Eine neue Aufgabe in der Heimat: Benedikt Gleixner ist nun Forstrevierleiter in Neunburg

Von Bernd Hofmann · 30. Oktober 2025 um 11:00

Den Wald der Region in die Zukunft lenken – das ist seit 6. Oktober die Aufgabe von Benedikt Gleixner. Er hat das Amt des Forstrevierleiters für den Bereich Neunburg 2 übernommen. Im Neunburger Rathaus erzählte er jetzt über die Aufgaben, die auf ihn zukommen – und welche Herausforderungen der Wald in seinem Dienstbereich mit sich bringt.

Die Kunst in der Beratung ist es, eine maßgeschneiderte Lösung für den Waldbesitzer zu finden.Benedikt Gleixner, Revierleiter in Neunburg

Zum neuen Zuständigkeitsbereich von Gleixner gehört die Stadt Neunburg und der Markt Neukirchen-Balbini. Rund 15 850 Hektar Fläche betreut er, davon sind 6600 Hektar Wald.Gleixners Gebiet gehört zum Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Private Waldbesitzer können bei Fragen rund um ihre Flächen und deren Bewirtschaftung auf ihn vertrauen. Aber diese Waldbesitzer sind nur ein Teil der Arbeit.

Ebenfalls zum Revier gehören Flächen vom Staatsforsten sowie der Stadt Neunburg. Diese Fläche betreut Gleixner ebenfalls. Der neue Revierleiter ist dem Wald schon lange verbunden. Nach der Schule absolvierte er zunächst eine Ausbildung als Forstwirt, bevor er sein Fachabitur nachholte und in Weihenstephan Forstingenieurwesen studierte.

Zurück in seinen Landkreis

Nach mehr als drei Jahren als Revierleiter in Pegnitz freue sich Gleixner, in seinem Heimatlandkreis die Revierleitung von Neunburg 2 übernehmen zu können. Der Teublitzer tritt damit die Nachfolge von Jörg Maderer an, der intern die Stelle wechselt.

„Die größte Herausforderung ist der Waldumbau“, sagt Maderer mit Blick auf die Aufgaben, die sein Nachfolger vor sich hat. 70 Prozent der Waldfläche seien Fichte und Kiefer, die anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels seien.

Bei der Vorstellung im Rathaus: Bürgermeister Markus Birner, Benedikt Gleixner, sein Vorgänger Jörg Maderer und Regina Härtl vom AELF (v. l.)<?ZE?> - Foto: Bernd Hofmann

Stattdessen müsse man hin zu Baumarten, die mit warmen und trockenem Klima zurechtkommen – zum Beispiel Eiche, Buche und Edelkastanie. Außerdem sei die Anfälligkeit für Kalamitäten höher, wenn sich sehr viele Kiefern und Fichten im Wald befinden. Es muss also etwas getan werden im Neunburger Wald. Um den Waldumbau voranzutreiben, muss Gleixner in Zukunft viel Überzeugungsarbeit leisten. Denn die braucht es, um die Besitzer der Waldflächen von einem Waldumbau zu überzeugen.

1500 Privatwaldbesitzer gehören zu seinem Revier – und sie alle können sich an ihn wenden. „Der Terminkalender ist schon sehr voll“, sagt Gleixner. Grundsätzlich ist er die meiste Zeit draußen im Wald unterwegs und berät private Eigentümer.

„Die Kunst in der Beratung ist es, eine maßgeschneiderte Lösung für den Waldbesitzer zu finden“, so Gleixner. Manchmal rede man mit einem Rentner, der sein Stück Wald nur hobbymäßig betreibt, oder mit einer Familie, die ihn für Feuerholz nutzt. Da brauche es zum Beispiel eine Lösung, die weniger Aufwand bedarf.

Viel Arbeit für den Umbau

Wenn der Wald dann umgebaut wird, wird der Forst erst einmal aufgelichtet: Große Bäume, die viel Licht brauchen, werden gefällt, damit jüngere nachwachsen können. „Man schaut, gibt’s schon Samenbäume, wie eine Eiche, die sich selbst aussäen können?“, erklärt Gleixner. Dann werden viele Bäume der gewünschten Art ausgesät. „Zweieinhalb bis sechseinhalbtausend Bäume werden pro Hektar gepflanzt“, so Gleixner weiter.

Also ganz schön viel Aufwand, den man betreiben muss, damit der Forst für die Zukunft aufgestellt ist. Im Wald kann Gleixner aber immer noch abschalten. Zum Beispiel in seinem Heimatwald bei Teublitz: In dem Gebiet hat er seine Ausbildung zum Förster gemacht und geht auch heute dort noch gerne joggen.

Revierleiter Benedikt Gleixner hat sein Büro an der Außenstelle Forst in Neunburg, Neukirchner Str. 2a. Für Anfragen von Waldbesitzern ist er unter der Telefonnummer (0 94 33) 8 96 32 16 beziehungsweise der Mobilnummer 0173/8 63 25 74 zu erreichen.