Nächste Streckensperrung: Von Schwandorf fährt vorerst kein Zug nach Amberg und Weiden

Von Johannes Hartl · 25. September 2025 um 19:00

Die Verschnaufpause war nur kurz. Knapp zwei Wochen sind die Züge zwischen Weiden und Schwandorf wieder regulär gefahren, nachdem der erste Teil der Sanierung beendet war. Doch nun gehen die Arbeiten von 26. September bis 10. Oktober in die nächste Runde. Zwischen Schwandorf und Weiden sowie zwischen Schwandorf und Amberg verkehren deshalb ab Freitagabend keine Züge.

Konkret beginnt die Sperrung zwischen Schwandorf und Irrenlohe am Abend des 26. September und endet in der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober. Für Bahnreisende heißt das: Sie müssen wieder auf Busse ausweichen, wenn sie an ihr Ziel möchten. Ein solcher Schienenersatzverkehr war bereits eingerichtet, als zwischen Irrenlohe und Weiden sowie zwischen Schwandorf und Regensburg gearbeitet wurde.

Die jetzige Sperrung in Richtung Weiden wird mit Bussen kompensiert: Eine Verbindung fährt direkt von Schwandorf nach Weiden – ohne weitere Zwischenhalte. Damit wird die DB-Regio-Linie RE2 sowie die alex-Linie RE23 ersetzt. Zudem gibt es eine Linie – sie ersetzt die Oberpfalzbahn RB23 –, die alle Stationen zwischen Schwandorf und Weiden bedient.

Doch diesmal ist nicht nur die Strecke nach Weiden, sondern auch der Abschnitt zwischen Schwandorf und Amberg gesperrt. Wie die Deutsche Bahn (DB) auf Nachfrage mitteilte, finden in Richtung Amberg ebenfalls von 26. September bis 10. Oktober Gleisarbeiten statt. Deswegen wird auch hier ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. In Amberg können Reisende, die beispielsweise nach Nürnberg fahren, dann aber wieder in den Regionalexpress umsteigen. Von dort läuft der Bahnverkehr normal weiter.

Ein millionenschweres Großprojekt zwischen Regensburg und Weiden

Auf dem Abschnitt zwischen Schwandorf und dem Bahnhof Irrenlohe werden laut DB insgesamt sechs Kilometer Gleise und eine Weiche erneuert. Es ist der zweite Teil der Sanierung, die zwischen Schwandorf und Weiden erfolgt. Bereits zuvor, vom 23. August bis 14. September, wurde zwischen Irrenlohe und Weiden gearbeitet. Dort wurden elf von 15 Weichen sowie zehn Kilometer Gleis erneuert. Zudem seien Instandhaltungsarbeiten im Bereich Wernberg erfolgt. Diese Maßnahmen seien „planmäßig gelaufen“, teilte eine DB-Sprecherin auf Anfrage mit.

Die Arbeiten sind planmäßig gelaufen.

Eine DB-Sprecherin über den Sanierungsabschnitt Irrenlohe-Weiden

Hinter den Arbeiten steckt ein Großprojekt, um die Strecke Regensburg-Weiden zu sanieren. Insgesamt werden dafür rund 127 Millionen Euro investiert. Den Auftakt bildete der Streckenabschnitt zwischen Schwandorf und Regensburg – er war vom 15. Juni bis zum 22. August komplett gesperrt. Für knapp zwei Monate mussten Bahnreisende deshalb auf Busse ausweichen.

Pendler im Landkreis Schwandorf können bald wieder aufatmen

Der Abschnitt zwischen Schwandorf und Regensburg galt als sehr beansprucht und hat zuletzt täglich Störungen verursacht, wie die DB selbst in einer Pressemitteilung informiert hat. Man modernisiere daher, „um den Zugverkehr wieder zuverlässiger zu machen“.

Ein weiterer Hintergrund dürfte gewesen sein, dass die Strecke Regensburg-Schwandorf noch eine weitere wichtige Rolle spielt: Im Jahr 2026 werden nämlich die Strecken Nürnberg-Regensburg und Obertraubling-Passau generalsaniert. Für mehrere Monate werden die Abschnitte für den Zugverkehr komplett gesperrt. In dieser Zeit dient die Bahnstrecke nach Schwandorf dann als wichtige Umleitung.

Fürs Erste aber können die Pendler im Landkreis Schwandorf im Oktober wieder aufatmen. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Züge zwischen Weiden und Schwandorf ab dem 10. Oktober wieder normal verkehren. Auch zwischen Schwandorf und Amberg sollen die Arbeiten bis dahin erledigt sein. So jedenfalls geht es aus der Fahrplan-Auskunft der DB hervor.