Farbmarke MissPompadour eröffnet ersten Laden – im Landkreis Regensburg

Die Farben der Marke MissPompadour tragen Namen wie „Orange mit Goldfisch“, „Gelb mit Safran“ oder „Grün mit Salbei“ – und waren bislang ausschließlich über den Onlineshop erhältlich. Jetzt öffnet Gründerin Astrid Reintjes im Landkreis Regensburg die Türen des ersten Ladengeschäfts der Firma.
Fremd ist Astrid Reintjes der stationäre Handel sowieso nicht. Bevor die Gründerin der Farbenfirma MissPompadour in den vergangenen Jahren mit ihrem Online-Shop durchstartete, hatte sie einen Concept-Store mit alten Möbeln, Einrichtungsgegenständen und auch schon Farben in der Regensburger Altstadt betrieben. Nun geht es für die fast 48-Jährige in Sinzing ein Stück weit wieder „zurück zu den Wurzeln“: Im Gewerbegebiet Am Reitfeld eröffnet sie ein erstes Ladengeschäft mit den Produkten der Farbmarke.
„Dass man unsere Farben auch im Geschäft kaufen kann, war ein großer Wunsch unserer Kunden“, sagt Reintjes. In den vergangenen Jahren sei es immer wieder einmal passiert, dass Kunden plötzlich am Firmensitz in Sinzing gestanden haben, an dem sich bislang aber nur Büroräume, ein Raum für Workshops sowie ein Studio für Aufnahmen befunden haben. Die Logistik der Firma ist an einem eigenen Standort in Laaber untergebracht.
„Grün mit Salbei“ ist besonders beliebt
„In Sinzing liegen wir ja auch an der Autobahn – und einige Kunden dachten wohl, dass sie hier noch gut einen Stopp einlegen können, wenn sie zum Beispiel auf dem Weg nach Österreich sind.“ Ab kommender Woche ist das dann aber tatsächlich möglich: Donnerstags, freitags und samstags können sich Streichwillige auf rund 65 Quadratmetern vor Ort von den Wandfarben, Lacken, Kinderzimmerfarben und Kreidefarben der Marke überzeugen, die eigene Online-Shops in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und den Niederlanden betreibt.

Zwar seien die Farbtöne, die Namen wie „Orange mit Goldfisch“, „Gelb mit Safran“ oder – besonders beliebt – „Grün mit Salbei“ tragen, natürlich auch dort in Dosen verpackt. Trotzdem, sagt Reintjes, gehe es für viele Kunden wohl auch darum, „eine Firma sehen, spüren und fühlen“ zu können. „Wir sind auch digital nahbar. Aber ich glaube schon, dass es vielen Menschen darum geht, persönlich in den Austausch zu gehen.“
Neben einer Mischmaschine gibt es im Laden neben den Produkten auch Farbtonkarten und Tapetenmuster zum Anschauen. „Und selbstverständlich bieten wir auch die gesamte Palette an Beratung an.“
Beratung zum Streichen via Whatsapp
Generell, erklärt Reintjes, sei die Beantwortung von Fragen und Hilfe bei der Auswahl der Produkte etwas, worauf die Firma auch online großen Wert lege. „Wir beraten extrem viel – und das über die unterschiedlichsten Kanäle“, sagt sie. Per E-Mail und Telefon, aber gerade auch über Messenger-Dienste wie WhatsApp würden Fachkräfte – darunter auch gelernte Malermeisterinnen – weiterhelfen. „Das geht tatsächlich sehr gut. Kunden können Fotos von dem schicken, was sie streichen möchten – und wir können dann direkt Links zu den Produkten, Gebrauchsanleitungen oder Videos schicken.“
Angesprochen fühlen würden sich von diesem Konzept vor allem Menschen, die bislang Respekt vorm Streichen gehabt hätten. „Die Altersspanne ist total gemischt. Wir haben ganz junge Kunden – und andere, die 84 Jahre alt sind. Man kann schon sagen, dass der Frauenanteil unter unseren Kunden sehr hoch ist. Wobei es mittlerweile auch ganz viele Männer gibt, die einfach dankbar sind, gute Qualität und eine ordentliche Anleitung für ihr Projekt zu bekommen.“
MissPompadour in Sinzing: Bereit für die Eröffnung
Was das neue Ladengeschäft von MissPompadour betrifft, will Reintjes, die die Firma mit Bruder Erik Reintjes und Software-Entwickler Niklas Lütteken führt, „einfach mal testen“, wie das Konzept nach der Eröffnung tatsächlich ankommt. „Von: Es kommt keiner vorbei bis: Wir werden überrannt ist alles denkbar“, sagt sie und lacht. Nach fünfmonatiger Umbauzeit sei das Team jedenfalls bereit für die Eröffnung. „Wir freuen uns sehr, dass es jetzt losgeht.“