen, am 26. November soll die Nominierungsveranstaltung erfolgen. „Es wird“, so Enderlein, „eine reine CSU-Liste“. Mögliche Kandidaten gab es im Vorfeld mehrere, aber man habe alles gut ausdiskutiert. Die Arnschwanger Christsozialen sind mit sich im Reinen. Einige hören demnach auf, andere werden nachrücken.

Prominentester Aussteiger ist Matthias Weichs. Der aktuelle zweite Bürgermeister wird nicht mehr für den Gemeinderat kandidieren. Persönliche Gründe habe er für diesen Schritt angegeben.

Auch auf der Hohenbogenliste sieht es gut aus. Da schickt man acht Kandidaten ins Rennen. Der Zusammenschluss der Gemeinden Arnschwang, Eschlkam, Gleißenberg, Neukirchen b. Hl. Blut und Rimbach stellt eine Kreistagsliste auf und kämpft laut Vereinssatzung für die Interessen der Mitglieder.

Nach Fertigstellung der Bärenhöhle 2024 präsentierte Michael Multerer stolz die Gemeinschaftsküche. - Foto: Alexander Frimberger

Von Gegenkandidaten hat der CSU-Ortschef noch nichts gehört. Johann Treml von der Freien Liste Arnschwang ist schon zu Ohren gekommen, dass sein Name im Ort gehandelt wird. Er sagt aber, das sei derzeit keine Option. Und wenn bei der Aufstellungsversammlung in rund zwei Wochen nicht noch ein Phönix aus der Asche steige, werde sich wohl auch nichts daran ändern, dass die Liste keinen Kandidaten bringt.

Kein Kandidat in Sicht

Martin Freimuth vom Bürgerblock Arnschwang bedauert es, aber bei der Nominierungsversammlung werde sich wahrscheinlich nichts mehr tun. Man werde wohl keinen Kandidaten stellen und lediglich eine Gemeinderats-Liste erstellen. „Das war es“, sagt Freimuth. Auch sein Name waberte durch Arnschwang. Er sagt dazu, er habe eine Zeit lang überlegt, sich aber dann doch dagegen entschieden.

Bis Redaktionsschluss war gestern auf Nachfrage von Alois Heitzer, Martin Macht, Vorsitzender Freie Wählergemeinschaft Zenching-Nößwartling (FWG) und von Dr. Roman Korschofsky, Chef der Arnschwanger Freien Wähler, kein Statement zu bekommen.