Nach 25 Jahren wurde wieder ein Baugebiet in Ensdorf ausgewiesen

Von Lothar Trager · 11. November 2025 um 05:00

Im Jahr 2000 wurde in Ensdorf mit dem Baugebiet Steinäcker III letztmals ein Baugebiet ausgewiesen. 25 Jahre später war es wieder so weit.

Um der massiven Nachfrage nach Baugrundstücken im Vilstalort gerecht zu werden, erfolgte im Jahr 2018 eine Vorplanung des Baugebiets Asamhöhe oberhalb der Asamstraße, hieß es in einem damaligen Zeitungsartikel. Teil eins dieses Baugebiets mit 14 Bauparzellen ist nun fertiggestellt. Die Parzellengrößen reichen von 363 Quadratmeter für ein Doppelhaus bis 742 Quadratmeter für größere Einheiten.

Zur offiziellen Abnahme waren Unternehmer Helmut Seebauer, Bauleiter Christian Wittmann und Polier Antolin Chiruca von der Baufirma Seebauer, die Ingenieure Rainer Rubenbauer vom Planungsbüro UTA und Patrick Strachotta sowie Bürgermeister Hans Ram (SPD) und 3. Bürgermeister Roland Müller (BDL), die Gemeinderäte Hans Eichenseer (SPD), Klaus Hernes (CSU) und Markus Färber (BDL), Amtsleiterin Brigitte Zitzler und die Bauhofmitarbeiter Peter Blank und Bernhard Graf vor Ort.

Bebauungsplan eins zu eins umgesetzt

Wie Planer Rainer Rubenbauer erklärte, wurde der Bebauungsplan eins zu eins umgesetzt. Vorgabe des Bebauungsplanes sei es gewesen, dass im Baugebiet so wenig wie möglich versiegelt werden dürfe. Deshalb musste der Gehweg auch mit Rasengittersteinen ausgeführt werden. Zusätzlich können durch Retentionszisternen auf jeder Parzelle sechs Kubikmeter Regenwasser zurückgehalten werden, um kontrolliert abzufließen.

Für das Oberflächenwasser der darüber liegenden Äcker und Wiesen in Richtung Uschlberg musste ein Regenrückhaltebecken mit mindestens 200 Kubikmeter Fassungsvermögen errichtet werden. Durch einen Grundstückstausch konnte für geringere Kosten das Fassungsvermögen auf 600 Kubikmeter erweitert werden, ergänzte Bürgermeister Hans Ram. Dieser bedankte sich bei der Baufirma Seebauer für die gute Zusammenarbeit.

Zusätzliche Beträge für jede Parzelle

Wie der Bürgermeister mitteilte, betragen die Erschließungskosten 1,55 Millionen Euro. Darin enthalten sind circa 120.000 Euro Mehrkosten für Meißelarbeiten, die durch die Baggerarbeiten im starken Fels zusätzlich angefallen sind. Der Erwerb der Flächen kostete 500.000 Euro, das Regenrückhaltebecken 50.000 Euro. Wie Ram weiter erklärte, entstanden für die Erneuerung von 150 Meter Wasserleitung Kosten von 120.000 Euro und den Bau der Druckerhöhungsstation 240.000 Euro.

Einbezogen in die Erschließungsarbeiten wurden eine Druck-Zonentrennung zwischen Baugebiet/Asamstraße und den darunterliegenden Wohngebieten, der Bau eines Oberflurhydranten im Schulbereich, die Verbreiterung des Gehwegs bei der Druckerhöhungsstation und die Erneuerung der Schieber im Bereich Schulstraße/Asamstraße.

Der Kaufpreis für eine Parzelle beträgt pro Quadratmeter 273,58 Euro. Für jede Parzelle fallen zusätzlich 10.272 Euro für die bereits installierten Zisternen und den dazugehörigen Revisionsschacht an. alt