Grünen-Kreisverband Schwandorf nominiert die Kreistagskandidaten für 2026

Von Edgar Pielmeier · 26. Oktober 2025 um 11:00

Auch Bündnis 90/Die Grünen bereiten sich auf die Kommunalwahl 2026 vor. In Neunburg stellte am Donnerstag der Kreisverband seine Kandidaten für den Kreistag auf. Die beiden Kreisräte Ulrike Pelikan und Rudi Sommer führen die Liste an.

Vorsitzende Claudia Müller-Völkl betonte eingangs, wie wichtig es sei, Gesicht zu zeigen, sich zu engagieren und eine Aufgabe zu übernehmen. Unter der Leitung der Bundestagsabgeordneten Tina Winklmann wurden dann die nötigen Wahlgänge effizient und zügig absolviert. Zu wählen waren 60 Kandidatinnen und Kandidaten. Bei den Grünen gibt es bei solchen Anlässen eine Besonderheit: Gewählt wird im sogenannten Reißverschlussverfahren. Platz eins ist immer einer Frau vorbehalten, die weiteren Plätze werden im Wechsel besetzt. Die ersten 15 Plätze wurden einzeln abgestimmt, die weiteren im Block.

2020 errangen die Grünen fünf Kreistagssitze

Die Liste, mit der die Grünen in den kommenden Wahlkampf ziehen, wird angeführt von dem Team Ulrike Pelikan und Rudi Sommer. Beide sind Mitglieder des aktuellen Kreistags. Sommer ist zudem Sprecher der Grünen im Kreistag. Die Wahlen verliefen in großem Konsens und mit einstimmigen Ergebnissen.

Die Kandidaten hatten die Möglichkeit, ihre Ziele und Beweggründe darzustellen. Dabei wurden immer wieder das Erstarken der AFD, der Klimawandel, der Erhalt einer menschlichen Gesellschaft und das Bedürfnis, sich vor Ort zu engagieren, genannt.

Kreisrat Rudi Sommer nutzte den Abend, um eine Bilanz der bisherigen Arbeit und des Engagements als Oppositionspartei in der zu Ende gehenden Wahlperiode zu ziehen. Im Jahr 2020 erhielten die Grünen nach seinen Worten 8,1 Prozent der Stimmen und erreichten damit fünf Sitze im Kreistag. Inhaltlich habe man zum Beispiel die Stelle einer Klimaschutzmanagerin eingefordert, aber die „CSU/Freie Wähler- Regierung hat das verhindert“, so Sommer wörtlich.

Insofern sei es kein Wunder, dass man bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzepts im Landkreis Schwandorf weit hinterherhinke. Die Förderung von Balkonkraftwerken oder die Aufstellung von E-Ladesäulen waren laut Sommer Forderungen der Grünen. Eine weitere Forderung war die Anbringung von Photovoltaikmodulen auf dem Parkdeck beim Landratsamt, aber auch für den Erhalt des Jugendzentrums (JUZ) in Burglengenfeld habe man sich eingesetzt.

Sparvorschläge blieben ohne Echo

Man habe aber auch Einsparmöglichkeiten für den Haushalt des Landkreises vorgeschlagen, so das Verschieben des Baus eines neuen Sitzungssaals und eines Technologiezentrums. Damit wäre der Haushalt 2025 um etwa 1,5 Millionen entlastet worden, so Sommer weiter. Leider sei man mit seinen Argumenten in den meisten Fällen nicht durchgedrungen. Nun aber gelte es, mit der neuen Liste in den Wahlkampf zu gehen.

Viele der Kandidaten für ein Kreistagsmandat sind bereits in ihren Kommunen aktiv und bringen somit praktische Erfahrungen mit. Auf Platz 50 begegnet man einem aus früheren Zeiten bekannten Namen: Der Künstler Jürgen Huber, war von 2014 bis 2020 3. Bürgermeister Bürgermeister von Regensburg. Auch Bundestagsabgeordnete Tina Winklmann reihte sich in die Kandidatenliste ein. Nach 18 Wahlgängen war alles erledigt, und der Blick richtete sich nach vorne – oder, wie es Tina Winklmann nach ihrer Wahl auf Platz 15 formulierte: „Ich möchte Teil der Liste sein und mit euch mit Power in den Wahlkampf gehen“.

Und das sind die Kandidaten und Ersatzkandidaten:

• Platz 1 bis 10: 1. Ulrike Pelikan (Wackersdorf), 2. Rudi Sommer (Bruck), 3. Elisabeth Bauer (Nittenau), 4. Christoph Beck (Schwandorf), 5. Hannah Quaas (Teublitz), 6. Alois Nissl (Neunburg), 7. Verena Schuster (Burglengenfeld), 8. Florian Klein (Pfreimd), 9. Sonja Probst (Wackersdorf), 10. Sebastian Winkler (Teunz)

• Platz 11 bis 20: 11. Claudia Müller-Völkl (Nittenau), 12. Jürgen Neuber (Oberviechtach), 13. Jutta Rösch (Neunburg), 14. Benjamin Quaas (Teublitz), 15. Tina Winklmann (Schwandorf), 16. Manfred Pfauntsch (Bruck), 17. Claudia Salzberger (Nabburg), 18. Lucas Pöllinger (Nittenau), 19. Martina Pfauntsch (Bruck), 20. Michael Hechtl (Teunz)

• Platz 21 bis 30: 21. Angelika Lell (Schwandorf), 22. Christoph König (Nittenau), 23. Franziska Wünsch (Schwandorf), 24. Lars Kuswa (Nabburg), 25. Katrin Lemke (Schwandorf) 26. Stefan Frieben (Burglengenfeld), 27. Miriam Pöhlmann (Schwandorf), 28. Armin Duschner (Nabburg), 29. Marion Juniec-Möller (Schwandorf), 30. Franz Schmidkunz (Maxhütte-Haidhof)

• Platz 31 bis 40: 31. Andrea Koeppler (Teunz), 32. Bernhard Tschöpl (Fensterbach), 33. Anja Wilhelm (Schwandorf), 34. Klaus Pöhler (Neunburg), 35. Kerstin Flori (Schwandorf), 36. Julius Funcke (Burglengenfeld), 37. Rosemarie Kastenhuber (Wernberg-Köbllitz), 38. Paul Groß (Schwandorf), 39. Christa Bach (Maxhütte-Haidhof), 40. Günther Nowack (Wackersdorf)

• Platz 41 bis 50: 41. Sabine Ernst (Schwandorf), 42. Moritz Schmid (Burglengenfeld), 43. Sigrid Markgraf-Rank (Maxhütte-Haidhof) 44. Martin Mayr (Neukirchen-Balbini), 45. Elke Prei-Schuster (Pfreimd), 46. Harald Söll (Teublitz), 47. Kathrin Högerl (Burglengenfeld), 48. Frank Möller (Schwandorf), 49. Tanja Wagner-Raith (Bodenwöhr), 50. Jürgen Huber (Schönsee)

• Platz 51 bis 60: 51. Margret Hoffmann (Burglengenfeld), 52. Sirko Galz (Burglengenfeld), 53. Renate Kersting-Tschirpanliew (Schwandorf), 54. Jürgen Wittmann (Schwandorf), 55. Susanne Berthold (Neunburg), 56. Barbara Hinner-Gelke (Schönsee), 57. Gudrun Wolf (Burglengenfeld), 58. Alessandro Speciale (Schwandorf), 59. Christina Wolf (Schwandorf), 60. Christian Berthold (Neunburg)

• Ersatzkandidaten: 61. Marlene Strobel (Teunz), 62. Bernd Strobel (Teunz), 63. Stephanie Wanninger (Schwandorf), 64. Christoph Wünsch (Schwandorf), 65. Carola Wencelides-Fiedler (Burglengenfeld), 66. Reinhold Schmalzbauer (Burglengenfeld), 67. Gaby Strobel (Teunz)