Nach Urteil gegen Brüderpaar aus Lohberg: Berufung wird nicht aufrecht erhalten

Drei Monate sind vergangen, seit zwei Brüder zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden waren, weil sie in Lohberg (Landkreis Cham) eine Marihuana-Plantage betrieben hatten. Während die Verhandlung gegen einen dritten Angeklagten noch aussteht, hat einer der beiden Brüder seine Strafe mittlerweile akzeptiert.
Zwei Jahre und fünf Monate hatte einer der beiden Männer mit deutscher Staatsangehörigkeit am Ende der Verhandlung vor dem Amtsgericht in Regensburg Mitte Juli erhalten, zwei Jahre und drei Monate der andere. Beide hatten anschließend Berufung gegen das Urteil eingelegt.
Wann wird verhandelt?
Noch bevor es zu der entsprechenden Verhandlung kommen konnte, die vor dem Landgericht stattfinden wird, habe einer der beiden seine Berufung allerdings zurückgenommen. Das teilt eine Sprecherin des Landgerichtes nun auf Nachfrage unseres Medienhauses mit. Es handele sich um denjenigen der Brüder, der mit zwei Jahren und drei Monaten die geringere Strafe erhalten hatte. Der zweite Mann hatte – zusätzlich zur Verurteilung wegen unerlaubten Anbaus von Cannabis in Tatmehrheit mit unerlaubtem Besitz von Cannabis zwei Monate mehr bekommen, da er aus der Untersuchungshaft heraus eine Ermittlungsrichterin per Brief unflätig beleidigt hatte.
Derselbe Mann war es auch, der knapp anderthalb Jahre zuvor bereits vom Amtsgericht Regensburg zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden war. Der damals 21-Jährige war im Sommer 2023 auf einem Marktplatz handgreiflich geworden und hatte das auf seinen Mischkonsum von Alkohol und Cannabis zurückgeführt. Dieser Mann hat seine Haftstrafe nach der Verhandlung vor drei Monaten angetreten. Auch sein Bruder, der die Berufung aufrechterhalten hat, sei nicht in Freiheit, sondern befinde sich weiter in Untersuchungshaft. „Aufgrund vorrangig zu bearbeitender Verfahren ist derzeit noch nicht absehbar, wann die Berufungshauptverhandlung stattfinden wird“, so die Information aus dem Landgericht.
Eine weitere Verhandlung
Der Termin für einen dritten Angeklagten, einen 19-Jährigen, der in seinem Fahrzeug neben einem der Brüder auch zwei Kilogramm Marihuana transportiert hatte, steht mittlerweile auch fest. Sein Verfahren war von dem der beiden anderen Männer bereits im Vorfeld abgetrennt worden. Gegen ihn wird ab dem 30. Oktober vor dem Jugendschöffengericht am Amtsgericht in Regensburg verhandelt werden, so die Information des Amtsgerichts auf Nachfrage.