Vogelgrippe: Großes Vogelschutzgebiet Regentalaue bei Cham ist derzeit noch virusfrei

Wenn sie kommt, dann ist sie unerbittlich. Peter Zach, der Experte rund um Vögel und ornithologischer Betreuer des Naturschutzgebiets Regentalaue, erinnert sich mit Entsetzen an 2023 – da brachte die Vogelgrippe für etwa 500 Lachmöwen den Tod. Aktuell gebe es hier noch keine Fälle der Viruserkrankungen, die derzeit vor allem Kraniche dahin rafft.
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Doch für Peter Zach ist das nur eine Momentaufnahme, denn der Vogelzug der Kraniche habe erst begonnen und die Befürchtungen seien groß, dass damit auch die Vogelgrippe einwandere. „Der Höhepunkt dieser Wanderung der Kraniche findet vom 25. Oktober bis etwa 10. November statt“, so der Ornithologe.
Zwischenstopp in der Regentalaue
Und sicher diene die Regentalaue den großen Vögeln auf ihrem Zug auch wieder als Haltestelle, um eine Rast einzulegen. Es seien immer zwei, drei oder vier Kraniche als Durchzügler und für einen Zwischenaufenthalt da, doch größere Gruppen habe er 2025 hier noch nicht beobachtet. Und tote Wasservögel gebe es bislang auch nicht. Ob das so bleibe, sei schwierig abzuschätzen.
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Es gebe eine Vermutung, dass zuerst Kranichpopulationen aus Richtung Baltikum betroffen seien, während die hiesigen Kraniche eher aus dem Raum Weißrussland stammen und das Virus nicht im Gepäck haben oder resistent seien. Eine solche, sich entwickelnde Resistenz vermute die Wissenschaft auch bei den Lachmöwen, die nach 2023 nicht mehr erkrankt sei.
Nur noch 1500 Brutpaare gezählt
Damals sei vor allem diese Vogelart deutschlandweit in Masse gestorben. „Um die Lachmöwe machen wir uns sowieso Sorgen“, so Zach – in den Regentalauen seien nur noch 1500 Brutpaare zuhause. Die Zahl schrumpfe rapide. Und andere Vögel seien gerade auf sie angewiesen.