Nach Rücktritten und Konflikten: Irmisch soll in die Doppelspitze des SPD-Stadtverbands in Regensburg

Von Heike Haala · 19. September 2025 um 12:38

Eigentlich hat der Regensburger SPD-Stadtverband eine Doppelspitze. Seit Ende Mai aber steht Claudia Neumaier alleine am Ruder. Denn damals trat Raphael Birnstiel als Kovorsitzender zurück. Auch Alexander Roth, einer der Stellvertreter, warf hin. Am Mittwochabend soll das Gremium wieder komplett besetzt werden.

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Der Stadtverband hat seine Delegierten für diesen Tag zu Neuwahlen eingeladen. Wie Neumaier auf Nachfrage mitteilt, stelle sie sich weiterhin als Teil der Doppelspitze zur Verfügung. Zudem habe sich Alexander Irmisch dazu bereit erklärt, mit ihr für den Vorsitz zu kandidieren. Er ist kein Unbekannter: Irmisch war 2022 für die verstorbene Dagmar Kick in den Stadtrat nachgerückt, ist Chef im Café Schierstadt und organisierte zuletzt den Christopher Street Day. „Die Regensburger SPD ist es wert, für und um sie zu kämpfen“, erklärt er zu einer Kandidatur. Gemeinsam mit Neumaier und seinen Genossen wolle er den Menschen zeigen, warum es nach wie vor eine starke SPD in Regensburg braucht. „Wir wollen unsere Stadt gemeinsam mit den Menschen und für die Menschen gestalten, die Stadt fit machen für die Zukunft und zugleich den sozialen Zusammenhalt wieder stärken“, sagt Irmisch. „Angesichts des vor uns liegenden Kommunalwahlkampfes aber auch der vielen Herausforderungen, die vor der Regensburger SPD und unserer Stadt liegen, ist es jetzt an der Zeit, den Vorstand wieder zu vervollständigen“, so Neumaier. Nach den Wahlen werde Arbeit am Wahlprogramm in die entscheidende Phase gehen, kündigt sie an.

Zu den Rücktritten Birnstiels und Roths war es nach der Entscheidung des Stadtverbands gekommen, am Ende einer konfliktträchtigen Suche nach einem OB-Kandidaten mit Fraktionschef Thomas Burger ins Rennen zu gehen und nicht mit dessen Kontrahenten Thomas Rudner. Den hatte der Vorstand vorgeschlagen.