Brucker Markträte diskutierten wieder über die Rewe-Ansiedlung

Von Agnes Feuerer · 17. Oktober 2025 um 15:00

Die 46. Marktgemeinderatssitzung in Bruck (Landkreis Schwandorf) musste sich einmal mehr mit dem Thema Rewe befassen, doch auch die Kommunale Wärmeplanung und der Bau der neuen Schulturnhalle standen auf der Tagesordnung.

Eigentliche wären die zwei Tagesordnungspunkte zum Thema Rewe nur eine Formalität gewesen, doch es entwickelte sich wieder eine lebhafte Diskussion vor allem zwischen Joachim Hanisch (FW) und dem Mitarbeiter des Planungsbüros Gerhard Stiersdorfer. Nach der letzten Sitzung habe er verschiedene Aufgaben gestellt bekommen, die er nun abgearbeitet und Lösungen erarbeitet habe, so Stiersdorfer.

Als erstes ging es um die Wasserversorgung an dem geplanten Standort. Hier konnte er mitteilen, dass man auf Höhe des Hoffeldes an die örtliche Wasserleitung anschließen und diese so groß dimensionieren wird, dass später eventuell auch Mögendorf an diese Leitung angeschlossen werden könne.

Lösungen erarbeitet

Die zweite Aufgabe war, die Verkehrssituation am geplanten Standort zu beleuchten und Lösungen zu erarbeiten, damit sich die Abbiegesituation nicht zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt. Hier hatte Stiersdorfer einen Fachmann des Ingenieurbüros OBW aus Landau an der Isar mitgebracht. Dieser stellte anhand einer Skizze die erarbeitet Lösung vor. Die Staatsstraße 2150 wird etwas verbreitert und bekommt eine Abbiegespur in die Straße nach Schöngras, so dass der Verkehr, der aus Richtung Nittenau kommt und in Richtung B85 will, ungehindert weiter fließen kann. Im Einmündungsbereich der Straße nach Schöngras wird in der Fahrbahnmitte eine Querungshilfe für Fußgänger entstehen, so dass die Bushaltestelle, die sich auf dieser Straßenseite befindet, gefahrlos erreicht werden kann. Der Geh- und Radweg der vom Hoffeld her kommend und unter der Staatsstraße durchgeführt wird, wird bis zum Grundstück auf dem der Rewe entstehen wird, weitergeführt, so dass auch hier ein gefahrloses Erreichen des Marktes möglich ist.

Die Ausfahrt aus der Siedlung am Hoffeld wird nur noch nach rechts möglich sein. Der Fachmann betonte, dass diese baulichen Veränderungen ein großes Maß an Sicherheit bringen. Hier warf Joachim Hanisch ein, dass er lieber einen Kreisverkehr haben wolle.

Bürgermeisterin Heike Faltermeier (CSU) entgegnete ihm, dass dies von Fachstellen abgelehnt werden wird, sie habe sich auch im Vorfeld schon darüber informiert. Auch der Mitarbeiter des Ingenieurbüros betonte, dass dies sicherlich keine Erfolgsaussichten hat. Robert Feuerer (CSU) warf ein, dass dies nicht Thema der Punkte sei, die an diesem Abend zu beschließen seien. Es gehe lediglich um die Billigung des Vorentwurfs auf Änderung des Flächennutzungsplans und um die Billigung des Vorentwurfs für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit integriertem Grünordnungsplan. Würde man das Thema Kreisverkehr hier miteinbeziehen, würde sich dies alles unnötig verzögern. Man verblieb dann so, dass über den Antrag von Hanisch extra abgestimmt werden soll, was gegen Ende der Sitzung dann auch gemacht wurde. Mit 16:1 wurde der Antrag auf Prüfung eines Kreisverkehrs angenommen.

Die Punkte Billigung auf Änderung des Flächennutzungsplans und die Billigung des Vorentwurfs für die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans wurden jeweils mit 10:7 Stimmen genehmigt. Noch vor der Abstimmung bekam Rudi Sommer (Grüne) die Möglichkeit, sich mit einer Power Point Präsentation zum Thema alternative Standorte zu äußern. Von der Firma TB Markert wurden neben dem Standort in der Gemarkung Mögendorf noch acht weitere mögliche Standorte geprüft und man kam zu dem Ergebnis, dass der Standort Mögendorf die einzig geeignete Fläche für eine Nutzung als Einzelhandelsstandort ist. Dies versuchte Sommer zu widerlegen und sein Fazit war, dass es bessere Standorte gäbe und hier mit zweierlei Maß gemessen wurde.

Von Ausführungen distanziert

Von diesen Ausführungen distanzierte sich Uschi Klein (Grüne) und betonte, dass es diese Ausführungen nicht gebraucht hätte, da die Grünen ja grundsätzlich gegen Flächenversiegelung seien.

Ein weiterer Punkt war dann der Neubau der Schulturnhalle. Hier mussten die Markträte eine Vorentscheidung treffen, wie das Gebäude beheizt werden soll, in welcher Form die Lüftung ausgeführt und ob eine Regenwasserzisterne zur Bewässerung des Fußballplatzes mit überplant werden soll.

Die Markträte stimmten dann dafür, dass dieses Gebäude mittels einer Wärmepumpe beheizt werden soll. Bei der Lüftungsanlage kam man dann überein, dass diese mit einer Wärmerückgewinnung ausgeführt werden soll. Ob dies jetzt nur für den gesamten Bau ausgelegt werden oder ob die Sporthalle über Fenster belüftet werden soll, darüber wollte man sich noch nicht festlegen. Hier soll das Ingenieurbüro bis zur nächsten Sitzung noch die Wartungskosten für die zwei vorgeschlagenen Lösungen vorlegen. Der Vorschlag mit der Zisterne kam nur bei zwei Markträten gut an, alle anderen stimmten dagegen, da die Zisterne zu klein sei, um die gesamte Fläche zu bewässern.

Weitere Themen der Sitzung

• Wärmeplanung: Zum Thema kommunale Wärmeplanung für den Markt Bruck war Luisa Kuillas vom Planungsbüro Luxgreen Climadesign GmbH vor Ort. Sie erklärte den aktuellen Planungsstand und wie man weiter vorgehen wolle. Diese Vorstellung wurde einstimmig so zur Kenntnis genommen.

• Kommunalwahl: Zum Gemeindewahlleiter bei der Kommunalwahl wurde Siegfried Kaiser und zur Stellvertreterin Claudia Glomann bestimmt. Außerdem wurde festgelegt, dass die Wahlhelfer eine Entschädigung von 80 Euro bekommen sollen. Sollte es eine Stichwahl geben, wären es dann 40 Euro.