B85 ist bei Bodenwöhr bald wieder dicht: 16 Kilometer Umweg für Autofahrer

Von Cornelia Lorenz · 24. September 2025 um 05:00

Auf der Bundesstraße B85 brauchen Autofahrer ab Montag, 29. September, wieder mehr Zeit: Bei Bodenwöhr im Landkreis Schwandorf wird in den kommenden sechs bis acht Wochen die Fahrbahn erneuert. Die Umleitungsstrecke ist 16 Kilometer länger als der normale Weg.

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Wie das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach in einer Pressemitteilung erklärt, sei „mit weiteren Einschränkungen auf der Bundesstraße B85 zu rechnen“. Konkret geht es um den vierstreifigen Abschnitt westlich von Bodenwöhr. Laut Bauoberrat Björn Letz ist der aktuelle Fahrbahnbelag über 16 Jahre alt. Dieser sowie die Asphaltbinderschicht würden nun grundlegend erneuert.

2,5 Kilometer langes Teilstück wird saniert

Rund 1,6 Millionen Euro wird die Sanierung des 2,5 Kilometer langen Abschnitts kosten. „Durch einen optimierten Bauablauf soll die Bauzeit auf das notwendigste und witterungsabhängige Maß von sechs bis maximal acht Wochen reduziert werden“, heißt es von Seiten des Bauamts.

Um CO2 zu sparen und die gesundheitliche Belastung für die Straßenbauarbeiter zu senken, kommt laut Letz Niedrigtemperaturasphalt zum Einsatz. Dieser müsse beim Einbau nur auf 140 Grad erhitzt werden – und nicht auf 180 Grad wie gewöhnlicher Asphalt. „Das verringert die Aerosolbelastung für die Mitarbeiter“, sagt Letz. Weil der Abstand zur Wohnbebauung recht groß sei, könne man auf deutlich teureren Flüsterasphalt verzichten.

Großräumige Umfahrung via Neunburg

Für die Bauzeit wird eine großräumige Umfahrung via Neunburg eingerichtet (siehe Infokasten). Die reguläre Strecke auf der B85 zwischen den beiden Ableitungspunkten bei Neuenschwand und Blechhammer ist laut Letz neun Kilometer lang, die Umleitungsstrecke während der Bauzeit 25 Kilometer – was für die Autofahrer also zusätzliche 16 Kilometer bedeutet. Das sei leider nicht anders lösbar, bedauert Letz. Die Umfahrung dürfe nur über Bundes-, Staats- und Kreisstraßen erfolgen. Gemeindeverbindungsstraßen seien nicht gut genug ausgebaut, um den Verkehr einer Bundesstraße aufzunehmen.

Autofahrern empfiehlt Letz, sich an die gelbe Umleitungsbeschilderung zu halten, um vom eigenen Navi nicht immer wieder zurück zur gesperrten Bundesstraße gelotst zu werden. Zwar pflege seine Behörde Straßenbaumaßnahmen offiziell im Meldesystem der Bayerischen Staatsbauverwaltung ein, wo sie für Navigationssysteme zugänglich seien. „Aber Google Maps macht manchmal einfach trotzdem, was es will“, gibt Letz zu bedenken.

Rund 8,2 Millionen Euro investiert

Die Gefahr, dass sich die Fertigstellung der neuen Fahrbahn wegen schlechten Wetters verzögern könnte, ist seinen Worten zufolge nicht besonders groß. Nur wenn es über mehrere Tage hinweg in Strömen regne, könne es beim Aufbringen der neuen Asphaltschicht Probleme geben, so Letz.

Wenn die Bauarbeiten bei Bodenwöhr beendet sind, ist auf der B85 zwischen Wackersdorf und der Grenze zum Landkreis Cham erst einmal Schluss mit weiteren Sanierungsprojekten. In den vergangenen drei Jahren sei die Fahrbahn im östlichen Landkreis Schwandorf „fast durchgehend“ erneuert worden, sagt Letz. Man habe inklusive der aktuellen Baustelle bei Bodenwöhr 8,2 Millionen Euro in den Erhalt von rund 13 Kilometern Bundesstraße gesteckt, außerdem 2,4 Millionen Euro in Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Lediglich im Bereich des Mappenbergs sei weiterhin die alte Asphaltschicht vorhanden, weil sie noch ein paar Jahre halte.

Mehr Verkehrssicherheit ist das Ziel

Das ein oder andere kleinere Projekt soll an der B85 aber trotzdem noch realisiert werden. „Je nach Planungs- und Abstimmungsfortschritt plant das Staatliche Bauamt auch für die kommenden Jahre weitere Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Verkehrssicherheit zwischen Wackersdorf und der Landkreisgrenze“, heißt es dazu von Seiten des Bauamts. Gemeint sind damit zum Beispiel weitere Linksabbiegestreifen oder Begleitwege.

So läuft die Umfahrung

Autofahrer müssen sich ab 29. September auf folgende Umleitungsstrecke einstellen: Aus Fahrtrichtung Cham wird der Verkehr über die SAD14 nach Blechhammer geführt. Von dort aus geht es über die Staatsstraße 2398 bis Neunburg. Via Staatsstraße 2151 führt die Umleitung dann nach Fuhrn und von dort weiter über die SAD18 nach Neuenschwand. Hier kann der Verkehr dann wieder auf die Bundesstraße auffahren. Dieselbe Route gilt für den Verkehr aus Richtung Schwandorf.