Maxhütte-Haidhof: Busunternehmer übernimmt Areal neben der Avia-Tanke

Was passiert eigentlich mit dem Areal der ehemaligen Autowerkstatt in der Regensburger Straße? Im Umwelt-, Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt Maxhütte-Haidhof (Landkreis Schwandorf) gab es dazu eine interessante Information. Außerdem ging es wieder einmal um Nachverdichtung.
Auf der Tagesordnung stand ein Antrag auf Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit Stellplätzen auf dem Grundstück Schillerstraße 14a (Haidhof). Wie aus dem Vortrag von Natalia Griny, die im Rahmen ihrer Ausbildung zusammen mit Sachbearbeiter Ludwig Berg, für die Fakten verantwortlich war, hervorging, sprach grundsätzlich nichts gegen das Vorhaben. Da es sich um fünf Wohneinheiten handle, sollte jedoch als Auflage die Errichtung eines Spielplatzes gefordert werden, hieß es im Vorschlag der Verwaltung.
Kritik von SPD-Rat Herbert Roidl
Des Weiteren soll ein in der Planung vorgesehenes Müllhäuschen so platziert werden, dass die Sicht gen Straße nicht gestört wird. Einstimmig wurde aufgrund der Rechtslage das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
In den Wortmeldungen gab es aber sehr wohl kritische Anmerkungen. Herbert Roidl (SPD) sagte beispielsweise, dass er „kein super Fan“ des Vorhabens sei. Roidl führte aus, dass es sich um ein „gewachsenes altes Wohngebiet“ mit Ein- und Zweifamilienhäusern handle. Ein Mehrfamilienhaus passe dazu eigentlich nicht.
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Formsache war indes ein Vorbescheid auf Errichtung eines Einfamilienhauses an der Raffastraße (Roding). Ein weitere Anfrage über einen Vorbescheid lag zum Bahnwärterhäuschen auf dem Grundstück Bahnweg 7 (Pirkensee) vor. Das Gebäude liegt im Außenbereich. Die Antragsteller möchten es für Wohnzwecke verwenden. Da das Gebäude noch dazu in Richtung Hufschlag auf der unbebauten Seite der Bahnlinie Regensburg – Schwandorf liegt stellte sich dazu die Frage der Anfahrt zum Gebäude. Denn laut Bauamtsleiter Christian Cesarz gebe es „keinerlei gesicherte Zufahrt“.
Der Stadtrat soll kommende Woche entscheiden
Eine einheitliche Meinung gab es dazu im Ausschuss nicht, so dass man sich darauf verständigte, in den Fraktionen nochmals zu beraten und im Rahmen der kommenden Stadtratssitzung zu entscheiden.
Dem Wunsch von Anwohnern der Ludwig-Thoma-Straße (Maxhütte) die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometern zu beschränken, stimmte das Gremium zu.
Eine Diskussion gab es, weil Franz Brunner (SPD) anregte, darüber nachzudenken, gleich in dem ganzen Viertel ein Tempo-30-Zone zu installieren. In den umliegenden Straßen wie Schul- oder Blumenstraße gebe es teils ähnliche Probleme mit parkenden Fahrzeugen, geringen Straßenbreiten und teils fehlenden Gehwegen.
Laut Sachbearbeiter Eric Haslbeck ist eine Zone wegen der angrenzenden August-Henkel-Straße jedoch nicht möglich. Diese sei eine Vorfahrtsstraße.
Über 80.000 Euro für weitere LED-Lampen
Der letzte Abschnitt der Umrüstung der städtischen Straßenbeleuchtung auf LED steht an. Die sogenannten Glockenleuchten, die sich vor allem in der Kernstadt finden, werden nach Beschluss des Ausschusses zu Preis von 81.495 Euro vom Bayernwerk umgerüstet.
Im Rahmen der schließenden Anfragen erkundigte sich Berthold Kick (CSU) wie der Stand beim Areal der ehemaligen Autowerkstätte neben der Avia-Tankstelle an der Regensburger Straße sei. Laut Bürgermeister Rudolf Seidl (UWM) werde dort eine Firma künftig ihre Busse abstellen. Dazu werde ein Bürogebäude samt Waschanlage geschaffen.
Zusätzlich fragte Kick erneut nach dem Status von Parkplätzen beim ehemaligen Café Muckefuck in Leonberg nach, das inzwischen zum Bürogebäude wurde. Laut Alexander Spitzer, Leiter der Steuerungsstelle, lägen rund eineinhalb Parkplätze auf öffentlicher Fläche.
Nichts Neues zum alten Rewe-Markt
Nichts Neues gibt es in Sachen Einkaufsmöglichkeiten Kernstadt, wie eine Anfrage von Franz Schmidkunz (Bündnis 90/Die Grünen) zum Areal „alter Rewe-Markt“ aufzeigte. Laut Seidl habe die Stadt keinerlei Eingriffsmöglichkeiten. Bis zum 31. Dezember 2028 laufe ein Mietvertrag zwischen der Rewe-Gruppe und dem Eigentümer, einem kanadischen Pensionsfonds, weiter. Im Anschluss gebe es eine Verlängerungsoption. Solange der Mietvertrag laufe, sei die Stadt „am Ende der Möglichkeiten“.
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Weiter ging Schmidkunz darauf ein, dass im Bereich des Areals „Dr. Loewe – soziale Dienstleistungen“ (Schwandorfer Straße/Rollbahn), die im Bauantrag vorgesehene und mehrfach eingeforderte Wiederherstellung der im Rahmen von Baumaßnahmen entfernte Bepflanzung nun begonnen habe. Noch offen sei die Umsetzung jedoch an der Rollbahn. Laut Cesarz sei die Maßnahme noch nicht abgeschlossen.
Angesichts aktuell vieler Plakate für Veranstaltungen, die im Stadtgebiet zu sehen sind, fragte Roidl nach, ob deren Aufstellung allesamt genehmigt wurde. Haslbeck sagte zu, dies zu prüfen.