Hier operiert ein Roboter am Knie: Revolutionäre OP erstmals in der Kreisklinik Wörth

Von Mittelbayerische Zeitung · 6. November 2025 um 15:00

An der Kreisklinik Wörth (Landkreis Regensburg) wurde erstmals eine Knie-Endoprothese mit robotergestützter Technologie implantiert, berichtet das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Das zukunftsweisende Verfahren ermöglicht nun eine hochpräzise, auf die Anatomie des einzelnen Patienten abgestimmte Implantation ermöglicht.

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„Mit dieser innovativen Technik können wir die individuellen anatomischen Gegebenheiten unserer Patientinnen und Patienten noch besser berücksichtigen“, erklären Chefarzt Dr. med. Fritz Ottlinger, Prof. Dr. med. Franz-Xaver Köck und Dr. med. Christoph Schrafstetter, Senior-Operateure am Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung an der Kreisklinik Wörth. „Die robotergestützte Operation sorgt für eine höhere Genauigkeit bei der Positionierung des Implantats, was in der Regel zu einer verbesserten Gelenkfunktion, höheren Stabilität und einem natürlicheren Bewegungsgefühl führt. Zusammen mit unserem Fast-Track-Nachbehandlungskonzept führt diese Verbesserung zu einer weiteren Optimierung in der Nachbehandlung und damit zu einer rascheren Genesung unserer Patienten.“

Velys Roboter von Johnson & Johnson

Die VELYS-robotergestützte Lösung des Medizintechnikunternehmens Johnson & Johnson MedTech arbeitet mit dem ATTUNE-Kniesystem, das Beweglichkeit und Stabilität des natürlichen Kniegelenks nachempfindet. Durch die Kombination aus digitaler Präzision und bewährtem Implantatdesign soll die Genesung für die Patientinnen und Patienten beschleunigt werden.

Landrätin Tanja Schweiger betont in der Pressemitteilung des Landratsamts die Bedeutung der Investition: „Die Einführung der robotergestützten Kniechirurgie ist ein weiterer Schritt, um die medizinische Versorgung im Landkreis Regensburg auf höchstem Niveau sicherzustellen. Es freut mich sehr, dass die Kreisklinik Wörth mit dieser Innovation zu den modernsten orthopädischen Zentren der Region und darüber hinaus zählt.“ Krankenhausdirektor Martin Rederer ist begeistert: „Wir erreichen mit dieser Technologie ein weiteres Level in der Patientenversorgung an unserer Kreisklinik.“

Wörth kooperiert mit Neutraubling und Straubing

Damit setzt die Klinik Wörth mit den beiden renommierten orthopädischen Facharztpraxen MedArtes Neutraubling und OCS Straubing ihre strategische Weiterentwicklung im Bereich der Endoprothetik fort. Bereits seit Jahren ist die Klinik überregional für ihre qualitativ hochwertige orthopädische Versorgung bekannt. Der Einsatz modernster digitaler Systeme, Implantate und OP-Techniken stärkt diese Position weiter und eröffnet Patientinnen und Patienten neue Möglichkeiten einer individuell angepassten und präzisen Gelenkchirurgie.