Sicherheitsgespräch mit der Polizei: Steinberg am See und Wackersdorf sind sichere Gemeinden

Von Max Schmid · 3. Juli 2025 um 05:00

Das Leben in den Gemeinden Steinberg am See und Wackersdorf ist sicher. Untermauert wird die von Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Schwandorf, Erster Polizeihauptkommissar Reiner Wiedenbauer getroffene Feststellung durch die Zahlen aus der polizeilichen Kriminalstatistik und der Verkehrsunfallstatistik aus dem Jahr 2024.

Wiedenbauer war in Begleitung von Polizeihauptkommissar Deniz Birol und Polizeioberkommissar Stefan Dirnberger zum Sicherheitsgespräch in das Wackersdorfer Rathaus gekommen. Mit dabei waren die beiden Bürgermeistern Thomas Falter (CSU) und Harald Bemmerl (SPD) sowie die VG-Mitarbeiter Daniel Fendl, Reinhard Schuss und Michael Weiß.

Zusammenarbeit gelobt

Sowohl Polizeichef Wiedenbauer als auch die beiden Bürgermeister würdigten übereinstimmend die ausgezeichnete Zusammenarbeit der VG- Kommunen mit der Polizei. Harald Bemmerl freute sich angesichts der von Wiedenbauer bekannt gegebenen Zahlen, damit sei Steinberg am See auf dem richtigen Weg zur touristischen Wohngemeinde. Thomas Falter verwies auf Maßnahmen, die von der Gemeinde veranlasst wurden und zur Verkehrssicherheit beitragen. Als Beispiel nannte er Absperrungen im Bereich des Murner Sees, um das Parken im absoluten Halteverbot und auf Notfallzufahrten zu unterbinden.

Wiedenbauer erläuterte den Sicherheitsbericht 2024 für beide Gemeinden (die Zahlen für Steinberg am See stehen in Klammern): Gesamtstraftaten 124 (42), Aufklärungsquote 77,40 Prozent (61,90 Prozent). Es habe keine Straftaten gegen das Leben gegeben, Diebstähle 22 (13), Rohheitsdelikte 31 (4), Sexualdelikte 5 (0), strafrechtliche Nebengesetze 5 (6), sonstige Straftaten 39 (14), Vermögens- und Fälschungsdelikte 22 (5).

Die Straßenkriminalität, darunter fallen sexuelle Belästigungen, Straftaten aus Gruppen oder Sachbeschädigungen auf Straßen oder Plätzen schlug mit 18 (8) zu Buche. Im Bereich der Gewaltkriminalität habe es in Wackersdorf drei Vorfälle, in Steinberg am See keine gegeben. Wiedenbauer berichtete von 18 Körperverletzungen (3), 16 Sachbeschädigungen (2) und 22 Diebstählen (13). In Steinberg am See wurde ein Fahrrad geklaut, in Wackersdorf keines, dies sei auf verbesserte Diebstahlsicherungen bei modernen E-Bikes zurückzuführen.

Die Polizei sei bei häuslicher Gewalt zu acht Einsätzen in Wackersdorf und zwei Einsätzen in Steinberg am See gerufen worden. Es habe außerdem jeweils drei Betäubungsmitteldelikte gegeben und nur einmal wurde Gewalt geben Polizeibeamte oder Mitarbeiter von Rettungsorganisationen ausgeübt.

Die Täten sind öfter als früher Kinder oder Jugendliche.

Reiner Wiedenbauer, Erster Polizeihauptkommissar

Als bayernweites Phänomen, das nur schwer zu erklären sei, bezeichnete Wiedenbauer die Altersstruktur bei Tatverdächtigen. Die Täten seien öfter als früher Kinder oder Jugendliche.

Deniz Birol gab einen Überblick über die Verkehrsunfallentwicklung in den beiden Gemeinden. Während in Wackersdorf die Zahl auf 174 gesunken sei, musste man in Steinberg am See 101 Unfälle verzeichnen. Relativiert werden die Zahlen durch einen hohen Anteil von Kleinunfällen oder Unfällen mit Wild.

Weniger Unfälle mit Alkohol

In beiden Gemeinden habe es keine tödlichen Unfälle gegeben. Die Zahl der Alkohol-, Geschwindigkeits- und Schulwegunfälle lag 2024 bei 9 (4), unerlaubtes Entfernen vom Unfallort wurde 31 (8) Mal angezeigt.

Im Vergleich zu 2023 habe es in 2024 im Landkreis Schwandorf weniger alkoholbedingte Unfälle gegeben, die Zahl der Verletzten aber habe zugenommen, sagte Birol.