Musik verbindet: Rotary Cham feiert im ATT in Furth im Wald 60 Jahre Freundschaft und Hilfe

Am Freitagabend feierten rund 140 Rotarier und zahlreiche Gäste das 60-jährige Bestehen des Rotary-Clubs (RC) Cham mit einem Festkonzert und einem Galadinner im ATT in Furth im Wald. Los ging es am frühen Abend mit einem Sektempfang im Foyer des Tagungszentrums. Susanne Melichar als aktuelle Präsidentin des RC Cham begrüßte mit ihrem Team die Gäste mit einem Gläschen Frizzante des österreichischen Partnerclubs aus Eisenstadt.
Im Saal ging es gleich im Anschluss musikalisch weiter. Zur festlichen Mitgestaltung der Veranstaltung spielte das Torelli-Kammerorchester Cham zusammen mit einigen Solisten und Unterstützung der Partnerclubs des RC Cham ein buntes Programm, das genau auf den Abend und seine zahlreichen Gäste abgestimmt war.
Highlights waren die beiden Trompeter Paul Windschüttl (Rotarier des RC Cham) und Anton Meindl sowie die beiden Gitarristen Diana und Gabriel Guillén. Bereits lange im Vorfeld hatte die Dirigentin des Orchesters, die zufällig in diesem Jahr eben auch Präsidentin des Clubs ist, Kontakt zum österreichischen Partnerclub aufgenommen und erfahren, dass der dortige aktuelle Präsident ebenfalls Musiker ist.

So war die Idee eines gemeinsamen Konzerts geboren, und Gabriel Guillén war sofort bereit, mit seiner Frau Diana beim Festkonzert im ATT zu konzertieren. Die beiden begnadeten Gitarristen spielten das Konzert für zwei Gitarren von Antonio Vivaldi, und anschließend interpretierte Gabriel Guillén noch das Cellokonzert des Eisenstädter Komponisten und Wiener Klassiker Joseph Haydn.
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Eine Überraschung gab es am Ende des Konzerts. Die Dirigentin wechselte vom Dirigentenpult an die Schreibmaschine, und ihr rotarischer Freund aus England, Steve Wassell, Musiker und Dirigent des Partnerclubs aus Whitstable, übernahm den Taktstock. Gemeinsam interpretierten sie mit einem Augenzwinkern das aus Film und Fernsehen bekannte Werk von Leroy Anderson „The Typewriter“.
Hierzu muss man wissen, dass bei allen rotarischen Zusammenkünften vom jeweiligen Sekretär ein Bericht erstellt wird. Die Dirigentin hatte dieses Amt selbst für einige Jahre inne und wusste daher, von was sie sprach, als sie sich für den „Typewriter“ an die historische Schreibmaschine setzte. Mit Standing Ovations verlangte das begeisterte Publikum nach einer Zugabe. Beethovens „Ode an die Freude“, die Hymne Europas und zugleich Aufforderung für Zusammenhalt und friedvolle Gemeinschaft, wurde vom gesamten Orchester interpretiert und setzte dem Konzert einen glanzvollen Schlusspunkt.

Mit Dankesworten übernahm der Conferencier des Abends, Lutz Hastreiter, das Wort und führte dann charmant und mit Witz durch den Abend. Kulinarisch verwöhnt durch die herrliche Küche von Daniel Siegl konnten es sich die Gäste richtig gut gehen lassen.
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Nach der Vorspeise gab Lutz Hastreiter einen Rückblick auf die vergangenen 60 Jahre des Rotary-Clubs Cham, die geprägt waren von Hilfsprojekten im In- und Ausland, Ausflügen und Reisen und engen Freundschaften zu den Partnerclubs. So verbinden die Chamer Rotarier enge Freundschaften mit Rotariern aus Eisenstadt in Österreich, Whitstable in England und Klatovy in Tschechien. Von allen Clubs waren Freunde gekommen und hatten neben Glückwünschen auch Spenden und Geschenke dabei. Von den tschechischen Freunden kam ein großes Fass Bier vom echten Pilsener Urquell.
Während des Essens hatte das Team um Susanne Melichar, allen voran Barbara Bucher und Dr. Stephanie Franke, eine Bilderpräsentation vorbereitet, die viele Projekte der letzten Jahrzehnte und auch alle befreundeten Rotarier zeigte. Beim Blick in der Geschichte des Clubs gab es für die Gäste einiges zu entdecken, und so mancher konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, als er die teils jugendlichen Fotos von früheren Zeiten sah. Auch der aktuelle Governor des Distrikts, Daniel Neuer vom RC Dreiländereck-Oberlausitz, gratulierte dem RC Cham zum Jubiläum und brachte seine Begeisterung über die vielen Aktionen und den wunderbaren Abend zum Ausdruck.

Anschließend wurde es nochmals richtig spannend, denn es stand die Verkündigung der Tombola-Gewinner bevor. Während des Essens waren Lose verkauft worden, deren Erlös dem Hilfswerk des RC Cham und damit sozialen Zwecken zugute kommt.
Mit einem Blick in die Glaskugel, einer Vorschau in die rotarische Zukunft, ging der Abend dem Ende zu. Rotarier und Journalist Willi Dietl, erzählte von den Dingen, die kommen werden – oder auch nicht und meinte mit einem verschmitzten Lächeln, dass früher sogar die Zukunft besser gewesen sei als heute. In seiner Rede sprach er verschiedene Aspekte teils auch kritisch an, von der Mitgliederentwicklung innerhalb Rotarys, dem teils schwierigen Kampf gegen Polio, die zahlreichen Hilfsprojekte für die Ukraine bis hin zur Nothilfe Naher Osten.
Dem RC Cham bescheinigte Dietl dabei eine äußerst positive Entwicklung. Den Anwesenden gab er dabei einen Leitsatz des Deutschen Governorrats mit auf den Weg: „Rotary ist kein Amt. Rotary ist eine Einladung, Zukunft zu gestalten“.
Mit einem Dank der Präsidentin und einem Ausblick auf die nächsten Tage endete der Festabend und klang in lockerer Runde aus. Für die Gäste der Partnerclubs aus Österreich und Whitstable war damit der Aufenthalt in Cham aber nicht beendet. Für sie hatten sich die Chamer Rotarier ein spannendes Programm für das gesamte Wochenende einfallen lassen.

Am Freitag hatten sie den Tierpark in Lohberg besucht. Am Samstag ging es auf die Landesgartenschau, und am Nachmittag stand eine eindrucksvolle Drachenführung auf dem Programm, bevor am Abend im Autohaus Cham ein zünftiger bayerischer Abend gefeiert wurde. Am Sonntag hieß es nach dem gemeinsamen Frühstück im Randsbergerhof und einer kurzweiligen Stadtführung durch den rotarischen Freund Dr. Wolf Schoyerer Abschied nehmen.