Flederwisch und Wildgarten ziehen Jahresfazit und freuen sich über Nominierung für Award

Von Alexander Frimberger · 2. November 2025 um 15:00

Rolf (v. li.) und Alex Schüler sowie Uli Stöckerl - Foto: Alexander Frimberger

Zufriedene Gesichter beim Termin im Café der Erlebniswelt Flederwisch. Das Geschäftsjahr lief prima. Auch im Wildgarten zeigt die Erfolgskurve nach oben. Nach Landesgartenschau geschuldeter Kreativpause in beiden touristischen Vorzeigeeinrichtungen, soll es 2026 wieder viel neues geben.

Neben Kaffeetassen steht auf dem Tisch noch eine kleine Statue mit ausgebreiteten Armen. Darüber freuen sich die Brüder Alex und Rolf Schüler und Ulrich Stöckerl besonders. Es ist der Wanderpokal des Bayerwald-Awards.

Der Pokal wandert weiter

Der wird von herausragenden touristischen Einrichtung an Kollegen weitergegeben. Die Further treten werbetechnisch immer als Dreigestirn Wildgarten, Flederwisch und Felsenkeller auf. Erhalten haben sie den kleinen Mann vom Betreiber der Sommerrodelbahn in Sankt Englmar. Rund zehn Tage bleibt er in der Drachenstadt und wird dann an einen noch zu überlegenden Kollegen weitergegeben. „Wer den Wanderpokal einmal in der Hand gehalten hat, ist für den Award im kommenden Jahr nominiert“, so Alex Schüler. Zufriedenheit herrscht auch mit Blick auf das Jahresfazit. Am 9. November geht die Erlebniswelt in die Winterpause. Alex Schüler betont aber, dass Führungen nach Anmeldung jederzeit möglich sind.

Das Jahr lief überschnittlich gut, sagt sein Bruder Rolf. Natürlich habe man analysiert, woran das gelegen hat. „Nach unserem Dafürhalten war gar nicht die Landesgartenschau so ausschlaggebend.“ In den vergangenen Jahren sei der Bekanntheitsgrad kontinuierlich gestiegen. Zu einem Großteil durch Mundpropaganda zufriedener Besucher. Neues habe man in dieser Saison nicht angepackt. Dafür waren die drei Touristiker zu sehr mit dem Schattengarten auf der Landesgartenschau beschäftigt.

Doch für 2026 kündigen die Schüler-Brüder Neuerungen an. Gegenüber des Eingangs steht das alte Zollhaus, gebaut 1863 zu Zeiten der ungarisch-österreichischen Donaumonarchie. Die ersten Überlegungen waren, es wegzuschieben. Doch dann habe man festgestellt, dass die Substanz super ist und sich innen bis zu 3,30 Meter hohe Räume mit Verzierungen befinden. Außen und innen wird derzeit kräftig gewerkelt. Was dort entsteht, ist aber noch ein großes Geheimnis.

Wildgarten auch im Winter

Keine Winterpause macht der Wildgarten, auch wenn die Kasse nicht immer besetzt ist. Dann gibt es am Eingang eine Spendenkasse, die auch gut befüllt wird, freut sich Stöckerl. Der Gedanke sei einfach, Besuchern auch im Winter Freizeitangebote zu machen. Auch er hat im Bereich neue Innovationen wegen des LGS-Engagements eine Pause eingelegt. Im Frühjahr aber geht es mit Landkunst-Objekten wieder in die Vollen. Rund 50 Stück werden aufgestellt.

Die Namen Stöckerl und Schüler stehen gemeinsam auch für die Felsenkeller, die im Winter ebenfalls besucht werden können. Allerdings nur im Rahmen von Führungen. Ab 5. November gilt: Montag 14 Uhr, Mittwoch und Freitag elf Uhr und Sonntag elf und 14 Uhr.

Bayerwald-Award

Auf der Internetseite des Veranstalters heißt es: Der Bayerwald-Award ehrt Menschen, die Besonderes im und für den Bayerischen Wald leisten. Er ersetzt keine andere Preisverleihung – er ergänzt sie. Eine große Jury aus herzlichen Menschen wie Du und Ich aus allen Landkreisen des Bayerischen Waldes ermitteln die Gewinner aus öffentlichen Nominierungen.Hat man den Pokal erhalten, gibt man ihn nach spätestens zehn Tagen weiter. Es geht darum, die Vielfältigkeit der Region zu zeigen. Der Wanderpokal soll auf seiner Reise alle erreichen. „Es ist der Wanderpokal des Awards, nicht der Award selbst, somit ist es auch keine Pokalverleihung, sondern eine Pokalübergabe.“