Landkreis Schwandorf investiert Millionen in seine Förderzentren

Von Max Schmid · 1. Oktober 2025 um 05:00

Der Landkreis investiert erhebliche Summen in die Sonderpädagogischen Förderzentren (SFZ) in Schwandorf und Nabburg. Allein für den Neubau einer Turnhalle und die Erweiterung der Räume für die Ganztagsbetreuung in Ettmannsdorf genehmigte der Ausschuss für Schulen, Planung und Bau eine Gesamtsumme von rund 16,5 Millionen Euro, die allerdings aus FAG-Mitteln gefördert wird.

Der Ausschuss tagte am Montag im SFZ Nabburg, da nach dem öffentlichen Teil der Sitzung der Neubau des dortigen Förderzentrums besichtigt wurde. Landrat Thomas Ebeling (CSU) informierte, dass seit dem Frühjahr 2025 das Raumprogramm der Regierung der Oberpfalz für die Schwandorfer Schule als Planungsgrundlage vorliege.

Sportanlagen fehlen bisher

Demnach sei ein Bedarf von 2307 Quadratmetern festgestellt worden. Nach Abzug der Bestandsfläche von 1446 Quadratmetern liege der Fehlbedarf bei 861 Quadratmetern. Davon entfallen laut Ebeling allein auf die Ganztagsbetreuung, für die derzeit keine Räume zur Verfügung stehen, 474 Quadratmeter. Eine Sporthalle oder Außensportanlagen seien an der Schule ebenfalls nicht vorhanden. 2025/26 werden am SFZ Schwandorf 151 Schüler in elf Klassen unterrichtet; davon besuchen 57 Schüler die offene Ganztagsbetreuung.

Architekt Jonathan Schmidt vom Architekturbüro Raith aus Kelheim informierte, dass beim Ausbau des Bestandsgebäudes auch der Einbau eines Aufzugs geplant sei, um die Schule barrierefrei zu machen. Die Gesamtkosten würden in zwei Förderabschnitte aufgeteilt, wobei der erste Abschnitt mit 11,55 Millionen und der zweite mit 4,95 Millionen Euro zu Buche schlage. Der Neubau einer Einfachsporthalle werde voraussichtlich 3,24 Millionen, der Bau eines kleinen Allwettersportplatzes rund 1,69 Millionen Euro kosten.

Der Bauausschuss gab einstimmig grünes Licht für die Baumaßnahme. Nun muss das zuständige Sachgebiet am Landratsamt die schulaufsichtliche Genehmigung einholen und FAG-Fördermittel beantragen.

Neubau in Nabburg soll 2026 fertig werden

Weiterer Besprechungspunkt war der Umbau der Räume im Bestandsgebäude des SFZ Nabburg für die Ganztagsbetreuung und die schulvorbereitende Einrichtung (SVE). Dazu sagte Landrat Thomas Ebeling, dass der Neubau des SFZ Nabburg im kommenden Jahr fertiggestellt werde und bezogen werden könne. Architekt Siegfried Knipl informierte, dass die Arbeiten für für die Ganztagsbetreuung im Erdgeschoss in unmittelbarem Zusammenhang mit den Umbauarbeiten im Untergeschoss für die SVE umgesetzt würden. Fenster und WC-Anlagen würden dabei saniert werden, aus Kostengründen werde der „Buchtal-Charme“, also die (Wandverkleidung mit Buchtal-Spaltplatten, beibehalten. Die Gesamtkosten bezifferte Knipl auf rund 900 000 Euro. Auch hier gab der Ausschuss grünes Licht.

Landrat Thomas Ebeling und Bauamtsleiter Paul Witt informierten anschließend über laufende Hoch- und Tiefbaumaßnahmen des Landkreises. Die Bahnbrücke auf der Kreisstraße SAD2 bei Klardorf soll nach ihren Angaben bis Ende November fertiggestellt werden. Für die Böschungsarbeiten auf der SAD3 bei Neukirchen mit Oberbauverstärkung ist im Frühjahr 2026 die Ausschreibung geplant. Mit vergleichbaren Arbeiten auf der gleichen Kreisstraße zwischen Schwarzenfeld und Irrenlohe sei Mitte September begonnen worden.

Weitere Themen beim Tiefbau waren die so genannte „Schwabkurve“ auf der SAD 5 bei Naabeck, der Radweg zwischen der SAD 5 und Klardorf, die Bahnbrücke auf der SAD 9 bei Wackersdorf, der Ausbau der SAD11 zwischen Nittenau und Bodenstein, der Radweg neben der SAD 18 zwischen Hofenstetten und Fuhrn sowie die Arbeiten an der SAD28 im Bereich der Krankenhausstraße in Nabburg.

Die Vorarbeiten beginnen

Der Ausbau der Kreisstraße SAD 44 im Bereich Schönsee sei für Frühjahr 2026 geplant, die Bahnbrücke bei Iffelsdorf soll ebenfalls im kommenden Jahr umgesetzt werden. Im Abschnitt von Steinmühle bis Nottersdorf soll der Bayerisch-Böhmische Freundschaftsradweg auf einer Länge von 2,5 Kilometern im November saniert werden.

Zudem habe man mit den Planungen für den Technologie Campus und ein Business Forums im interkommunalen Gewerbegebiet an der A 93 begonnen, so Ebeling. Auch im Hochbau gibt es noch etliche weitere Projekte.