Mit Vollgas ins neue Kita-Jahr – Krippenplatzmangel derzeit kein Thema mehr in Rötz

Morgens um zehn im Bräumeisterweg: Die einen lassen sich gerade ihre Brotzeit schmecken, die anderen bauen in der Lego-Ecke, und der Rest dreht mit Vollgas Aufwärm-Runden im Sportraum: Der Start ins neue Kita-Jahr, das am 1. September begonnen hat, hat auch in diesem Jahr reibungslos geklappt, sagt Birgit Frank, die Leiterin der Kindertagesstätte St. Martin.
Die Eingewöhnung der Kindergarten-Gruppe ist so gut wie abgeschlossen, die der Krippen-Kinder noch in vollem Gange, da sie staffelweise durchgeführt wird. So kann auf die Bedürfnisse jedes Kindes eingegangen werden, auch wenn die Eingewöhnung einmal etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen sollte. „Und es ist wichtig, den Kindern diese Zeit auch zu geben“, unterstreicht Birgit Frank.
Wenn die Kleinen größere Geschwisterkinder haben, die schon die Kita besuchen, gehe es mit der Eingewöhnung oft umso schneller. Das Konzept der altersgemischten Gruppen habe sich bewährt, da die „Neuen“ sich an den erfahrenen Kindern orientieren.
Derzeit keine weitere Krippe
Vor gut zwei Jahren war das Thema „Krippenplatzmangel“ in Rötz akut: Die Anmeldungen hatten die Kapazitäten der Einrichtung überstiegen, für das anstehende Betreuungsjahr fehlten damals 13 Krippenplätze. Alsbald gab es nach einer Bedarfsanalyse konkrete Pläne für eine weitere Einrichtung in der Stadt, um den Bedarf langfristig decken zu können. Doch das Vorhaben, im ehemaligen Mittelschulgebäude Räume für eine Kinderkrippe unter neuer Trägerschaft zur Verfügung zu stellen, musste heuer wegen einer Finanzierungslücke vorerst auf Eis gelegt werden.
Momentan hat die Lage sich laut Birgit Frank jedoch ohnehin beruhigt. Alle Kinder, die einen Krippenplatz benötigten, hätten, teils mit kleinen Kompromissen etwa bei den Buchungstagen, auch untergebracht werden können.

Wie es im kommenden Kita-Jahr sein werde, könne man jetzt noch nicht sagen. Man könne auch nicht automatisch davon ausgehen, dass geburtenstarke Jahrgänge einmal zu einem erhöhten Krippenplatzbedarf führen würden, da manche Kinder nicht mit der Krippe, sondern erst mit dem Kindergarten beginnen.
2025/2026 besuchen insgesamt 118 Kinder die Kita St. Martin, 99 den Kindergarten und 18 die Krippe. Das Jahresthema lautet „Ich wachse“. Es wird in ganz vielfältiger Weise im Jahreslauf immer wieder aufgegriffen. So wie die Natur sich verändert und Dinge in ihrem Umfeld sich ändern können, so verändern und entwickeln sich auch die Kinder, jedes auf seine eigene Weise, und daran wachsen sie auch.
Etliche notwendige Renovierungen und Anschaffungen standen im vergangenen Jahr auf der Agenda: Die Erneuerung von Heizung, Wasserleitungen, ein neuer Zaun für den Garten und eine kleine Halle für das Unterstellen der Spielfahrzeuge, ein neues Dach für das Häuschen für die Sandspielzeuge, das Ausbessern der Verschalung, neue Computer und Stühle für die Erzieher. Außerdem wurden einige Räume frisch gestrichen. Der Gartenbereich für die Krippenkinder ist vergrößert und ein Weg für die Spielfahrzeuge gepflastert worden.
Vieles davon ist in den Sommerferien geschehen, und generell „schauen wir immer, alles so zu legen, dass keine zusätzlichen Schließtage entstehen“, so die Kita-Leiterin. In diesem Zuge spricht sie „den Handwerkern der Rötzer Firmen, die die Arbeiten aus diesem Grund oft am Wochenende und abends erledigen“, einen großen Dank aus.
Im vergangenen Kita-Jahr gab es verschiedene Aktionen. Der Malteser Hilfsdienst als auch die Feuerwehr waren beispielsweise zu Besuch in der Einrichtung und veranschaulichten den Kindern ihr Aufgabengebiet, was diesen viel Spaß gemacht habe. Auch an die Ehrenamtlichen geht deshalb ein Dankeschön.

Außerdem beteiligt die Kita sich auch in diesem Jahr an den kirchlichen Festen im Jahreslauf. Auch wenn die Kita St. Martin eine katholische Einrichtung sei, sie stehe Kindern aller Glaubensrichtungen offen, betont die Leiterin. Und die Toleranz beruhe auf Gegenseitigkeit, diese würde man auch von allen Eltern erfahren.
Sommerfest im Juni
2026 steht wieder das traditionelle Sommerfest an, das nur noch in zweijährigem Turnus durchgeführt wird. Es wird mit Rücksicht auf die Erstkommunion nicht im Mai, sondern am 27. Juni stattfinden.
Der Lieferant für das Mittagessen ist wie im vergangenen Jahr nach wie vor der Menüservice Regensburg.