Regensburger AfD setzt auf Manfred Hetznegger

Die Regensburger AfD setzt mit Manfred Hetznegger auf einen OB-Kandidaten, den viele Regensburger kennen dürften. Hetznegger war bis 2024 Präsident des Freien TuS Regensburg und früher außerdem bei der CSU und den Freien Wählern politisch aktiv.
Der Regensburger Kreisverband der mindestens in Teilen rechtsextremistischen Partei teilte mit: „Mit dem Oberbürgermeisterkandidaten Manfred Hetznegger gehen wir mit einem echten Regensburger ins Rennen – einer Persönlichkeit mit hoher Bekanntheit und großer Beliebtheit in der Stadtgesellschaft.“ Darüber hinaus sagte stellvertretender Kreisvorsitzender Georg Bäumel, Hetznegger sei 65 und Mitglied bei der Sozialen Futterstelle, dem Verein Zweites Leben, dem Tierschutzverein und dem Motorboot- und Wasserskiclub Sinzing.
Hetznegger war bei der Wahl 2020 Stadtratskandidat der Freien Wähler, sein Listenplatz acht war aber deutlich zu weit hinten für einen Einzug in den Stadtrat. Zuvor war der gelernte Fahrlehrer und ehemalige Taxiunternehmer bei der CSU aktiv. Hetznegger gehörte vor der Kommunalwahl 2014 zu den drei Mitgliedern, die die CSU loswerden wollte, weil sie ihr mit dem Verein „Bürger für Regensburg“ Wählerstimmen abjagen wollten; letztlich trat der Verein nicht zur Wahl an, nachdem sich die CSU wieder zusammenraufte.
Die AfD teilt mit, sie trete zum ersten Mal mit einer voll besetzten Stadtratsliste zur Kommunalwahl an, das sei „ein weiterer Meilenstein für den mitgliederstärksten AfDKreisverband Bayerns“. Laut AfD gilt: „Mit unserer Liste decken wir ein breites Spektrum der Gesellschaft ab – von jüngeren bis hin zu erfahrenen Kandidaten sowie allen Bildungsschichten und Berufen.“ Die Namen aller 50 Kandidaten gibt die AfD allerdings derzeit ebenso wenig preis wie nähere Informationen zum OB-Kandidaten. Bäumel erklärt: „Wir veröffentlichen die Liste nicht. Weil sie noch nicht bestätigt ist vom Wahlamt.“
Nur die Namen der Kandidaten auf den ersten fünf Plätzen könne er nennen: Neben Hetznegger sind das der amtierende Stadtrat Thomas Straub sowie Christian Eberl, Nicolai Sitschow und Lukas Daiser. Der zweite amtierende Stadtrat Erhard Brucker, der Passau im Bundestag vertritt, ist wie angekündigt nicht mehr auf der Regensburger Liste vertreten. Als besondere Schwerpunkte der Regensburger Kandidaten nennt die AfD, dass die Stadt kein „Sicherer Hafen“ für Flüchtlinge mehr sein soll, den Ausbau der Infrastruktur sowie die Sanierung und die Forcierung des Ausbaus von Schulen.