Für weniger Verkehr in der Regensburger Altstadt: Verwaltung plant mehr Packstationen

Von Philip Hell · 29. Oktober 2025 um 15:28

Fast über Nacht hat die Stadt Regensburg kürzlich Parkplätze in der Altstadt gestrichen. Und die Verwaltung hat schon das nächste Projekt zur Verkehrsberuhigung im Blick. Es soll noch heuer umgesetzt werden.

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Die Entscheidung der Stadt vor einigen Tagen, Parkplätze in der Thundorferstraße und in der Wöhrdstraße zu entfernen, sorgte für einige Kritik. Dort sollen Fahrstreifen für Räder entstehen. Auch am St.-Peters-Weg fällt eine Spur für Autos weg. CSU-Chef Michael Lehner kritisierte etwa, dass die Verwaltung zu kurzfristig über die Maßnahmen informiert habe. Aufgrund des schlechten Wetters der vergangenen Tage geriet die Umsetzung der Maßnahmen etwas in Stocken.

Die gestrichenen Parkplätze sind Teil der Verkehrsberuhigung der Altstadt, die Mitte Juli von der Stadtpolitik beschlossen wurde. Darin finden sich zahlreiche Maßnahmen, die die Verwaltung umsetzen möchte. Auf MZ-Anfrage hat die Stadt nun mitgeteilt, welche Projekte als nächstes an der Reihe sind.

Mehr Paketstationen für die Regensburger Altstadt: Lieferverkehr soll sich reduzieren

Laut Stadtsprecherin Verena Danner ist angedacht, als Nächstes die Zahl der Packstationen in der Altstadt auszubauen und zu erweitern. Regensburger können dorthin dann Bestellungen aus dem Internet liefern lassen. Das Kalkül der Verwaltung: Durch die neuen Stationen soll der Lieferverkehr in der Altstadt minimiert werden. Zudem soll die Flexibilität der Versanddienstleister erhöht werden.

Stationen sollen zum einen in der Altstadt südlich der Donau entstehen, aber auch in Stadtamhof sowie am Oberen und Unteren Wöhrd. Ziel der Stadt ist es dabei, die Anlagen um den Jahreswechsel herum aufzustellen. Laut Maßnahmenplan der Verwaltung sind die Paketstationen „praktisch und stadtverträglich“. Die Kästen sollen durch passende Materialien und eine günstige Platzierung nicht das historische Stadtbild stören.

Verkehrsberuhigung in der Regensburger Altstadt: Stadt will Maßnahmen „sorgfältig durchplanen“

Pünktlich zu Weihnachten – oder vermutlich etwas später – gibt es also neue Packerlstationen. Und sonst so? „Die weiteren Maßnahmen, die im Rahmen der Verkehrsberuhigung Altstadt umgesetzt werden, benötigen im Vergleich zu den nun laufenden Maßnahmen einen größeren Planungs-, Organisations- und Finanzierungsvorlauf“, sagt Stadtsprecherin Danner. Pläne gäbe es allerdings zur Genüge. Die Beschlussvorlage mit dem klangvollen Namen „Verkehrsberuhigung Altstadt – verkehrlicher Maßnahmenplan – Abschlussbericht“ umfasste immerhin stolze 245 Seiten.

Die Maßnahmen gelte es sorgfältig durchzuplanen – auch im Interesse der Bürger und Gewerbetreibenden, betont Sprecherin Danner. Das solle dafür sorgen, dass die Umsetzung möglichst reibungslos verlaufe. „Die entsprechenden Abstimmungen und Planungen laufen aktuell verwaltungsintern.“