Neue Tontechnik für die Aussegnungshalle auf dem Friedhof in Waldmünchen

Von Martin Hladik · 25. Oktober 2025 um 05:00

„Endlich versteht man etwas!“ So sei die neue Lautsprecheranlage an der Aussegnungshalle schon gelobt worden, sagt Pfarrer Albert Hölzl. Mit der neuen Anlage sei ein lange bestehendes Problem endlich aus der Welt geschafft worden.

Den Zustand vorher beschreibt Pfarrer Hölzl so. Bei großen Beerdigungen stehen die Teilnehmer oft weit weg von der Aussegnungshalle auf dem Vorplatz und hörten nicht mehr, was bei der Halle gesprochen werde. Es gelinge auch kaum, die Leute näher heranzubitten, bedauert der Pfarrer.

Das bestätigt auch Michael Dirscherl vom gleichnamigen Waldmünchner Bestattungsunternehmen. Insbesondere seit Corona hielten die Besucher von Beerdigungen mehr Abstand zueinander, aber auch zur Aussegnungshalle. So hätten bislang nur die Angehörigen und ersten Reihen gehört, was die Redner bei einer Trauerfeier gesagt hätten.

Um dem entgegenzuwirken haben Stadt, Bestatter und Kirchenstiftung das gemeinsame Projekt einer neuen Lautsprecheranlage auf den Weg gebracht, das nach der Fertigstellung von den Beerdigungsteilnehmern „wohlwollend angenommen“ werde, sagte Pfarrer Hölzl.

Stadt beteiligte sich

Die Stadt habe diesen Wunsch gerne mitgetragen, sagte Bürgermeister Markus Ackermann. Man sei immer bemüht, sich um den Friedhof zu kümmern. Deswegen beschäftige man neuerdings auch einen Minijobber zur Grünpflege.

Zum Hintergrund: Während die Stadt sich um die Verwaltung des Friedhofs kümmert, ist der Friedhof selbst im Besitz der Pfarrei und die Stadt lediglich Pächter. Die Lautsprecheranlage an der Aussegnungshalle werde auch deswegen gebraucht, weil immer mehr Beisetzungen direkt auf dem Friedhof stattfinden, erklärte Pfarrer Hölzl. Allerdings sei die neue Lautsprecheranlage für den Teil der Trauerfeier direkt an der Aussegnungshalle gedacht. Für die eigentliche Beerdigung habe man bei größeren Trauergesellschaften auch eine mobile Lautsprecheranlage.

Eine Lautsprecheranlage für Allerheiligen und damit für den gesamten Friedhofsbereich sei dies allerdings nicht, sagte Hölzl. Das sei bei der großen Fläche des Waldmünchner Friedhofs auch schwer möglich, so Kirchenpfleger Walter Urban.

Die beiden Außenlautsprecher mit der Technik hätten 5500 Euro gekostet und seien von der Waldmünchne r Firma ACG errichtet worden. Zusätzlich habe das Bestattungsunternehmen Dirscherl in der Aussegnungshalle selbst kleinere Lautsprecher für 800 Euro anbringen lassen.

Lautsprecher für Musik

Dirscherl erläuterte, dass die Außenlautsprecher hauptsächlich für die Übertragung der Sprache dienten. Die Innenlautsprecher seien im wesentlichen dazu da, um Musik zu übertragen. Viele Angehörige wünschten beispielsweise, dass zur Beerdigung bestimmte Musikstücke gespielt würden. Jetzt sei der Anschluss elektronischer Geräte an die Lautstelleranlage problemlos möglich. Zur Lautsprecheranlage gehörten auch entsprechende Mikrofone, sagte Dirscherl. Auch hier sei jederzeit eine drahtlose Übertragung möglich. Allerdings setzte er bei Trauerfeiern soweit möglich auf eine Übertragung per Kabel. Die seit weniger störanfällig als eine Funkverbindung.