Zwischen Warmersdorf und Heselbach wird Flüsterasphalt aufgetragen – Weitere Sperrungen

Bei der Juli-Sitzung des Gemeinderates gab es eine aktuelle Information von Bürgermeister Thomas Falter (CSU). Demnach beginnen die Fräsarbeiten auf der B85 zwischen Heselbach und der Einmündung nach Warmersdorf auf einer Länge von 1,5 Kilometern am kommenden Mittwoch.
Der bisher noch befahrbare Teil der Bundesstraße ist dann voll gesperrt. Die Sperrung wird bereits am Dienstagnachmittag aufgebaut. Die Arbeiten sollen laut Staatlichem Bauamt bis zum 8. August abgeschlossen sein. Er rechne auf jeden Fall damit, dass die Fahrbahnerneuerung bis zum Beginn der Heselbacher Kirwa fertig sein dürfte. Die B 85 erhalte auf dem Sanierungsabschnitt einen lärmoptimierten Fahrbahnbelag, sagte Falter.
Auch Glasfaser war Thema im Gemeinderat
Der Gemeinderat befasste sich zudem mit dem Thema Breitbandausbau in den Ortsteilen Heselbach, Alberndorf, Grafenricht und dem Gewerbegebiet an der Fabrikstraße. Bürgermeister Falter erinnerte an die Information der Deutschen Telekom vom September vergangenen Jahres, wonach nur noch für den Hauptort Wackersdorf ein eigenwirtschaftlicher Ausbau stattfinden werde, jedoch nicht für die Ortsteile. Ziel der Gemeinde aber sei es, die Glasfasererschließung im gesamten Gemeindegebiet zu 100 Prozent zu erreichen.
Bastian Schmiofski vom Ingenieurbüro IK-T aus Regensburg informierte das Gremium über die Kriterien zur Einleitung eines Förder- und Auswahlverfahrens nach der Gigabitrichtlinie des Bundes und verwies auf ein Markterkundungsverfahren, das heuer durchgeführt wurde. Demnach gebe es 1287 Adressenmeldungen für den eigenwirtschaftlichen FTTH/FTTB-Ausbau und 584 förderfähige Adressen für den Anschluss nach der Gigabit-Richtlinie.
Die durch Telekommunikationsunternehmen ausgewiesene Wirtschaftslücke für die Glasfasererschließung liege nach groben Schätzungen bei rund 3,5 Millionen Euro, was Kosten von rund 6000 Euro für einen Hausanschluss bedeute. Der Eigenanteil der Gemeinde belaufe sich auf zehn Prozent der Kosten, also rund 350 400 Euro.
Schmiofski listete die möglichen Förderungen wie folgt auf: Vorläufige Zuwendung des Bundes mit rund 1 752 000 Euro und Bayerische Kofinanzierung rund 1,4 Millionen Euro. Ein Antrag auf die Bayerische Kofinanzierung könne aber erst gestellt werden, nachdem der Zuwendungsbescheid des Bundes vorliege. Aufgrund dieser Informationen beschloss der Gemeinderat, die notwendigen Investitionskosten im Haushaltsplan ab 2027 zu berücksichtigen. Die Zeit der Umsetzung von der Antragstellung bis zum Anschluss aller Haushalte bezifferte Planer Schmiofski auf drei bis vier Jahre.
Im weiteren Sitzungsverlauf stimmte das Gremium einem Bauvorbescheid für den Neubau von drei Doppelhäusern mit Carport und Stellplätzen in der Höhenstraße 47 zu. Bürgermeister Falter informierte dazu, dass für dieses 1689 Quadratmeter große Grundstück zwischenzeitlich schon mehrere Anträge vorliegen, die aber nicht umgesetzt wurden. Die Zustimmung zur Bauvoranfrage gleiche keiner Zustimmung zu einer möglichen Grundstücksteilung, die im Sanierungsgebiet genehmigungspflichtig sei.
Falter gab die Kindergartenferienordnung für die Kitas Regenbogen und Villa Kunterbunt bekannt und berichtete über das weitere Vorgehen bei der Sanierung der Industriestraße. 2026 werden noch Restarbeiten erledigt, dabei soll das Thema Lärm- und Anwohnerschutz nach einmal aufgegriffen werden.
Ärger um Falschparker am Murner See
Er verwies zudem auf die Beteiligung der Gemeinde am „Stadtradeln“, das in der Zeit von 10. bis 30. September durchgeführt werde. Das nächste Bürgerfest werde man vom 2. bis zum 4. Juli 2027 feiern.
Die Anfragen aus der vergangenen Sitzung des Gemeinderates beantwortete Falter wie folgt: Am Murner See werden demnächst drei weitere Fahrradständer aufgebaut, vier seien bereits vorhanden. Die Zufahrtssituation zum Privatparkplatz am Murner See werde sich verändern. Statt einer Schranke soll es künftig eine Video-Kennzeichenüberwachung geben.
An der Parkplatzausfahrt bei der Sparkasse soll Anfang August ein Verkehrsspiegel aufgestellt werden. Gemeinderätin Sonja Probst (Grüne) kritisierte, dass der Geh- und Radweg am Murner See ständig zugeparkt werde und beantragte Abhilfe. Hierzu informierte Reinhard Schuss (VG Wackersdorf), dass durch die Polizei und das Ordnungsamt eine Ortsbegehung stattgefunden habe. Man werde bauliche Maßnahmen ergreifen, um die Situation zu entschärfen.
Alfred Kerschner (FW) verwies auf eine mögliche Unfallgefahr bei der offenen Bühne gegenüber des Glückauf-Platzes und beantragte, ein Geländer anzubringen, auf dem auch Wappen der Gemeinde und der Partnergemeinde Alberndorf angebracht werden sollen.