Nach langer Suche: Grundstück für neue Grundschule in Roding ist gefunden

Unzählige Gespräche wurden geführt, verschiedenste Grundstücke im Stadtgebiet angeschaut, nun ist nach jahrelanger Suche ein Ort gefunden worden, an dem eine neue Grundschule samt Kindergarten und einer Turnhalle entstehen können: Auf einer etwa 1,5 Hektar große Flächen an der Johann-Vaillant-Straße im Südosten der Stadt soll das Großprojekt verwirklicht werden.
„Wir freuen uns sehr, dass wir endlich das passende Grundstück haben“, sagt Bürgermeisterin Alexandra Riedl. Mit knapp 750 Schülern platzt die Rodinger Grund- und Mittelschule, die größte ihrer Art in der ganzen Oberpfalz, quasi aus den Nähten, obwohl bereits seit einigen Jahren auch vier Klassen in Containern unterrichtet werden. Auf dem bestehenden Standort wäre keine sinnvolle Erweiterung mehr möglich, betonen Riedl und Kämmerer Josef Zwicknagl. Im Stadtrat wurde deshalb vor rund zwei Jahren der Grundsatzbeschluss gefasst, die Grundschule auszugliedern und einen Neubau zu errichten. Zugleich sollten auch ein Kindergarten und eine neue Turnhalle entstehen.
Die Suche nach einem Grundstück, das von der Fläche her passt, verkehrstechnisch gut erreichbar und zudem verfügbar ist, habe sich als nicht gerade einfach erwiesen, sagt Riedl. „Wenn, dann wollten wir auch eine Lösung, die gut funktioniert“, so die Rathaus-Chefin: „Wir wollen ein schönes, sicheres und angenehmes Lernumfeld bieten.“
Sehr gut erreichbar
Nun konnten Nägel mit Köpfen gemacht werden. Die Fläche an der Johann-Vaillant-Straße biete viele Möglichkeiten und Raum, um das Großprojekt mit seinen drei Komponenten ohne planerische Einschränkungen zu realisieren, betont die Bürgermeisterin. Eines der beiden Grundstücke war schon im Besitz der Stadt, das zweite konnte nun erworben werden.
Das Areal ist zwar nicht direkt im Zentrum, aber nicht weit davon entfernt und sehr gut auch für Busse erreichbar, da es fast unmittelbar an der Schorndorfer Straße liegt. Derzeit ist das Gelände im Bebauungsplan noch als Gewerbegebiet ausgewiesen, dies werde aber in einem entsprechenden Verfahren geändert, erläuterte Zwicknagl. Dies laufe parallel mit den Arbeiten an der Ausschreibung, die aufgrund der Größe des Projekts umfangreich sei.
Zwölf Klassen, vier Kindergartengruppen
Geplant ist der Bau einer Grundschule mit zwölf Klassen (dreizügig). Mit untergebracht werden die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) und die Förderschule, die sich derzeit in Mitterdorf befinden. Für sie werde es speziell auf die Bedürfnisse zugeschnittene Räumlichkeiten geben.
Mindestens vier Kindergarten- beziehungsweise Krippengruppen sollen ebenso entstehen. „Der Bedarf in der Innenstadt ist da und wird im Bezug auf den Ganztagsanspruch noch steigen“, ist sich Riedl sicher. Der bestehende Kindergarten bleibe, betont sie. Dadurch, dass Schule und Kindergarten auf der gleichen Fläche seien, ergäben sich viele Synergieeffekte, erläutert die Bürgermeisterin. Ebenso bei der Turnhalle: „Schon alleine wegen der Kinder, aber auch für die Vereine, die teilweise große Probleme haben, Hallenzeiten zu bekommen, wird das eine Erleichterung werden.“
„Projekt hat Priorität“
Zu den Kosten wollte Zwicknagl noch keine genaueren Angaben machen, dies hänge auch mit den Plänen des Architekten zusammen. Er geht von einem „niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich“ für das Gesamtprojekt aus. Ebenso gibt es noch keinen konkreten Zeitplan, auch dieser müsse erst mit dem Architekten besprochen werden. Was aber feststehe: „Das Projekt hat im Haushalt Priorität“, betont Riedl, die 2026 gerne sehen würde, „das sich dort etwas tut“. Bei den Haushaltsbesprechungen sollen die entsprechenden finanziellen Mittel für die kommenden Jahre eingeplant werden.
