Meilenstein für Mega-Projekt: Architekturbüros für Planung von neuer Schule stehen fest

Von Oliver Hausladen · 19. August 2025 um 11:00

Ein Mega-Projekt für Roding im Landkreis Cham ist die Errichtung einer neuen Grundschule mit Kinderhaus und Sporthalle im Südosten der Stadt, auf 28 Millionen Euro werden die Kosten in der Ausschreibung geschätzt.

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Diese ist nun beendet und damit ein Meilenstein erreicht. Der Zuschlag für die Planungen ging an einen Zusammenschluss der Architekturbüros quadrat 45° aus Mitterdorf sowie Gutthann HIW Architekten aus Donaustauf.

Rodings neue Schule entsteht auf 1,5 Hektar Fläche

Auf einer etwa 1,5 Hektar großen Fläche an der Johann-Vaillant-Straße im Südosten der Stadt soll das Großprojekt verwirklicht werden. Dieses ist nötig, weil die bestehende Grund- und Mittelschule mit knapp 750 Schülern aus allen Nähten platzt und auch der Betreuungsbedarf bei kleineren Kindern stetig steige, hatte Bürgermeisterin Alexandra Riedl erläutert. Ebenso sei der Wunsch nach einer weiteren Sporthalle bei den Vereinen groß. Das Projekt werde in den Haushalten der kommenden Jahre Priorität genießen.

„Wir freuen uns sehr, dass unser gemeinsamer Vorschlag den Zuschlag bekommen haben“, berichtet Julian Neuhoff, Büroleiter von Gutthann HIW Architekten in Donaustauf. Zusammen mit dem Team vom Büro quadrat 45° um Architekt Florian Brunner, der die Gegebenheiten sehr gut kenne und für die Stadt auch ein „Ansprechpartner vor Ort“ ist, sei es möglich, das große Projekt zu schultern. „Eine neue Schule baut man nicht alle Tage“, sagt Neuhoff, die Aufgabe sei nicht einfach, „aber schön und wir freuen uns darauf.“

Platz für 280 Schüler in Roding

Was gebaut werden soll, ist in der Ausschreibung beschrieben. Entstehen wird eine Grundschule mit Zweifeld-Turnhalle und Kindertagesstätte.

Das Projekt soll in drei Abschnitten mit einem hohen energetischen Standard ohne Zertifizierungen gebaut werden. Im ersten Abschnitt wird die Grundschule mit insgesamt zwölf Klassen und Platz für etwa 280 Schüler errichtet. Als Zweites folgt der Neubau der Sporthalle, die auch für die Sportvereine im Stadtgebiet wichtig ist. Zuletzt ist eine Kindertagesstätte mit einer Kindergarten- und zwei Krippengruppen vorgesehen.

Eine entsprechende Infrastruktur für An- und Abfahrten mit Schulbussen und „Elterntaxis“ ist in der Planung zu berücksichtigen, heißt es in der Ausschreibung. Auch der Verkehr der Gewerbebetriebe sei zu beachten. Die deutliche Ausrichtung im Funktionsprogramm der Schule hin zu offenem und/oder gebundenem Ganztag soll sich im pädagogischen als auch im baulichen Bereich widerspiegeln. Dabei seien insbesondere Aufenthalts- und Ruheräume sowie eine Aula, als auch Bewegungsflächen zu planen.

Keine Lernhäuser

Die Flächen im Allgemeinbereich beinhalten neben dem Verwaltungsbereich auch eine Mensa mit Aufbereitungsküche. Diese Räume seien so auszulegen, dass diese auch kombinierbar sind. Es sind traditionelle Klassenzimmer vorzusehen, keine Lernhäuser/Cluster für den Lern- und Unterrichtsbereich.

Des Weiteren wird an der Grundschule ein Bereich für ein sonderpädagogisches Förderzentrum und eine schulvorbereitende Einrichtung mit etwa 300 bis 400 Quadratmetern Hauptnutzfläche untergebracht. Diese wird vom aktuellen Standort in Mitterdorf an die neue Grundschule verlegt. Dabei ist der besondere Bedarf auch für den Hol- und Bringverkehr und eine gewisse Trennung zur Grundschule vorzusehen.

Auf einer etwa 1,5 Hektar große Fläche an der Johann-Vaillant-Straße im Südosten der Stadt soll das Großprojekt verwirklicht werden. - Foto: Oliver Hausladen

Zeitplan und Kosten

Umsetzung dauert Jahre: Die Umsetzung des Mega-Projekts wird einige Jahre in Anspruch nehmen.

Im Februar 2027 soll es losgehen: Der Baubeginn für den ersten Abschnitt, die neue Grundschule, ist für Februar 2027 vorgesehen, die Fertigstellung im März 2029.

Mehrere Bauabschnitte: Die weiteren Bauabschnitte, in denen zunächst die Zweifach-Turnhalle und dann das Kinderhaus entstehen, sollen direkt im Anschluss folgen.

Kostenschätzung: Die Gesamtkosten des Projektes werden laut der Ausschreibung auf 28 Millionen Euro geschätzt.