Nittenauer Bauausschuss gibt grünes Licht für weitere Agri-Photovoltaik-Anlage

Für den kleinen Ortsteil Straßhof bei Nittenau gibt es bereits seit einigen Monaten Pläne für eine Agri-Photovoltaik-Anlage. Nun soll zwischen Kaaghof und Knollenhof noch eine zweite gebaut werden. Der Nittenauer Bauausschuss gab am Dienstagabend grünes Licht und sprach sich einstimmig für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans aus.
Außerdem empfahl das Gremium dem Stadtrat, der Änderung des Flächennutzungsplans zu einem Sondergebiet „Agri-Photovoltaik“ zuzustimmen.
Bereits im Sommer hatte die Firma Feld Energy aus dem Landkreis Starnberg ihre Pläne für eine so genannte Tracker-Agri-PV-Anlage vorgestellt. Deren bewegliche Solarmodule können sich nach dem Sonnenstand ausrichten. Sie sollen auf einem 7,55 Hektar großen Areal bei Straßhof in zehn je 155 Meter langen Reihen aufgestellt werden und eine maximale Leistung von 4,6 Megawatt-Peak (MWp) erreichen. Die Fläche selbst kann weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden.
Beteiligung der Bürger ist geplant
Nun soll nahe Kaaghof noch eine weitere Agri-PV-Anlage entstehen. Hinter diesem Projekt steht die Firma Feldwerke GmbH aus München. Auf einer 4,6 Hektar großen Fläche sollen voraussichtlich 20 Modulreihen aufgestellt werden. Die Leistung wird bei 3,26 MWp liegen. Auch eine Bürgerbeteiligung ist geplant. Nun soll die Firma Feldwerke ein mit der Stadt abgestimmtes Büro beauftragen, das für die ordnungsgemäße Durchführung des anstehenden Bebauungsplanverfahrens zuständig ist.
Grünes Licht gab es vom Bauausschuss auch für einen Bauantrag im Gewerbegebiet Waltenried. Hier soll eine Kfz-Werkstatt einen Anbau für eine TÜV-Prüfstelle erhalten. Die Mitglieder des Bauausschusses erteilten die vom Bauherrn beantragten Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans. Denn der Anbau rückt den Planungen zufolge bis auf 35 Meter an die Staatsstraße 2150 heran, wodurch die Baubeschränkungszone um 4,58 Meter überschritten wird. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach hat bereits sein Einvernehmen erteilt. Auch aus dem Nittenauer Gremium gab es keine Einwände: Der Bauantrag erhielt das gemeindliche Einvernehmen.