Nach fünf Jahren: Regensburg gibt Leerstand in Stadtamhof auf

Von Heike Haala · 5. November 2025 um 19:00

Wie viel Miete zahlt die Stadt wohl für die Räume mit 150 Quadratmetern Fläche in Stadtamhof in Regensbrug? Wie lange werden sie noch leer stehen? Und was könnte dort einmal hineinkommen? Über der Adresse An der Schierstadt 2 schweben seit Jahren viele Fragezeichen. Das tun sie auch jetzt noch, allerdings ist die Stadt bald aus der Nummer raus.

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Im Februar hatte Juliane von Roenne-Styra, Pressesprecherin der Stadt, noch die Auskunft erteilt, dass die Verwaltung Nutzungsmöglichkeiten prüfe und mit dem Vermieter zum weiteren Verlauf des Mietvertrages in Verhandlungen stehe. Jetzt sagt sie, dass das Mietverhältnis durch eine Mietauflösungsvereinbarung Ende November enden soll.

Die Frage nach den Kosten

Keine Angaben macht sie dazu, wie viel Geld die Stadt seit der Anmietung Ende 2020 in die Räume gesteckt hat und zu welchen Bedingungen der Vertrag aufgelöst werden konnte. „Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der schutzwürdigen Belange Dritter keine Auskünfte zur Miethöhe und zu den Konditionen der Mietauflösungsvereinbarung erteilt werden dürfen“, sagt die Pressesprecherin. Dem Vernehmen nach soll die Miete 25 000 Euro pro Jahr betragen.

Angemietet hatte die Stadt die Fläche mit zwei Optionen: In den vergangenen Jahren sollte zunächst die Mittagsbetreuung für die Gerhardinger Grundschule Stadtamhof-Steinweg darin untergebracht werden. Zudem waren die Räume als zentraler Erinnerungs- und Begegnungsort im Gespräch. Umgesetzt werden konnte weder das eine noch das andere. „Eine Genehmigung für eine Mittagsbetreuung durch die Regierung der Oberpfalz wurde aufgrund der Entfernung zur Schule und der Eignung der Flächen jedoch abgelehnt“, hatte von Roenne-Styra zuletzt zu dem Leerstand erklärt.

Daraufhin sei ein Auftrag an das Bildungsreferat ergangen, um ein Konzept für einen Gedenk- und Erinnerungsort mit Vereinsnutzung zu erstellen. Vor zwei Jahren habe sich dann herausgestellt, dass eine Nutzungsänderung in eine Begegnungsstätte oder in einen Gedenk- und Erinnerungsort als öffentliche Einrichtung einer neuen bauordnungsrechtlichen Genehmigung bedurft hätte.

Umbauten und Eingriffe

Die Folge wären technische Eingriffe und Umbauten gewesen, die allerdings kritisch gesehen worden seien: „Da die vorgefundene Situation nicht den heutigen technischen Vorschriften entspricht“, so die Begründung der städtischen Pressesprecherin. Zudem hätte die Stadt nicht nur dies laut von Roenne-Styra finanzieren müssen, sondern auch Investitionen für eine zeitgemäße Nutzung für Veranstaltungen.

Auch war Ende 2023 der damalige Leiter der Stabsstelle für Gedenk- und Erinnerungsarbeit ausgeschieden, die Stelle blieb vakant. Ab August 2024 wurde die Stelle kommissarisch in Teilzeit neu besetzt. Seit Januar gibt es eine neue Leitung. Diese widmet sich sowohl der Erinnerungs- und Gedenkkultur als auch einem Schwerpunkt auf pädagogischer Arbeit mit Schulklassen im Hinblick auf Gedenken, Erinnern, Extremismusprävention und Demokratiebewahrung. Die Eignung der Räume des Gebäudes „An der Schierstadt 2“ sei laut von Roenne-Styra dahingehend zwar erneut untersucht, jedoch für ungeeignet befunden worden. Zuletzt suchte die Stadt noch nach geeigneten Räumen für diese Arbeit.