Wird der Reitmeier in Waldmünchen gekauft? Erklärungsbedürftiger Beschluss des Stadtrates

Von Martin Hladik · 5. November 2025 um 14:59

Die Stadt hat jetzt ihr Interesse , das ehemalige Kaufhaus Reitmeier zu erwerben, bekräftigt und den Zeitpunkt einer möglichen Kaufentscheidung öffentlich gemacht. Doch ob der Ankauf wirklich stattfindet, bleibt offen. Die Entscheidung hängt dabei von mehreren Faktoren ab.

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Um sich die Option des Ankaufs des ehemaligen Kaufhauses offenzuhalten, wurde in der Stadtratssitzung am Dienstag ein Förderantrag gestellt. Das war notwendig, um sich die mögliche 60-prozentige Förderung zu sichern.

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„Stadt strebt Erwerb an“

In den Stadtratsanträgen zur Städtebauförderung heißt es deswegen: „Die Stadt strebt an, dieses Gebäude zu erwerben, umzubauen und für öffentliche Zwecke zu nutzen.“ Weiter heißt es: „Das Objekt müsste im Jahr 2026 erworben werden.“ Allerdings muss man dazu wissen, dass die Deutlichkeit dieser Formulierung etwas mit den Förderanträgen zu tun hat. Würde die Stadt in einem offiziellen Antragstext andeuten, dass der Kauf nur eine zweite Option ist, würde der Antrag vermutlich abgelehnt werden, erklärte der derzeit amtierende zweite Bürgermeister Martin Frank im Nachgang der Sitzung. Zum möglichen Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Doch warum ist der Kauf nur eine Option? Im Mai dieses Jahres hatten sich die Stadträte in einer Klausurtagung mehrheitlich dafür entschieden, eine neue Veranstaltungshalle nicht im Kaufhaus Reitmeier zu errichten, sondern dafür den Standort der bisherigen Festhalle am Jahnplatz zu nutzen. Damit wäre der Kauf eigentlich vom Tisch. Denn beide Projekte zu verwirklichen, könnte sich die Stadt vermutlich nicht leisten. Zumal die Stadt auch die TV-Halle erworben hat und hierfür Ideen hat.

Reitmeier bleibt Option

Bürgermeister Markus Ackermann hatte schon bei der Vorstellung der Entscheidung für die Halle am Jahnplatz mehrfach darauf hingewiesen, dass sich die Stadt die Option für das Kaufhaus offen halten muss, falls der Bau der Veranstaltungshalle am Jahnplatz doch nicht gelingen sollte.

Denn die 2/3-Mehrheit für eine Veranstaltungshalle am Jahnplatz könnte noch einmal ins Wanken geraten, wenn die Machbarkeitsstudie für die Halle am Jahnplatz vorliegt. Das soll Anfang 2026 geschehen. Denn dann geht es auch um die konkreten Kosten. Und die könnten gegen die Festhalle sprechen, weil hier keine Fördergelder zu erwarten sind. Das Gebäude liegt nämlich außerhalb der Innenstadt und damit außerhalb des Fördergebietes.