Winterzauber in Schwandorf: Macher setzen wieder auf Kunsteis und professionelles Christkind

Der Winterzauber in Schwandorf hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Von Jahr zu Jahr wächst der Markt: Auch heuer gibt es erneut ein paar zusätzliche Buden und mehr Kulinarik. Ein Christkind, das wiederholt bei einer örtlichen Agentur gebucht werden konnte, soll die Kinderaugen zum Strahlen bringen. Und Wintersportfans steht nach der Kritik an der Plastikbahn im Vorjahr wieder eine Eisfläche aus Kunsteis zur Verfügung. Einziger Wermutstropfen: Die Nutzungsgebühren steigen leicht.
Der Winterzauber im Stadtpark findet heuer von Freitag, 28. November, bis Dienstag, 6. Januar 2026, statt. Geöffnet ist von Montag bis Donnerstag von 15 bis 20 Uhr. Freitags und samstags ist von 14 bis 21 Uhr Betrieb. An Sonntagen empfängt der Winterzauber von 14 bis 20 Uhr seine Besucher. Nur am 24. und 25. Dezember sowie am 1. Januar sind der Markt und die Eislaufbahn geschlossen.
Letztere ist in diesem Jahr wieder aus Kunsteis. Im Vorjahr war die Bahn erstmals aus Kunststoff. Das hatte für Kritik bei einigen Gästen gesorgt, die aufgrund eines fehlenden Gleitgefühls nicht so wirklich Gefallen an der Plastikbahn gefunden hatten. Heuer sollen die Kufen auf der 300 Quadratmeter großen Fläche wieder besser laufen.
Höhere Betriebskosten sorgen für höhere Nutzungsgebühren
Da durch das Kunsteis die Betriebskosten höher ausfallen dürften, haben sich die Macher des Winterzaubers dazu entschieden, die Nutzungsgebühren „geringfügig“ anzupassen, wie Stadtsprecher Andreas Hofmeister auf Anfrage der MZ berichtete. Konkret heißt das: 50 Cent mehr. Im vergangenen Jahr zahlten Erwachsene vier Euro pro Stunde, Kinder bis 14 Jahren zwei Euro.
Gesetzt ist für die Organisatoren auch heuer wieder ein professionelles Christkind, das eine Agentur schickt. Das war schon bei den vergangenen beiden Auflagen der Fall. Nicht jedem Schwandorfer gefiel im Vorjahr diese Entscheidung, doch „aufgrund der zahlreichen positiven Rückmeldungen seitens der Winterzauber-Besucher“ wolle man auch heuer „die erfolgreiche Zusammenarbeit“ mit der Agentur „Zauberhafte Welt – das lebendige Märchenbuch“ fortsetzen, sagte Pressesprecher Hofmeister.

Und in der Tat: Dutzende Kinder waren im Vorjahr von den Auftritten des Christkinds begeistert und belagerten dieses förmlich. Heuer wird es am Eröffnungstag (28. November, 17 Uhr) sowie jeden Sonntag um 15 Uhr auftreten. Zusätzlich wird es am 6. Dezemberum 16 Uhr den Winterzauber besuchen.
Was das Schwandorfer Christkind bei seinen Auftritten im Stadtpark verdient, bleibt ein Geheimnis. „Da die Gage Teil des Vertragsinhalts ist, können zu den Kosten von städtischer Seite keine näheren Angaben gemacht werden“, erklärte Hofmeister. Er versicherte jedoch, dass sich der Lohn – wie in den Jahren zuvor – an der Summe orientiere, die die früheren Schwandorfer Christkinder erhalten haben.
Aufbauarbeiten starten bereits in den kommenden Tagen
Wer derzeit durch den Schwandorfer Stadtpark schlendert, sieht noch nichts vom Winterzauber. Schnee ist Anfang November sowieso noch Mangelware. Und die Buden und die viele Dekoration sind auch noch nicht zu sehen. Bereits in den kommenden Tagen wird sich das ändern, wie Hofmeister ankündigte. Denn der Aufbau des diesjährigen Winterzaubers steht schon in den Startlöchern.

Im Vorjahr gab es 27 Verkaufsstände, heuer sollen insgesamt 30 Buden aufgebaut werden. Das Angebot wird also auch in diesem Jahr etwas wachsen. Neu dabei sind beispielsweise Pizza und Tapas. „Außerdem gibt es erstmalig eine Brezenbackstube“, informierte der städtische Pressesprecher vorab. Weitere Details zum Winterzauber und seinem Programm sollen bei einem Pressegespräch am 17. November bekanntgegeben werden.
Lasershow an Silvester soll auch heuer ein Höhepunkt werden
Auch heuer dürfte es wieder einige Höhepunkte geben. So sollen zum Beispiel ein Eisschnitzer und Stelzenläufer die Blicke auf sich ziehen. Fest steht schon jetzt, dass es an Silvester wieder eine Lasershow im Stadtpark gibt. Daneben sollen mehrere Perchtenauftritte die Besucher auf den Markt locken. Konkret sind die Oberpfälzer Schlossteufel (29. November), die Wackersdorfer Turmkramperl (20. Dezember) und die Wackersdorfer Groumdeifl’n (4. Januar) gebucht.
