Brennberg stimmt Stocksporthalle zu: Baubeginn soll voraussichtlich 2026 sein

Von Resi Beiderbeck · 23. September 2025 um 16:21

Ein Hauptthema des Gemeinderats war die Errichtung einer Stocksporthalle mit einem multifunktionalen Raum und Lager sowie einem separaten Gebäude für ein barrierefreies WC und ein Herren-WC. Geplant ist die Errichtung eines bayernweit einzigartigen Schul- und Jugendstützpunktes am Galgenberg in Brennberg (Kreis Regensburg).

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Eine neue Stockhalle mit einer speziell kurzen Bahn für Kinder soll den Stocksport für alle Altersgruppen zugänglich machen. Bauherr wird der SSV Brennberg sein, während die Gemeinde das Grundstück zur Verfügung stellt. Es handelt sich um einen Bau in der Größe von zwölf (Breite) auf 36 Meter (Länge). Die Investitionssumme gibt SSV-Projektleiter Andreas Schiegl mit rund einer Viertelmillion Euro an.

Holzbauweise ist geplant

Die Konstruktion wird in Holzbauweise ausgeführt, vorgesehen sind Streifenfundamente aus Stahlbeton. Für die Wände soll eine Holzverschalung verwendet werden, für das Dach sogenannte Sandwichpaneele. Für den Boden wird auf den bestehenden Asphalt ein Pflaster verlegt. Die Erschließung, insbesondere der Zufahrt, erfolgt über das Sportgelände oder über die Straße zum Wertstoffhof. Bei der Fassadengestaltung setzt man auf eine naturbelassene Holzverschalung. Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben nun zu. Ein Nachtrag zur bestehenden Nutzungsvereinbarung muss noch verfasst werden. Was den Zeitplan betrifft, so ist man abhängig davon, wann die Genehmigung durch das Landratsamt eintrifft und wie es dann mit der Auslastung der Firmen aussieht. Voraussichtlich wird der Bau 2026 stattfinden. Ebenfalls genehmigt wurde der Antrag auf Baugenehmigung für die Sanierung und Erweiterung eines Wohnhauses in der Lerchenfeldstraße 16.

Danach widmete man sich dem Haushalt: Der von Kämmerin Simone Weber erstellte Zwischenbericht zeigt, dass an Gewerbesteuereinnahmen bereits 346 000 Euro vereinnahmt wurden. Der Ansatz für heuer beträgt 560 000 Euro. In der ersten Jahreshälfte ergaben sich größere Schwankungen, sowohl in Form von Rückzahlungen an Unternehmen als auch in Form von Nachzahlungen durch Unternehmen. Nach aktuellem Stand wird der Haushaltsansatz übertroffen.

Auch bei der Einkommensteuerbeteiligung liegt alles noch im Rahmen. Von den veranschlagten 1 532 000 Euro sind bei zwei Abschlagszahlung rund 774000 Euro eingegangen. Jedoch ist auch hier zu berücksichtigen, dass sich Änderungen in der Steuergesetzgebung (z.B. Entlastungen, die der Bundestag beschließt) auf die Höhe der Einkommensteuerbeteiligung auswirken können. Nach dem momentanen Stand wird der Ansatz laut Weber aber erreicht werden.

Bei den Einnahmen aus den Grundsteuern A und B gibt es nach wie vor viel Bewegung. Es sind noch viele Fälle in Klärung und es werden laufend neue Messbetragsbescheide vom Finanzamt erlassen, die sich dann auf die Höhe der Grundsteuereinnahmen der Gemeinde auswirken. Das momentane Veranlagungssoll stellt somit nach Auskunft der Realsteuerstelle noch keinen realistischen Stand dar. Die Entwicklung der Einnahmen bleibt abzuwarten. Erst gegen Ende des Jahres kann abgeschätzt werden, ob die bis dahin bekannten Messbeträge eine zuverlässige Grundlage für eine Entscheidung über den weiteren Hebesatz darstellen oder ob noch abgewartet werden muss. Bis dato sind 144 000 Euro an Grundsteuern vereinnahmt worden. Der Ansatz von 275 000 Euro sollte damit erreicht werden können.

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Die verbrauchsabhängigen Gebühreneinnahmen (Wasser, Abwasser Brennberg und Frauenzell) werden den veranschlagten Haushaltsansatz (gesamt 450 000 Euro) erreichen. Die Ausgaben für Kultur in Brennberg liegen mit 8978 Euro schon knapp am Ausgabeansatz von 10 000 Euro, insbesondere haben sich hier Gagenzahlungen für den Regisseur aus dem Vorjahrestheater ins neue Jahr gezogen. Für Bebauungspläne bzw. Flächennutzungspläne war ein Pauschalansatz von 25 000 Euro eingestellt, der aber wohl heuer nicht mehr oder nicht mehr in voller Höhe benötigt werden wird.

In der Kläranlage Frauenzell kam es zu einer unerwarteten Reparatur (Wellenbruch), die mit rund 12 000 Euro zu Buche schlug. Für den Bezug von Fremdwasser von den Kreiswerken Cham wurden bis dato geringere Ausgaben fällig, da (vermutlich aufgrund des regnerischen Wetters) bislang weniger Wasser bezogen wurde. Der Gebäudeunterhalt der gemeindlichen Liegenschaften schlug bisher bereits mit einem 2600 Euro höheren Betrag als veranschlagt zu Buche.

Kreisumlage größte Ausgabe

Der mit Abstand größte Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt ist die Kreisumlage, die mit 1 297 000 Euro veranschlagt ist. Alle weiteren Haushaltsansätze im Verwaltungshaushalt liegen nach heutigem Stand im Plan. Die übrigen Ausgabepositionen werden sich nach derzeitiger Einschätzung im Rahmen der Haushaltsansätze bzw. Deckungsringe bewegen. Die Kassenliquidität war jederzeit gegeben, Kassenkredite wurden nicht beansprucht.

Im Verwaltungshaushalt zeigt sich die Einnahmenseite positiv. Die Ausgabenseite verläuft planmäßig. Nach aktuellem Stand könne die Zuführungsrate zum Verwaltungshaushalt erwirtschaftet werden. Im Vermögenshaushalt liegt der Ausgabenanfall noch hinter den Ansätzen zurück. Nähere Angaben zum Verlauf sind erst in den kommenden Monaten möglich; auch, ob Darlehen beansprucht werden.

Weitere Themen

■ Heizhaus: Im Herbst soll zur Verbesserung der Optik eine Begrünung oder eine Holzverkleidung angebracht werden.

■ Friedhof: An der westlichen Einfahrt zum Brennberger Friedhof sollen in Kürze Pfosten aufgebaut werden. So will man künftig das Parken auf dem Gehweg verhindern.

■ Termin: Die nächste Gemeinderatssitzung findet am 1. Oktober statt.