Platz für Familien – Wohnen, wo schon in der Steinzeit Menschen gelebt haben

Von Jochen Dannenberg · 28. Oktober 2025 um 11:00

Die Stadt wächst weiter. Im Ortsteil Irnsing wurde jetzt die Erschließung des neuen Baugebiets „Am Oberfeld“ beendet. Damit stehen auf einer Fläche von 24.506 Quadratmetern 31 Bauplätze für Wohnhäuser zur Verfügung. Noch sind Grundstücke verfügbar.

Wie die Stadt mitteilt, sind die Grundstücke zwischen 470 und 870 Quadratmeter groß. Interessenten müssen 200 Euro pro Quadratmeter inklusive Erschließungskosten zahlen. Hinzu kommen circa 40 Euro pro Quadratmeter für die Beiträge für Kanal und Wasser für die jeweilige Grundstücksfläche und eine Geschossfläche von 300 Quadratmetern sowie die Grundstücksanschlusskosten für Fernwärme, Kanal einschließlich Zisterne und Wasser. Einige Grundstücke wurden bereits verkauft, weitere attraktive Flächen stehen noch zur Verfügung.

„Trotz der archäologischen Grabungen und des lehmigen Untergrunds, der bei Regen gelegentlich problematisch war, konnten wir den Zeitplan einhalten“, berichtete Dipl-Ing. Martin Huber. Die Abstimmung zwischen Ingenieuren, Baufirma und Verwaltung sei sehr gut verlaufen, so Huber weiter. Auch Hermann Pritsch von der beauftragten Firma Bauunternehmung Georg Pritsch GmbH & Co. KG zeigte sich sehr zufrieden: „Die Zusammenarbeit hat wirklich bestens funktioniert – alle Beteiligten haben an einem Strang gezogen.“

Schutz vor Regenwasser

Ein besonderes Augenmerk hat die Stadt beim neuen Baugebiet auf die Regenwasserbewirtschaftung gelegt: Damit Regenwasser nicht in die Häuser läuft, wurden ein Regenrückhaltebecken mit 138 Kubikmetern, zwei Stauraumkanäle mit 8 und 32 Kubikmetern sowie auf jedem Grundstück eine Regenwasserzisterne mit 7 Kubikmetern (davon 3,5 Kubikmeter als Rückhaltevolumen) angelegt. Sie sorgen dafür, dass Starkregenereignisse möglichst sicher abgeführt werden. Die Zisternen können auch für Grauwasser oder die Gartenbewässerung genutzt werden. „Im Bereich Regenwasserrückhaltung haben wir sogar mehr getan, als nötig war“, erklärt Irnsings Stadtrat Alfred Bogner. Er betont: „Die Sorgen der Anlieger ernst zu nehmen, war uns wichtig – schließlich soll hier eine gute Nachbarschaft entstehen.“

Die Stadt und die beteiligten Unternehmen freuen sich über die Fertigstellung des neuen Baugebiets. - Foto: Monika Hummel

Neben der technischen Infrastruktur wurde auch an moderne Versorgung gedacht: Alle Grundstücke sind bereits mit Speed Pipes für den Glasfaserausbau erschlossen und an das Fernwärmenetz angeschlossen. Zudem wurden im gesamten Gebiet 28 neue Straßenlaternen installiert, die für Sicherheit und angenehme Beleuchtung sorgen.

„Perfekt nach Zeitplan“

Bürgermeister Thomas Memmel lobte die Arbeit aller Beteiligten: „Alles lief perfekt nach Zeitplan – trotz der kleinen Unterbrechung durch die Grabungen. Besonders freut es mich, dass wir jungen Familien erschwingliche Bauplätze anbieten können.“

Die Lage des Baugebiets bietet naturnahes Wohnen und gleichzeitig eine gute Anbindung: Über die Kreisstraße und die nahe B299 ist die Kernstadt Neustadt schnell erreichbar, Kindergarten, Bäckerei und Vereine liegen in unmittelbarer Nähe. „Hier können Kinder in der Nähe der Großeltern aufwachsen, und Familien haben kurze Wege zu allen wichtigen Einrichtungen“, sagen Thomas Memmel und Alfred Bogner.

Schon in der Jungsteinzeit war das heutige Baugebiet „Am Obwerfeld“ besiedelt, wie unter anderem dieser Fund beweist. - Foto: Jochen Dannenberg

So ähnlich dürften das auch schon die Menschen in der Jungsteinzeit gesehen haben. Sie siedelten im neuen Baugebiet bereits vor mehr als 4000 Jahren. Bei Grabungen, die der Erschließung vorangingen, waren Relikte dieser Besiedlung, unter anderem ein Gefäß aus der Zeit der Schnurkeramik, gefunden worden. Das Gefäß, das in viele Einzelteile zerbrochen war, wurde inzwischen wieder zusammengefügt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich einen Bauplatz sichern möchten, erhalten weitere Informationen bei der Stadtverwaltung in Neustadt a.d. Donau. Ansprechpartnerin ist Gabriele Bäumler (Tel. 09445/971736, E-Mail: gabriele.baeumler@neustadt-donau.de).