61861 Besucher: Guter Besuch im Freibad Roding – trotz der Wetterkapriolen

Von Thomas Mühlbauer · 5. Oktober 2025 um 14:37

Die erste Saison ist zu Ende, seit kurzem sind die Türen im Freibad in Roding (Landkreis Cham) geschlossen – aber diesmal nur über den Winter. Denn nach der Generalsanierung, mit der feierlichen Eröffnung am 1. Mai diesen Jahres, erfreute sich das Freibad am Nanzinger Weg einer großen Resonanz.

Manfred Janker, Vorstand der Städtischen Betriebe, bilanziert im Gespräch mit unserer Zeitung 61 861 Besucher, und das, so formuliert er es vorsichtig, bei einem sehr durchwachsenen Sommer. Denn das Wetter habe es nicht allzu gut mit den Bürgern gemeint. Der Sommer 2025 dürfe getrost als sehr launisch eingestuft werden. Eine lange Hitzeperiode, wie man sie teils von früheren Jahren schon kannte, habe m an heuer vergeblich gesucht.

„Sehr gut gelaufen“ – so sieht es der Chef

Weil man das Wetter nicht beeinflussen könne, sondern so nehmen müsse, zieht der Vorstand ein durchaus positives Fazit: „Für die erste Saison ist es sehr gut gelaufen.“ Doch etwas Kritik übt Janker dann doch am oft zitierten „Wettergott“: „Ganz klar, wettertechnisch hätte es schon besser laufen können.“ Doch es habe auch immer wieder schöne Tage gegeben, an denen die Besucherströme am Nanzinger Weg kaum abreißen wollten. So nennt Janker als die zwei besucherstärksten Tage den Eröffnungstag am 1. Mai sowie den Sonntag, 20. Juni.

Bleibt die Frage: Wie sehr hat denn der Vorstand der Städtischen Betriebe auf die erste Saison nach der Sanierung hingefiebert? „Ich habe mich natürlich genau wie jeder andere Bürger auch gefreut über das neu sanierte Bad. Man fiebert vor und während der Saison mit, dass alles reibungslos läuft.“

Das neue Bad fand viel Anklang. - Foto: ck

Denn im Grunde habe es keine Vergleichswerte gegeben, denn die Becken oder auch die Technik waren alle neu. Und es galt auch, die richtige Einstellung für die Temperaturen im Wasser zu finden, so Janker. Doch rückblickend habe alles sehr gut geklappt. Allerdings, selbst hineingesprungen ist der Vorstand nicht, denn das überlasse er, wie er mit einem Schmunzeln sagt, anderen.

Nachdem die Türen am Nanzinger Weg geschlossen sind, geht es mit den Arbeiten im Bauabschnitt zwei weiter. Zunächst einmal stehen und standen die letzten Tage schon die letzten Aufräumarbeiten und kleineren Revisionsarbeiten an, ehe man sich bis zum Start der Saison 2026 dem Umbau des Hauptgebäudes widmet. Hier wird vor allem der Eingangsbereich neu- und barrierefrei gestaltet, wie Janker informiert.

Auch so stehen im Gebäude weitere Arbeiten an. Bleibt die Frage, wo man mit dem Defizit landen wird für das neu sanierte Bad? Hierzu lässt sich der Vorstand aber keine Aussage entlocken und sagt: „Dazu kann ich aktuell noch nichts sagen, hier sind wir noch in der Abstimmung.“

Bauabschnitt zwei ist bereits gestartet

Bürgermeisterin Alexandra Riedl ist ebenfalls sehr zufrieden mit der abgeschlossenen Saison: „Wir haben sehr viele Besucher begrüßen dürfen, obwohl das Wetter nicht immer mitgespielt hat.“ Dass so viele Besucher das Drehkreuz am Nanzinger Weg durchlaufen haben, freut Riedl umso mehr, da es auch eine Bestätigung für die angepackte Sanierung sei. Klar sei aber auch, dass bei jedem Projekt in dieser Größenordnung auch noch Verbesserungspotenzial vorherrsche. Die Anregungen, die man von den Besuchern bekommen habe, habe man teils schon umgesetzt oder sie würden noch umgesetzt. „Das Feedback war aber durch die Bank positiv“, so Riedl.

Und was sie ebenfalls freut, ist, dass auch die „kleinsten Bürger“ der Stadt ihre helle Freude am Bad haben. Das sei ihr auch immer wieder familienintern bestätigt worden, so die Bürgermeisterin. „Mein Mann Manuel und mein Sohn waren regelmäßig im Freibad und sie hatten ihren hellen Spaß.“ Und genau das sei das, was man wollte. Den Kindern und den Bürgern wieder eine Freizeitmöglichkeit zu geben. Und nach einem Jahr, mit über 60 000 Besuchern, bei einem äußerst launischen Sommer, könne man durchaus festhalten: Es ist gelungen.

Und auch der derzeit laufende Bauabschnitt zwei mit Sanierung des Eingangsbereiches sei wichtig, so die Rathauschefin. So habe man sich auch die Barrierefreiheit groß auf die Fahnen geschrieben, was mit einem Aufzug verwirklicht werde oder auch in diesem Jahr schon sichtbar gewesen sei mit den Liften am Beckenrand. Denn, so sagt Riedl, solle jeder die Möglichkeit erhalten, einen Freibadbesuch zu machen. So könne man auch nach der Premierensaison durchaus festhalten: Es hat sich gelohnt, das Platschare zu sanieren und wieder zu neuem Glanz zu verhelfen, was, wie Riedl sagt, ihr vielerorts bestätigt wurde. Und jetzt bleibt nur noch eines: zu hoffen, dass sich der Sommer 2026 nicht ganz so launisch zeigt wie der Sommer 2025.