Gemeinde Wackersdorf investiert 6,2 Millionen für die Straßensanierung

Von Max Schmid · 31. Oktober 2025 um 17:00

Die Gemeinde Wackersdorf (Landkreis Schwandorf) investiert in den kommenden Jahren rund 6,2 Millionen Euro in die Sanierung dreier Straßenzüge. An der Irlacher Dorfstraße, der Rauberweiherhauser Straße und der Eichenstraße werden dann auch neue Versorgungsleitungen verlegt. Das wurde bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats bekannt.

Die Sitzung, zu der rund 30 Zuhörer kamen, stand ganz im Zeichen von Straßenerneuerungen. Bürgermeister Thomas Falter (CSU) informierte zum Auftakt, dass vor Beginn der Sanierungen Anliegerversammlungen durchgeführt werden, in denen die Bürger über Details wie Sperrungen informiert werden. Der Ausbau der drei Straßen koste die Anwohner nichts, hob Falter hervor. Die Gemeinde Wackersdorf habe noch nie Ausbaubeiträge erhoben; ohnehin seien die Ausbeiträge im Freistaat abgeschafft worden.

Reiner Roith vom Büro Derori Entwicklungs-GmbH in Regenstauf nannte den 14 anwesenden Gemeinderäten Details über die Sanierung der Irlacher Dorfstraße. Die Straßenbreite bleibt nach seinen Worten bei 4,10 Metern im Bestand. Die Fahrbahn soll aber etwas verschoben werden, um Platz für einen 1,80 Meter breiten Gehsteig zu schaffen.

Gehsteige werden niedriger

Die Entwässerung werde über einen Straßengraben erfolgen, im Rahmen der Arbeiten der fehlende Ringschluss der Wasserleitung nach Irlach gebaut und das Gewerbegrundstück an der Straße an das Kanal-Trennsystem angeschlossen. Die voraussichtlichen Kosten bezifferte Roith auf rund 546 000 Euro. Eine Förderung gebe es lediglich für die neuen Kanal- und Wasserleitungen. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2026 beginnen und zum Jahresende abgeschlossen sein.

Die geplante Höhe der Gehsteigkante mit zehn Zentimetern wurde im Gremium ausführlich diskutiert. Man einigte sich schließlich auf eine Niederbordregelung mit drei Zentimetern Höhe.

Norbert Burger vom Büro BBI Ingenieure aus Regensburg informierte anschließend über die Sanierung der 640 Meter langen Rauberweiherhauser Straße, die in zwei Bauabschnitten (BA) erfolgen soll. Dabei soll auch ein 1,80 Meter breiter Gehweg gebaut, ein neuer Mischwasserkanal verlegt und die Wasserleitung und Straßenbeleuchtung erneuert werden.

Im ersten Bauabschnitt soll die Straßenbreite innerorts bis zur Brücke 4,50 Meter betragen. Die Arbeiten werden Anfang 2026 beginnen und voraussichtlich zum Jahresende fertig sein. Im zweiten Bauabschnitt außerorts der Ortschaft bis zur Bösellohe soll die Straße 5,50 Meter breit werden. Hier werden die Arbeiten ind en Jahren 2027 und 2028 ausgeführt. Planer Burger bezifferte die Kosten für Bauabschnitt eins auf rund 1,7 Millionen Euro und für Abschnitt zwei auf rund 660.000 Euro. Die Abstimmung über die Baumaßnahme erfolgte einstimmig. Zuvor hatte Bürgermeister Thomas Falter auf eine Unterschriftenliste von 46 Rauberweiherhauser Bürgern, wonach im Rahmen der Sanierung auch ein Gehweg gebaut werden sollte.

Drittes Sanierungsprojekt mit den höchsten Investitionskosten war die Eichenstraße auf einer Länge von 750 Metern. Auch hier sollen die Arbeiten in zwei Bauabschnitten in den Jahren 2026 und 2027 erfolgen, so Michael Kuchenreuter vom Büro EBB Ingenieursgesellschaft aus Zeitlarn.

Bürgermeister Falter informierte vorab, dass nach einer hydrodynamischen Kanalnetzberechnung festgestellt worden sei, dass die Rohrdimension des Mischwasserkanals erheblich erhöht werden müsse. Dabei müssten auch zwei Halterungen in der Schwandorfer Straße bis zur Auffahrtsrampe zur B85 erneuert werden. Dies wiederum bedeute, dass die Ortseinfahrt an der Schwandorfer Straße für vier bis sechs Wochen komplett gesperrt werden müsse.

Gerhard Eilers ist Wahlleiter

Der Planer bezifferte die Gesamtkosten beider Bauabschnitte auf rund 3,9 Millionen Euro. Der Gemeinderat genehmigte den Entwurf des Planungsbüros; nun sollen Mitte Januar 2026 die Ausschreibung erfolgen und die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt im Frühjahr beginnen.

Bei einem weiteren Beschluss wurde mehrheitlich festgelegt, dass bei der nächsten Verkehrsschau mit der Polizei die Möglichkeit geprüft werden soll, die Eichenstraße nach der Sanierung in eine Zone 30 umzuwandeln. In der Sitzung wurde außerdem Gerhard Eilers zum Gemeindewahlleiter und Gabriele Wiendl (Verwaltung) zur stellvertretenden Wahlleiterin für die Kommunalwahl am 8. März 2026 bestellt.

Weitere Themen

• Einwohner: Wie Bürgermeister Thomas Falter informierte, erhielt die Gemeinde auf Basis des Zensus vom Landesamt für Statistik die Nachricht, dass die Einwohnerzahl der Gemeinde zum 30. Juni 2025 bei 5401 Personen liege. Damit ergebe sich im Vergleich zum 31. Dezember 2024 ein Plus von 37 Einwohnern, so der Bürgermeister.

• Termine: Falter verwies auf die nächste Ehrenamtsgala am 10. Juli 2026 und rief dazu auf, Vorschläge einzureichen. – Der Volkstrauertag wird am 15. November mit einem Gottesdienst um 18 Uhr und anschließendem Marsch zum Kriegerdenkmal begangen. In Heselbach findet die Gedenkfeier am 16. November um 8.30 Uhr statt.