Das Team für 28-Millionen-Projekt in Roding steht – Planung des Schulneubaus startet

Von Christoph Klöckner · 25. September 2025 um 15:00

Das ist nach der Freibadsanierung der nächste Brocken, den die Stadt zu bewältigen hat: Das neue Schulzentrum mit Grundschule, Kindergarten, Schulvorbereitende Einrichtung und Turnhalle. Am Donnerstagmittag stellte Bürgermeisterin Alexandra Riedl das Planungsteam für das Projekt in Roding im Landkreis Cham vor – das sei damit offiziell gestartet.

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Allein der Kostenrahmen, den die Stadt bei der Ausschreibung für das Großprojekt abgesteckt hat, verdeutlicht die Größe des Neubauprojekts an der Schorndorfer Straße: 28 Millionen Euro soll die Erstellung der verschiedenen Gebäude auf dem 1,5 Hektar großen Gelände kosten. In Zeiten, wo die Bau nicht mehr übermäßig volle Auftragsbücher hat, gab es einige Bewerbungen um Einzelaufträge und gleich fünf Bewerber um das Gesamtprojekt, die im Juli bei der Stadt ihre Konzepte vorstellten.

Freude über Bewerber

„Das war schon einmal anders“, sagte Riedl, die sich über die vielen Bewerber freute. Das Team für das Großprojekt sei gefunden und „es ist etwas tolles rausgekommen!“, hob die Bürgermeisterin hervor und bat die Beteiligten, ihren Part beim Schulneubau darzustellen. Gleich vier Beteiligte – neben den städtischen Vertretern – saßen mit am Tisch.

Das äußerliche Bild der Schule wird eine Architekten-AG prägen – dabei ist das Architektenbüro BG Gutthann HIW Architekten aus Donaustauf gemeinsam mit dem Büro quadrat 45° um den Rodinger Architekten Florian Brunner. Joachim Gutthann und Florian Brunner sprachen von großer Verantwortung und einer tollen Chance, solch ein Projekt heimatnah gemeinsam verwirklichen zu können. Die Außenbereiche der Gebäude wird die Firma lab landschaftsarchitektur brenner aus Landshut übernehmen. Christoph Brenner hob hervor, hier vor allem auf klimaresistente Freianlagen zu achten, um dem Klimawandel und immer heißeren Sommern zu begegnen.

Termine, Kosten und Fördermittel im Blick

Die Projektsteuerung übernimmt die Firma Stein und Partner Projektmanagement aus München. Er werde auf Termineinhaltung und die Kosten achten, so deren Geschäftsführer Bernhard Zimma. Zudem gehe es bei seiner Mitarbeit auch darum, auf die Fördermittel zu schauen, und dass alles funktioniere.

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Für die Elektroplanung in den Gebäuden ist die Firma MTM Plan aus Regensburg zuständig. Firmenchef Gerald Zimmerer betonte, dass er hier in Roding aufgewachsen sei und bis 27 hier gelebt habe. Seine Firma sei im öffentlichen Raum tätig – daher passe das Projekt gut ins Schema.

Das Bad Kötztinger Unternehmen HLS-Planung Bummer Hof Planungs-GmbH, vertreten durch Jürgen Bummer, wird als Ingenieurbüro die technische Gebäudeausrüstung der Gebäude planen. Schließlich wird die Tragwerksplanung das Unternehmen TRAGRAUM Ingenieure PartmbB aus Regensburg übernehmen. Ingenieur Dr. Rupert Fisch stellte sich hier als Vertreter der Firma vor, die die Standfestigkeit des Neubaus garantieren woll.

Bau für die Zukunft

Es sei ein „wahnsinnig wichtiges Projekt“ der Stadt, so Alexandra Riedl. Die Unterbringung von vier Klassen aus Platznot in Containern, wie sie seit Jahren zu sehen sei, sei keine Lösung für die Zukunft, sagte die Stadtchefin. Zudem kostet diese Lösung jedes Jahr mehrere zehntausend Euro an Miete, weshalb schon lange in Roding an einer neuen Schule überlegt wird. Und da der Platz am jetzigen Ort der Grund- und Mittelschule rar ist, hat sich die Stadt für einen kompletten Neubau der Grundschule auf der grünen Wiese entschieden.

Auf diese Wiese soll es hinkommen, das neu Rodinger Schulzentrum. - Foto: Oliver Hausladen/Archiv

Bürgermeisterin Reidl betonte, dass man möglichst zeitnah mit dem Bau starten wolle, aber ein fester Zeitplan noch ausstehe. Ebenso sei bisher nur ein Kostenrahmen gesteckt worden – die genauen Kosten würden jetzt erst ermittelt. Am Ende solle eine „tolle, funktionsfähige Schule“rauskommen, die als Grundschule Platz für insgesamt zwölf Klassen und etwa 280 Schüler biete.

Was wird gebaut?

Mega-Projekt: Eine neue Grundschule mit Kinderhaus und Sporthalle soll im Südosten der Stadt an der Schorndorfer Straße für geschätzte 28 Millionen Euro gebaut werden.

Bauphasen: Die Grundschule soll 280 Schülern Platz bieten, daneben wird eine Zweifeld-Turnhalle und eine Kindertagesstätte gebaut. Das Projekt soll in drei Abschnitten mit einem hohen energetischen Standard ohne Zertifizierungen gebaut werden. Im ersten Abschnitt wird die Grundschule mit insgesamt zwölf Klassen errichtet, dann die Sporthalle und zuletzt ist eine Kindertagesstätte mit einer Kindergarten- und zwei Krippengruppen vorgesehen.

Zeitplan: Genaueres steht hier noch nicht fest. Laut Ausschreibung soll im Februar 2027 mit der Schule gestartet werden, die dann Anfang 2029 fertig sein soll.