Nun offiziell eine Naturpark-Schule: Grundschule in Dieterskirchen erhält Zertifizierung

Bei einem kleinen Festakt wurde der Grundschule Dieterskirchen am Freitag die offizielle Zertifizierung als Naturpark-Schule überreicht. Bereits im Februar 2023 hatten die Verantwortlichen der Bildungseinrichtung einen Kooperationsvertrag mit dem Naturparkverein Oberpfälzer Wald unterzeichnet. Er bildete die Basis für die jetzige Zertifizierung.
Die Schüler gestalteten zusammen mit ihren Lehrkräften ein Rahmenprogramm für den feierlichen Anlass. Den Schwerpunkt bildeten natürlich die zahlreichen Projekte und Aktionen, die letztendlich die Qualifikation zur Naturpark-Schule eingebracht hatten.
Große Unterstützung vieler Partner
Schulleiter Lothar Drachsler verband die Begrüßung gleich mit Worten des Dankes an viele Adressen von Unterstützern der Projektarbeit, von der Naturparkrangerin Anna Spiller über den Elternbeirat bis hin zum Förderverein und den Obst- und Gartenbauverein (OGV) Dieterskirchen. Er begründete im Weiteren, warum die Schule großes Glück habe, da sie eingebettet inmitten landschaftlicher Areale liege, die zum Naturpark Oberpfälzer Wald gehörten. Das Glück sah er ebenso in der tätigen Unterstützung durch zahlreicher Partner und Institutionen bis hin zu Verbänden, Ämtern und Behörden.
Er sah das große Glück auch darin, dass es der Schule überhaupt ermöglicht werde, sich so viele Prädikate erwerben zu können. Drachsler erinnerte daran, dass die Grundschule bereits die Titel Gute gesunde Schule und Umweltschule verliehen bekommen habe und nun die Naturpark-Schule dazukomme.

Er gab einen kurzen Überblick über die „Baugebiete“ auf dem Schulgelände, unter anderem mit dem Bau von Erdbadewannen, Höhlen und Tipis aus Laub, Zweigen und Ästen, Chillout-Räumen im Grünen, der Planung von Spielplätzen oder der Schaffung eines Fitnessraumes und eines Ladens in Hecken. Nicht unerwähnt blieb die Beschäftigung mit Honig- und Wildbienen und dem Bau je eines großen Bienen- und Insektenhotels.
Erkundungen auf dem Obstlehrpfad
Die Schüler listeten weitere Tätigkeiten auf, von Erkundungen auf dem Obstlehrpfad, dem Kulzer Moos und dem Bachlauf der Ascha, dem Herstellen und Seifen, Salben und Tees, zusammen mit einer „Kräuterhexe“ oder der erfolgreichen Teilnahme am Malwettbewerb des Naturparkvereins. Als „wunderschön“ bezeichneten die Kinder ihr jüngstes Projekt: Landart im Zukunftswald mit der Künstlerin Pauline Adler.
Wir wollten die Natur nicht nur vor der Tür haben, sondern auch im Herzen unserer Schule verankern.Anita Forster, Bürgermeisterin von Dieterskirchen
Landrat Thomas Ebeling (CSU), in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Naturparkvereins, zeigte sich beeindruckt von der Leistung der Schüler im Rahmen der Aktionen und Projekte, die auch in einer eindrucksvollen Fotoshow präsentiert worden waren. Viele tolle Sachen seien aus dieser seinerzeit vertraglich geschlossen Kooperationen hervorgegangen. Alle könnten sich über die Ergebnisse glücklich schätzen.

Gern überreiche er aus diesem Grund auch die Urkunde mit der dazugehörigen Plakette, welche den offiziellen Titel einer Naturpark-Schule beinhalteten. „Ich sage einfach allen meinen Dank fürs Mitmachen“, schloss er.
Natur und Nachhaltigkeit sind nicht nur Schlagworte
Dieterskirchens Bürgermeisterin Anita Forster (CSU) stellte heraus, mit der Auszeichnung als Naturpark-Schule werde gezeigt, dass Natur, Nachhaltigkeit und regionales Bewusstsein hier nicht nur Schlagworte seien, sondern gelebt würden. Schon der Vertragsabschluss sei ein Versprechen gewesen. „Wir wollten die Natur nicht nur vor der Tür haben, sondern auch im Herzen unserer Schule verankern“, sagte sie.
Dieses Versprechen seien mit all den Aktionen mehr als erfüllt worden. Gewachsen sei dadurch die Begeisterung der Kinder, die Zusammenarbeit zwischen Schule, Gemeinde und Naturpark sowie das Bewusstsein, dass jeder die Verantwortung für die Umwelt trage. Die Gemeinde habe dazu gern unterstützend beigetragen.
Ein Lob galt den Lehrkräften, die mit Kreativität und Begeisterung den Unterricht nach draußen verlagert hätten, ebenso wie allen Unterstützern. „Was man in jungen Jahren liebt, schützt man ein Leben lang“, gab Forster allen mit auf den Weg. Ein Lob gab es auch noch einmal für die musikalischen Beiträge einzelner und aller Schüler, welche den Festakt abrundeten.