Fünf Tipps, wie Sie zuhause nicht unnötig Geld verheizen

Im Herbst fallen nicht nur die Blätter, sondern auch die Temperaturen – also werden die Heizkörper und Fußbodenheizungen wieder stärker aufgedreht und die Holzöfen angefeuert. Doch egal, welchen Wärmeerzeuger man in Haus oder Wohnung hat: Mit diesen fünf Tipps verheizt man nicht unnötig Geld.
1770 Euro – so hoch waren 2024 laut dem „Heizspiegel für Deutschland“ die durchschnittlichen Heizkosten pro Jahr in einem 130 Quadratmeter großen Einfamilienhaus, das mit Erdgas beheizt wurde. Bei Heizöl waren es 2130 Euro, bei Wärmepumpen 1195 Euro. Für den Heizspiegel von Co2online wurden die Heizkostenabrechnungen von 90.000 Haushalten in ganz Deutschland aus der Heizperiode 2024 analysiert und den Durchschnitt ermittelt.
Die günstigeste Energie ist diejenige, die man gar nicht erst verbraucht. Der Verein Deutsche Ingenieure (VDI) und die Verbraucherzentralen empfehlen dafür folgendes.
1. Die Reinigung und das Freihalten von Heizkörpern, denn Staub oder nahestehende Möbel und Vorhänge behindern die Wärmeabgabe.
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2. Temperatur bewusst einstellen: Die Temperatur sollte je nach Wetterlage und Wohnraum eingestellt werden. Schon das Absenken der Temperatur um nur 1 Grad Celsius spart im Durchschnitt fünf bis sechs Prozent Heizenergie. Empfehlenswert sind laut VDI Raumtemperaturen von...
• ...ca. 20 Grad Celsius im Wohnzimmer
• ...16 bis 18 Grad Celsius in Schlafbereichen
• ...18 bis 20 Grad Celsius in der Küche
• ...20 bis 23 Grad im Kinderzimmer
• ...22-24 Grad Celsius im Badezimmer
• ...18 bis 20 Grad Celsius in Fluren und WC
3. Nachtabsenkung: Die Heizungsanlage so einstellen, dass nachts die Vorlauftemperatur gesenkt wird, um Energie und Kosten zu sparen. Auch bei längeren Abwesenheiten tagsüber oder während des Urlaubs kann dies sinnvoll sein. Bei modernen Heizungsanlagen lässt sich dies vorplanen oder man kann ein Automatikprogramm nutzen.
4. Wartung/Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage: Eine Wartung des Kessels bzw. Brenners durch einen Fachbetrieb ist regelmäßig erforderlich, weil die Effizienz zum Beispiel durch Rußablagerungen gemindert werden kann. Ist der hydraulische Abgleich korrekt eingestellt, werden alle Heizkörper in Haus oder Wohnung gleichmäßig und nach Bedarf versorgt, was laut VDI bis zu 15 Prozent Einsparpotenzial birgt. Auch der Wasserdruck in der Anlage sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung und verhindert Heizungsgeräusche.
5. Wärmeverluste verhindern: Nachts die Rollläden schließen, kurz Stoßlüften statt die Fenster ständig zu kippen und Türen innerhalb der Wohnung (insbesondere zum Windfang) geschlossen halten – so vermeidet man Wärmeverluste. Sind Fenster undicht, reicht es laut Verbraucherzentrale meistens schon, die Dichtung zu erneuern oder die Fensterflügel zu justieren.
„Viele dieser Maßnahmen sind mit einfachen Handgriffen selbst durchgeführt oder kosten wenig und sparen dabei deutlich EnergieBjörn Düchting vom Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung beim Verein Deutsche Ingenieure (VDI)
Für Mieter gilt außerdem: Einen Teil des CO2-Preises ihrer Heizkosten können sie seit der Heizkostenabrechnung 2023 vom Vermieter zurückbekommen. Dessen Anteil steigt dabei, je höher der Verbrauch und damit der CO2-Ausstoß pro Quadratmeter Wohnfläche ist. Um so viel Geld geht es dabei.
„Viele dieser Maßnahmen sind mit einfachen Handgriffen selbst durchgeführt oder kosten wenig und sparen dabei deutlich Energie“, empfiehlt Experte Björn Düchting vom Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung beim Verein Deutsche Ingenieure (VDI).