Verkehrskontrolle in Roding: Wenn der Lastwagen stehen bleiben muss

Manchmal sind Überladung oder ungesichertes Gut offensichtlich zu sehen, manchmal reicht aber auch die Intuition.
„Wir haben ein Gespür, bei wem sich das rausziehen lohnt“, sagt Polizeihauptkommissar Armin Zimmermann von der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg. So auch am Montag bei einer Großkontrolle des Schwerlastverkehrs am Rodinger Esper, wo einige Verstöße aufgedeckt wurden.
Durchgeführt wurde eine ganzheitliche Kontrolle, wie Zimmermann berichtet. Auf dem Volksfestplatz war unter anderem eine mobile Wiegeanlage für Fahrzeuge aufgebaut, aber auch etwa Lenk- und Ruhezeiten, die Sicherung der Ladung, die Geschwindigkeit oder die Qualität der Reifen wurden von den Experten ins Auge genommen. Ein besonderes Augenmerk galt ebenso Gefahrgut-transporten, für die spezielle Regeln gelten.
Bußgeld und Fahrverbot
Bei kleineren Verstößen wird meist ein Bußgeld fällig (das aber durchaus hoch ausfallen kann), es komme aber regelmäßig auch vor, dass die Weiterfahrt unterbunden werden müsse, bis die Mängel behoben sind, erläutert Zimmermann. So etwa auch gestern bei einem Fahrzeug aus der Ukraine, das auf einem Anhänger zwei Autos transportierte und damit die maximal erlaubte Ladung deutlich überschritt. „So darf er nicht fahren, das ist eine Gefahr für ihn selbst und auch für die anderen Verkehrsteilnehmer“, machte Zimmermann deutlich, wieso Kontrollen und Strafen wichtig sind.
Er hat auch schon andere dreiste Fälle erlebt, auch vor einigen Jahren in Roding, wo ein überladener Lastwagen am nächsten Tag gleich wieder kontrolliert wurde – und erneut zu schwer beladen war. Manchmal sei es deshalb gut, an zwei Tagen nacheinander zu kontrollieren, weil damit nicht gerechnet werde, allerdings sei die Verkehrspolizei Regensburg fast in der ganzen Oberpfalz unterwegs und habe somit ein großes Gebiet abzudecken.
Auch die Rodinger Polizei profitiert
Vor allem auf der B 85, aber auch auf anderen Straßen um und in Roding waren die Polizisten am Montag tätig und lotsten die Lastwagen und auch andere Fahrzeuge bei Verdachtsmomenten an den Esper. „Wir dürfen überall kontrollieren, nicht nur auf Autobahnen, und sind öfter in verschiedenen Regionen unterwegs“, machte der Polizeibeamte deutlich.
Mehrere Stunden dauerten die Überprüfungen auf dem Volksfestplatz, an denen neben den Experten aus Regensburg auch Beamte der Polizeiinspektion Roding beteiligt waren. Diese profitierten sehr davon, weil sie vor Ort sehen würden, wie die Kontrollen abliefen und auf was geachtet werden müsse: „Von diesem Know-how können sie dann auch bei eigenen Kontrollen Gebrauch machen“, erläutert der Leiter der Polizeiinspektion Roding, Erster Polizeihauptkommissar Bernhard Hager.
Gute Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizei Regensburg laufe immer sehr gut, betont er. Die zusätzlichen Kontrollen würden zur Sicherheit des Straßenverkehrs beitragen.