Schwandorfer Großprojekt schreitet voran: Richtfest an der Hoher-Bogen-Straße

Momentan ist Florian Grill noch in Wolfratshausen (Oberbayern) tätig. Im Spätsommer nächsten Jahres will der 37-jährige Kiefer- und Gesichtschirurg seine eigene Praxis in Schwandorf eröffnen. Dafür hat sich der Facharzt ein besonderes Objekt ausgesucht: eine der drei rundlichen Gewerbeeinheiten, die derzeit an der Hoher-Bogen-Straße in die Höhe wachsen.
Auf dem Baugrundstück direkt neben dem Hospiz wurde am Montag Richtfest gefeiert. Auf das Aufziehen einer Richtkrone hatte der Schwandorfer Investor Matthias Simmel aufgrund der Bauform der Gebäude verzichtet – nicht so auf eine Reihe von Ehrengästen. Von deren Seite gab es jede Menge Lob für die Investition. MdL Alexander Flierl (CSU) dankte Simmel für seinen „unternehmerischen Mut“, den Standort an der Hoher-Bogen-Straße weiterzuentwickeln. Er bezeichnete das Großprojekt auch als ein „gutes Signal für die Bauwirtschaft“.
Spatenstich war im Dezember 2024
Im Dezember 2024 erfolgte der Spatenstich für die drei Gewerbeeinheiten mit einer Größe zwischen 180 und 360 Quadratmetern. Wenig später rollten die Bagger an und hoben die Baugrube aus. Mittlerweile stehen die Rohbauten der drei rundlichen Gebäude.

Auch Mieter sind inzwischen für alle drei Objekte gefunden. Im hinteren der drei Gebäude will die Arbeiterwohlfahrt (Awo) eine Heilpädagogische Tagesstätte betreiben. Damit soll eine Betreuungslücke im Landkreis Schwandorf geschlossen werden. Bisher wurden laut Awo Kinder mit erhöhtem Förderbedarf in den Heilpädagogischen Tagesstätten in Pfreimd oder Kallmünz (Landkreis Regensburg) betreut.
Im vorderen Gebäude wird künftig Schwandorfs Notar Alexander König seinen Sitz haben. Derzeit befindet sich sein Notariat noch in der Nürnberger Straße 1. In der Hoher-Bogen-Straße entsteht auf zwei Stockwerken eine zweistellige Anzahl an Büroräumen. Es ist auch das größte der drei Gebäude.

Wirtschaftsförderer vermittelte Kontakt
Mit Florian Grill ist nun auch für das dritte Haus ein Mieter gefunden. Nachdem der 37-Jährige viele Jahre in München gelebt und gearbeitet hatte, zieht es ihn nun zurück in die alte Heimat. Grill stammt aus Nabburg, wo heute noch seine Familie wohnt. Dort will er nach seinem Umzug auch wohnen, die Praxis eröffnet er aber in Schwandorf. Den Kontakt zum Investor Matthias Simmel hatte Schwandorfs Wirtschaftsförderer Armin Rank vermittelt.

Beim Richtfest dankte Simmel dem Wirtschaftsförderer für seine Unterstützung und die Initialzündung, die das Großprojekt überhaupt möglich gemacht habe. Denn Rank hatte nicht nur den Kontakt zwischen potenziellen Mietern und Investor hergestellt, sondern den Schwandorfer Unternehmer auch auf das Grundstück neben dem Hospiz aufmerksam gemacht. Dort sollte ursprünglich ein anderer Neubau verwirklicht werden. Doch davon wurde wieder Abstand genommen.
Im Preisrahmen bleiben
Und so erwarb Matthias Simmel die Fläche – und plante darauf die drei Gewerbeeinheiten, die im zweiten Quartal 2026 fertiggestellt werden sollen. Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) wünschte dem Bauvorhaben alles Gute, dass alles unfallfrei ablaufe, weiterhin gut vorankomme und im Preisrahmen bleibe.
„Möge diese Einheit aus drei Häusern ein Ort werden, an dem Zusammenarbeit, Vertrauen und Menschlichkeit spürbar sind – für alle, die hier arbeiten, und für alle, die hier herkommen“, wünschte sich Simmel.
Mit dem Richtspruch „Hoch das Dach, hoch die Gläser“ wurde anschließend auf das Projekt angestoßen.