Rötz bleibt Faschingshochburg: 2026 findet die „Althistorische Rötzer Fasenacht“ statt

„Die Fasenacht darf nicht untergehen, das haben wir Ehrenpräsident Sepp Haberl damals versprochen“, sagt Frank Gazinski, Präsident der Althistorischen Rötzer Fasenacht. Er kündigte an, dass die Tradition weitergehen wird: Rötz bleibt Faschingshochburg.
Vergangene Woche trafen sich die Mitglieder des Faschingskomitee „Immer dieselben“ und die Schreiber der Faschingszeitung, die untrennbar mit der Fasenacht verbunden ist, im Gasthaus Sturm/Stockl zu einer ersten gemeinsamen Besprechung, zu der Gazinski auch Ehrenpräsident Herbert Kestler begrüßte.
Auf die Nachricht, dass 2026 in der Oberpfälzer Faschingshochburg wieder Fasenacht gefeiert wird, haben Faschingsverrückte sehnlichst gewartet: Am Faschingsdienstag findet seit je her Groß und Klein den Weg nach Rötz, um gemeinsam in ausgelassener Stimmung und in bunten Kostümen zu feiern.
Faschingszug als Highlight
Mit dem Faschingsbeginn am Dienstag, dem 11.11., werden die Neuigkeiten öffentlich gemacht. Die nächste Fasenacht findet, wie schon im vergangenen Jahr, relativ früh im Jahr statt. Diesmal fällt der Faschingsdienstag auf den 17. Februar. Vom Ablauf her werde man die Fasenacht wie die letzten Male gestalten, das habe sich bewährt, so Gazinski.
Der Faschingsdienstag beginnt morgens mit dem Verkauf der Faschingszeitung. Ab dem Mittag gibt es auf dem Marktplatz Essen, Trinken und Musik und um 14 Uhr folgt das Highlight, der Faschingszug. Danach wird am Marktplatz und in den Wirtshäusern ausgespielt, es folgen Party und der Kehraus. „Es soll ein besonderer Tag werden, bei dem alle viel Spaß in Rötz und etwas zu Lachen haben“, bringt der Faschingspräsident es auf den Punkt.
So schön war die Fasenacht 2024.
Wie es Tradition ist, sollen beim Zug vielfältige Themen dabei sein, also nicht nur Party-, sondern vor allem Motto-Wägen. „Es gibt sicher genügend Themen“, ist Gazinski sich sicher. Schließlich stehe die Kommunalwahl an. Auch Windräder seien ein aktuelles Thema, und er habe gehört, dass die Stadt Rötz sich für Olympia bewerbe, „falls München es nicht hinkriegt...“. Der Spaß steht unter dem Hauptaspekt, dass alles sicher über die Bühne geht. Diesem werde man im Gespräch mit den Genehmigungs- und Sicherheitsbehörden Rechnung tragen. Wie schon im vergangenen Jahr soll es eine Größen- und Leistungsbeschränkung beim Faschingszug geben: Traktoren dürfen nur bis 110 PS teilnehmen, Lkw gar nicht.

Die Anmeldung zum Faschingszug ist ab 1. Dezember über die Homepage (www.fasenacht-roetz.de) möglich. Dabei kann man angeben, ob man eine Fußgruppe, ein Fahrzeug oder Musik stellen will, damit die Verantwortlichen die Zugaufstellung planen können.
Ebenso wichtig wie der Faschingszug ist bei jeder Fasenacht die Faschingszeitung. Deshalb waren auch die Zeitungsschreiber bei der Besprechung dabei. Die Inseratsammler sind ab sofort in den Geschäften unterwegs. Der Erlös der Faschingszeitung wie der gesamten Veranstaltung kommt den Vereinen und Institutionen in Rötz als Spende zugute. Die Zeitungsschreiber haben sich schon ein paar Mal getroffen, um lustiges Material und Inhalte zu sammeln: Bei den Themen, die den Weg in die Faschingszeitung finden, sei man auf die Leute angewiesen. „Wenn jemand weiß, dass jemandem etwas Lustiges passiert ist, bitte die Zeitungsschreiber ansprechen.“
Für diejenigen, die ihre Ideen lieber per E-Mail schicken, gibt es eine eigene Mail-Adresse: faschingszeitung@fasenacht-roetz.de.
Das Faschingskomitee, so der Präsident, heiße zwar „Immer dieselben“, „trotzdem richten wir den Blick in die Zukunft“, so Gazinski. Beim Amt des zweiten Präsidenten, das bisher von Christian Dirscherl und Christian Decker bekleidet wurde, gibt es eine Änderung. Ben Loibl und Florian Kestler werden dieses übernehmen.
Dafür dankte ihnen der Faschingspräsident und auch den ehemaligen zweiten Präsidenten für ihren Einsatz, die gute Zusammenarbeit und dass sie die Fasenacht weiterhin mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung begleiten. Und trotz des Namens „Immer dieselben“ gelte auch: „Interessierte können sich dem Faschingskomitee gern noch anschließen.“
Neben dem ersten und den beiden neuen sowie den beiden bisherigen zweiten Präsidenten gehören Ehrenpräsident Herbert Kestler, Sandra Maier (Kassier), Gerd Wutz, Christoph Maier und Martin Maier (Faschingszeitung), Andreas Porsch (Ansprechpartner Zädungsdandla), Carolin Weitzer (Garde), Franzi Heilingbrunner (PR, Socia Media/Garde), Hans-Jürgen Porsch, Marion Reitinger und Sebastian Kunert zum Faschingskomitee.

„Besonders erfreulich ist, dass wir wieder eine Garde haben“, so der Fasenachts-Präsident. Die Freude darüber ist so groß, „dass wir gesagt haben, sie bekommen neue Kostüme“. Die alten Kostüme waren schließlich bereits 18 Jahre alt; eine Schneidermeisterin ist gerade dabei, neue zu nähen.
14 Mädels zwischen 14 und 21 Jahren, mehr als in den Vorjahren, zählen zur Faschingsgarde. Sie trainieren unter der Leitung von Caro Weitzer, Judith Pregler und Stefanie Pscherer. Die Garde würde auch außerhalb von Rötz auftreten, informierte Gazinski, dazu könne man über die Homepage anfragen.
Man wird es erfahren...
Wie man die Ankunft von „Waldraut und Marichen“ (man beachte die Schreibweise) in dem aus München gecharterten Helikopter noch toppen wolle, fragten sich die Komitee-Mitglieder am Schluss der ersten großen Besprechung zur Fasenacht – etwa vielleicht „mit einem Kreuzfahrtschiff, das die Schwarzach rauf fährt“? Man wird es erfahren: Am Faschingsdienstag 2026.