Hofer Filmtage: „Im Zeichen des Drachen“ mit Szenen aus Furth im Wald erregt viel Aufmerksamkeit

Von Alexander Frimberger · 30. Oktober 2025 um 11:00

Zum 59. Mal gingen Ende Oktober die Hofer Filmtage über die Bühne. An den sechs Veranstaltungstagen wurden 15.500 Tickets verkauft, 153 Kurz- und Langfilme gezeigt. Mit dabei auch der Krimi: „Im Zeichen des Drachen“. Entscheidende Szenen des Films wurden in Furth im Wald im Landkreis Cham gedreht.

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In insgesamt fünf Kategorien war der Film für einen Preis nominiert. Geworden ist es keiner. „Das war von vorneherein klar“, sagt Regisseur Enrico Saller, der trotzdem von einem grandiosen Erfolg für sein Projekt spricht. „Schon die Nominierung ist der Sieg“, sagt Saller. Demnach gewinnen regelmäßig Streifen, die eine soziale Botschaft zum Thema haben.

Gruppenbild mit Schauspielern, Regisseuren und anderen Personen des Filmteams bei den Hofer Filmtagen - Foto: Melina Seitz

Die hat „Im Zeichen des Drachen“ natürlich nicht. In dem Krimi geht es um den Kriminalpolizisten Michael, der bei einem Einsatz sein Gehör verliert und sich aus dem aktiven Dienst zurück zieht. Jahre später bittet ihn seine ehemalige Kollegin, ihr zu helfen, einen mysteriösen Fall um eine gefährliche Drachensekte zu lösen. Natürlich hat da auch der Further Drache eine tragende Rolle. Neben Stars wie Erol Sander, Amira Aly, Nastassja Kinski, Erdogan Atalay, Charles Rettinghaus, Susan Hoecke, Guido Broscheit, Johannes Berzl, Verena Kringe, Max Ortner war Fanny während der Filmtage viel beachtet. „Viele Leute haben uns gefragt, ob der wirklich echt ist oder nur computergeneriert.“ Saller kann sich gut vorstellen, dass das Neugierige nach Furth im Wald lockt, denn: Hätte es einen Publikumspreis gegeben, „Im Zeichen des Drachen“ würde wohl ganz vorne stehen. „Nach dem Film am Eröffnungstag, war unserer der meist Gesehene.“ Alle drei Vorführen seien komplett ausverkauft gewesen. Und es gab hinterher großen Applaus. „Bei Premieren wird immer applaudiert“, sagt Saller und ergänzt: „Aber wir haben schon sehr viel Zuspruch bekommen.“ Als genialen Schachzug kann man wohl bezeichnen, dass Aly eine tragende Rolle übernommen hat. „Der Presserummel um sie war sehr groß. “Was Saller und seine Partnerin Marina Hoeft, die ebenfalls Regie geführt hat, besonders freut: „Wir haben sehr viele liebe Nachrichten bekommen.“ Gab es denn auch Kritik? „Eine Person hat nach einer Vorstellung zu mir gesagt, der Film sei ihm zu amerikanisch gewesen. Das sehe ich aber eher positiv.“

Einigkeit herrschte beim Publikum auch, dass die Orte, an denen gedreht wurde, unglaublich sind. In Furth waren das beispielsweise die Drachenhöhle und der Stadtplatz. Die Protagonisten des Films hetzen aber durch alle Landkreise des Bayerischen Waldes. Daher wird es auch überall Premieren geben. Los geht es im Februar oder März, vermutet Saller. In Städten wie Cham, Passau, Freyung und Deggendorf sei das kein Problem. Etwas problematisch aufgrund der Kinogrößen könnte es bei dem vermuteten Andrang im Landkreis Regen werden.

Vorführung in der Parkarena

Auch die Parkarena wäre für ihn ein toller Ort für eine Vorführung. Vor allem, wenn dann Fanny höchstpersönlich vorbeischauen würde. Aber eher später im Jahr, wenn die Temperaturen höher sind. Auch die Kinonacht am Drachensee kann er sich als Location gut vorstellen. Nach den Premieren soll der Film nicht nur in Bayerischen Kinos, sondern in ganz Deutschland gezeigt werden.

Drehtag 2: Gruppenfoto mit Further Statisten - Foto: Alexander Frimberger
Drehtag 2: Der Kameramann filmt aus der Vogelperspektive - Foto: Alexander Frimberger
Drehtag 2: Regisseur Enrico Saller beobachtet die Dreharbeiten - Foto: Alexander Frimberger
Drehtag 2: Achtung, Klappe, Film ab - Foto: Alexander Frimberger
Drehtag 2: Ganz schön gruselig - Foto: Alexander Frimberger
Drehtag1 : Besprechung in der Drachenhöhle - Foto: Alexander Frimberger
Drehtag 2: Szene am Set - Foto: Alexander Frimberger

Eine Fortsetzung ist im Übrigen noch nicht in konkreter Planung. Allerdings hat man das Ende so angelegt, dass das möglich ist. „Ideen habe ich natürlich schon im Kopf.“ Aber wie so oft ist es auch eine Frage von Geldgebern.

Marina Hoeft und Enrico Saller. - Foto: Melina Seitz

Der Fernwehpark in Oberkotzau bei Hof ist eine Ansammlung von Ortsschildern aus aller Welt. Damit soll ein Zeichen für globalen Frieden gesetzt werden. Auf der Internetseite des Vereins heißt es: „Wir, der Fernwehpark Verein, sind der Meinung, dass alle Menschen auf dieser Welt das Recht haben, in Frieden miteinander zu leben. Unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht und Religion.“ Zu den Schildern gehören auch Star-Handabdrücke. „Damit heben die Stars symbolisch die Hand gegen Ausländerfeindlichkeit, gegen Rassismus, und für eine friedvollere Welt.“ Zu ihnen gehören jetzt auch Amira Aly und Erdogan Atalay.

Drehtag 2: Die Feuerwehr hilft dem Kamerateam - Foto: Alexander Frimberger
Drehtag 2: Kurze Pause am Set - Foto: Alexander Frimberger
Drehtag 2: Er sorgt für den richtigen Ton - Foto: Alexander Frimberger
Drehtag 2: am Schlossplatz hängt eine Leiche - Foto: Alexander Frimberger
Drehtag 2: Besprechung am Set - Foto: Alexander Frimberger